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Asienstiftung, Bullmannaue 11, 45327 Essen
ASIENHAUS-RUNDBRIEF 1/10, 8.1.2010
2010 - 15 Jahre Asienhaus

Der Inhalt in Kürze


1.) Kopenhagen-Nachlesen: Gedanken gegen den Kater
2.) Stellungnahme: Für substantielle Entwicklungszusammenarbeit mit Indien
3.) Südostasien und der arabische Raum - Neuerscheinung "Südostasien" 4/2009
4.) Ansichten Pakistan -  Neuerscheinung "Südasien" 4/2009
5.) ab 21.1.: Same same but different - eine deutsch-kambodschanische Geschichte
6.) PraktikantIn zur Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit der Asienstiftung gesucht

1.) Kopenhagen-Nachlesen: Gedanken gegen den Kater

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Am 19. Dezember 2009 kehrte auch bei dem letzten Klimaoptimisten (naja, einige sind es vielleicht geblieben) der Frust ein. Jetzt geht es daran Bilanz zu ziehen und zu diskutieren, wie es weitergeht.

Ich gestehe, dass ich kein Klimaexperte bin und mir viele Einzelheiten ein Buch mit sieben Siegeln geblieben sind. Im folgenden finden Sie Hinweise auf einiges Material, das ich mit Ihnen teilen möchte- nicht, weil es Antworten gibt, sondern weil es zur Diskussion anregt. Die Auswahl ist natürlich sehr subjektiv.
  • Jürgen Maier, der Geschäftsführer des Forum Umwelt und Entwicklung, stellt in seinem Denkanstoß "Klimagipfel gescheitert: Nach der COP ist vor der COP?" die Fixierung der Umweltorganisationen auf konsensfähige UN-Beschlüsse in Frage und plädiert für eine stärkere Mobilisierung der Umweltbewegung für konkrete Ziele - wie z.B. die Beendigung des Baus von Kohlekraftwerken.

  • Von ganz anderem Zuschnitt ist das Buch von Marcel Hänggi: Wir Schwätzer im Treibhaus. Warum die Klimapolitik versagt. Rotpunktverlag Zürich, September 2009, 285 S., 21,50 Euro   (Bei Libri bestellen und das Asienhaus fördern), das mir besonders gut gefallen hat.
    Der Autor wendet sich gegen den Fortschrittsglauben, dass mit Technik und Wachstum alle Probleme sozusagen kostenfrei lösbar sind und fordert zu einer radikalen Umkehr auf. Er "kommt dabei zum Schluss, dass die Feinde einer wirksamen Klimapolitik heute nicht mehr in erster Linie die Leugner und Verharmloser sind. Sondern ... die gutmeinenden Optimisten."

  • Interview mit Edgardo Lander von Nick Buxton: Wie der Mythos des unbegrenzten Wachstums unseren Planeten zerstört. (Hier finden Sie die englische Version) Edgardo Lander ist Professor für Sozialwissenschaften an der Universidad Central de Venezuela in Caracas und Fellow des Transnational Institute, Amsterdam.

    Der Titel sagt schon vieles: Im Grundgedanken ähnlich wie Marcel Hänggi,  sieht Lander die Probleme im Wachstumsmodelle - nicht nur des Kapitalismus und bezieht sich sehr stark auf die Grundgedanken und Überzeugen der indigenen Völker Lateinamerikas.

  • Andrew Simms: 83 months and counting. Rich countries do not have a choice but to lead by example in setting a different, less destructive  model for economic success, The Guardian, January 1, 2010 (siehe auch die Webseite 100 Months and counting).

    Dieser Artikel greift die heftige Kritik am Verhalten Chinas in Kopenhagen auf und weist auf folgendes hin: "We are in a trap of our own making, both historically and in the way that China's current economic development is premised on rising consumption in places like Europe and North America, where people already over-consume."

