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| Gier nach Land. Land Grabbing in Südostasien | Bestellen Sie dieses Heft für 8 Euro und/oder abonnieren Sie die südostasien: Bezugsbedingungen.
Inhaltsverzeichnis südostasien 01/2012
Warum ein Themenheft "Gier nach Land. Land Grabbing in Südostasien"?
Wenn ein Land die Ressourcen nicht selbst hergibt, hol sie dir woanders. Ein Maxime, die scheinbar immer öfers Anwendung findet. Das Ergebnis: Land Grabbing. Die stetige Verringerung von natürlichen Ressourcen bei gleichzeitigem Bevölkerungszuwachs, stellt viele Staaten vor große Probleme. Die Nahrungssicherung der eigenen Bevölkerung kann durch wachsende Industrien und Städte auf Dauer kaum noch gewährleistet werden.
Aber nicht nur die Länder, in denen es an lebensnotwendigen Ressourcen fehlt, benötigen die landwirtschaftlichen Flächen aus dem Ausland, sondern auch Industrienationen wie Deutschland und die EU. Biokraftstoffe auf Basis pflanzlicher Öle sind auf dem Vormarsch und sollen in Zukunft die fossilen Brennstoffe ersetzen. Neben Raps und Weizen, sind insbesondere die in Südostasien verbreitete Ölpalme und die Jatropha, Hauptlieferant für Biokraftstoffe. Der Ertrag dieser Anbaugebiete wird nach China aber auch in die Europäische Union exportiert. Um an das Ackerland der Menschen in Südostasien zu gelangen, sind den Importländern und den staatlichen und privaten Akteuren der Exportländer viele Mittel recht. Von den Folgen des Land grabbings sind häufig die Kleinbauern und –bäuerinnen negativ betroffen; Vertreibung und Armut sind nur zwei Beispiele.
Also, wie kann ein Konsens für beide Seiten gefunden werden, und wenn er gefunden wurde, wie sieht dieser aus? Aber nicht nur auf internationaler Ebene muss sich etwas ändern, vor allem auf nationaler, politischer und rechtlicher Ebene müssen Änderungen erfolgen, die den Bauern mehr Rechte zukommen lassen. Außerdem darf die ökologische Verantwortung seitens der Importländer nicht einfach außer Acht gelassen werden. Mit diesen und anderen Problemen zum Thema Land Grabbing in Südostasien beschäftigt sich diese Ausgabe der südostasien.
Viele Grüße von Eurer Redaktion
Saskia Busch
Diese Ausgabe enthält folgende Beiträge:
(Die markierten Artikel können als pdf-Datei heruntergeladen werden.)
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| Thailand | Nachrichten (Lisa Hesse)
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| Singapur | Nachrichten (Nadine Willner)
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| Osttimor | Nachrichten (Stefanie Groß)
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| Philippinen | Umstrittenes Land: Quelle neuen Unfriedens – Großflächige Landinvestitionen
Caroline Kruckow
Mehr schlecht als Recht? – Fallbeispiel einer Bioethanol-Fabrik in Isabela
Rosselynn Jaye de la Cruz
steuerzahler als Landgrabber – Ein typischer Landkonflikt auf der Insel Cebu
Michael Reckordt
Umweltmanöver zum Nutzen der Großunternehmen – Über die Ölpalmproduktion in Waldgebieten und im Ahnenland der indigenen Bevölkerung
Maria Lisa Alano
Gekommen, um zu bleiben – Der Kampf um Sitio San Roque, Quezon City
Michael Reckordt
Zeit zu handeln – Enact Disappearance Act: Eine neue Gesetzesinitiative zum Verschwindenlassen
Christoph Schlegel
BUCHVORSTELLUNG
Human Rights in the Philippines (hrsg. v. Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen)
Maike Grabowski
BUCHBESPRECHUNG
Rohstoffrausch (hrsg. v. L. Breininger/M. Reckordt)
Andreas Schmitz
Nachrichten (Jessica Bartz, Lilli Breininger)
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