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| Konzept der kommenden Ausgabe | Wir freuen uns über Tipps, Anregungen und Beiträge.
Redaktionsschluss: 30. April 2012
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| Ausgabe 2/2012: Themenschwerpunkt "Gender" | Mit dem Konzeptpapier möchten wir möglichst viele Autorinnen und Autoren zu einem Beitrag in der südostasien anregen.
In Südostasien, wie in den meisten Gesellschaften der Welt, machen Frauen mindestens 50 Prozent der Bevölkerung aus. Doch wie sieht es mit Geschlechtergleichheit und -gerechtigkeit in diesen Ländern aus? Frauenrechte sind Menschenrechte und als solche bereits vor Jahrzehnten von der UNO in einer speziellen Frauenrechtskonvention (CEDAW= Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau) formuliert worden. Das ist die normative Seite, die Realität der Frauen in diesen Ländern unterscheidet sich häufig sehr stark von den auf internationaler Ebene beschlossenen Konventionen. Die meisten südostasiatischen Länder haben diese Konvention unterzeichnet und ratifiziert. Damit stehen sie unter internationaler Beobachtung, was einen gewissen Druck zur Umsetzung erzeugt. In einigen Ländern hat die Regierung nationale Gesetze zur Etablierung von Geschlechtergleichheit und – gerechtigkeit und Gesetze zum Schutz von Frauen vor Gewalt verabschiedet. Es gibt unterschiedliche Ansätze, wie Geschlechtergerechtigkeit überhaupt erreicht werden kann. Brauchen wir eine positive Diskriminierung wie Frauenquoten, oder bedarf es einer völlig anderen Strategie? Welchen Einfluss haben internationale Geldgeber auf die nationale Gender-Politik?
Es ist fraglich, in wie weit nationale Gleichstellungsmaßnahmen Frauen vor allem in ländlichen Regionen erreichen. Einerseits haben sie oftmals wenig Kenntnis von der Möglichkeit national festgeschriebene Frauenrechte einzufordern. Andererseits stoßen im Westen konzipierte Konzepte von Gender Mainstreaming und Gender-Budgeting in vielen Ländern auf Unverständnis oder Ablehnung, vor allem in Gebieten in denen eine Zunahme religiös motivierter, fundamentalistischer Einflüsse zu verzeichnen ist. Westliche Konzepte werden beispielsweise in muslimischen Regionen von Aktivistinnen in lokale Kontexte „übersetzt“ und neue Konzepte und Methoden der Umsetzung entstehen, die bereits nachhaltige Förderungen von Geschlechtergerechtigkeit erzielen – oder auch nicht!
Die nächste Ausgabe der südostasien widmet sich diversen Ebenen geschlechtsspezifischer Diskriminierung, deren Ursachen, Umgang und Folgen, sowie der Internationalisierung von Frauenrechten, der Umsetzung von internationalen Konventionen und westlichen Normen auf der lokalen Ebene in Südostasien. Dabei soll nicht nur die Organisierung von Frauen, sondern auch die von Männern betrachtet werden.
Internationale Ebene
Internationale Frauenkonferenzen: Wer geht hin? Was wird gefordert? Was kommt lokal an?
Welchen Einfluss haben internationale Frauenrechtsorganisationen auf Frauenpolitiken der jeweiligen nationalen Regierungen und deren Entscheidungen. Welche Abhängigkeiten entstehen?
Welche Konventionen gibt es in der ASEAN?
Welche Ansätze/Projekte gibt es von der ADB? Wie kommen sie in der Bevölkerung an?
Werden Genderstandards in allen Projekten mitgedacht?
Nationale Ebene
In welchen Bereichen werden Frauen diskriminiert und was wird getan, um Abhilfe zu schaffen
Entwicklung von „gender equality law“ und „anti domestic violence law“, woran orientieren sie sich und wie weit ist es mit der Implementierung, woran hapert es?
Gibt es Gesetze, die Männern eine bevorzugte Position erlauben?
Gibt es Konzepte von Gender-Mainstreaming und wie werden diese umgesetzt?
Welche Konzepte gibt es zu „Reproduktive Health“, auf welche gesellschaftlichen Schwierigkeiten stoßen sie, mit welchen täglichen Problemen müssen Frauen kämpfen und wie lösen sie diese?
Feminisierung der Arbeitsmigration? Welche Maßnahmen gibt es von staatlicher Seite, um Frauen vor Ausbeutung und Gewalterfahrungen zu schützen.
Lokale Ebene
Welche lokalen Konzepte von Gender gibt es? In welchem Verhältnis stehen diese zu nationalen und internationalen Gender Konzepten?
Wie werden nationale und internationale Gender-Politiken und Konventionen interpretiert und umgesetzt?
Islamischer Feminismus: Pro und Kontra
Akteurinnen
Partizipation von Frauen in Politik und Wirtschaft/ Arbeitswelt: Sind Frauen an Stellen mit Entscheidungsmacht oder haben sie nur Alibifunktionen? (Quoten, Gender-Budget, Budget der Frauenministerin)
Welche Rolle spielen Aktivistinnen? Wie finanzieren sie sich? Welche Abhängigkeiten entstehen? Wofür setzen sie sich ein?
Welche traditionellen Geschlechterrollen gibt es? Inwiefern werden sie als „fair“ wahrgenommen? Welche Unterschiede gibt es zwischen Stadt und Land?
Akteure
Wie reagieren Männer auf Frauenrechtsbewegungen?
Welche Agenden, Ziele und Formen der Organisierung gibt es von männlicher Seite?
Inwiefern sind Frauen von der Zustimmung der Männer abhängig?
Redaktionsschluss: 30. April 2012
Technische Details
maximale Zeichenzahl pro Seite (ohne Leerzeichen):
1 Seite = 3.800,
2 Seiten = 6.900,
3 Seiten = 11.000 und
4 Seiten = 15.500 Zeichen
Zeichen ohne Leerzeichen. Die angegebenen Zeichenzahlen beinhalten sämtliche Textangaben, inklusiv Überschriften, Autorenzeile usw.
Formatierungen: keine, bzw. nur Absatzzeichen
Fußnoten und Anmerkungen als Fließtext ans Ende des Textes, nicht als Fußnote formatieren.
Bilder & Grafiken würden uns freuen, es sollte jedoch solche sein, die sich für Schwarzweißdruck eignen (über 300 dpi); Copyrightfragen bitte klären
Bilder bitte nicht in den Text kopieren bitte immr einzeln und möglichst als jpg-Datei abspeichern.
Tabellen hingegen sollten aus dem Text raus genommen werden und als Bildmaterial behandelt werden.
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