  • Und noch einmal zu China. Auf ganz anderer Ebene setzt sich der chinesische Umweltschützer und -wissenschaftler Maj Jun mit dem Thema Klimagerechtigkeit auseinander: Nur auf der Grundlage von Gerechtigkeit kann ein Abkommen geschlossen werden, Chinadialogue.net, 17.9.2009.  Ma Jun ist Leiter des Instituts für Öffentliche und Umweltangelegenheiten in Beijing (die deutsche Übersetzung besorgte Cornelia Müller). Ich fand interessant, dass in seiner Argumentation das Thema "Wirksamkeit" (sprich, die Notwendigkeit, dass Entwicklungsländer aktiv an der Reduzierung der Emissionen arbeiten) ein so grosses Gewicht im Verhältnis zum Thema "Gerechtigkeit" bekommt.

    Dieser Artikel ist noch aus einem anderen Grund von Interesse. Er wurde veröffentlicht bei China Dialogue, einem Internetportal, dass sich Umweltthemen zweisprachig - in English und Chinesisch - annimmt. China Dialogue hat eine Gruppe von chinesischen Umweltjournalisten und NRO-Vertretern nach Kopenhagen gebracht. Dies wurde durch die Asienstiftung unterstützt, die eine Förderung durch die Robert-Bosch-Stiftung möglich machte.

  • Und zwischendurch wird es auch einmal lockerer. Eines der Kernelemente der internationalen Klimapolitik ist CDM (Clean Development Mechanism). Was es damit auf sich hat, lässt sich einmal gut in dem o.g. Buch von Hänggi nachlesen, wird aber hier in lockerer Art und Weise von dem Team von von "The Story of Stuff" aufbereitet: The Story of Cap and Trade.

    Da aber gleichzeitig alles beobachtet wird  - bietet CDM-Watch (als eines von vielen Projekten) die Möglichkeit, sich die CDM-Projekte einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Viel Spaß mit diesen Hinweisen wünscht Ihnen Klaus Fritsche

2.) Stellungnahme: Entwicklungszusammenarbeit mit Indien - Plädoyer für ein substantielles Engagement

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Eine der ersten Erklärungen von Dirk Niebel, dem neuen Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, war, dass die die Bundesregierung die Entwicklungshilfe für Indien und China einstellen werde. Wie diese Ankündigung in der Praxis aussehen wird, ist noch unklar. Zur Diskussion steht die Frage wieder einmal: macht Entwicklungshilfe und wenn ja, welche, Sinn.

Gerade rechtzeitig zur Verstärkung der Diskussion erschien als Beilage zur Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Südasien ein Beitrag von Dr. Michael Holländer und Michael Tepel (beide von der Kübel Stiftung für Kind und Familie), der für eine substantielle Entwicklungszusammenarbeit mit Indien plädiert.

Die Herausgeber von Südasien verweisen darüber hinaus darauf hin, das diese Stellungnahme "vor allem eine Zusammenstellung von Informationen, Hintergrundwissen und Argumenten zum Thema ist. Dem Leser wird vieles angeboten, das ihm hilft, sich selbst eine Meinung zu bilden. Im Südasienbüro sehen wir in dieser Studie zu einem Thema deutscher EZ eine wichtiges Instrument zur Versachlichung der Debatte, die wir hiermit allen Interessierten zur Verfügung stellen."

Diskussionsbeitrag als pdf-Datei zum Download von der Webseite des Asienhauses

3.) Südostasien und der arabische Raum - 

           Neuerscheinung südostasien 4/2009

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Kurz vor Weihnachten erschien ebenfalls die Ausgabe 4/2009 der Zeitschrift "südostasien" zum Thema "Südostasien und der arabische Raum". Das Heft umfasst 88 Seiten und ist zum Preis von 8 Euro (plus Versandkosten) zu beziehen. Das Jahresabonnement kostet 30 Euro. Ihre Bestellung richten Sie bitte an vertrieb@asienhaus.de.

Warum ein Themenheft „Die (vielfältigen) Beziehungen Südostasiens und des arabischen Raums?"


Anfang Januar 2009 wurden auf einer Demonstration in Bangkok Anti-Israel Parolen skandiert und auf Plakaten wurde Israel sogar mit den Nazis verglichen. Auf den Philippinen wurde in der Nähe der israelischen Botschaft gegen die militärischen Aktionen Israels im Gazastreifen protestiert. Diese Reaktionen lassen sich nicht ohne Weiteres erklären und müssen in einem größeren Zusammenhang gesehen werden. Hier stellt sich die Frage: Wie ist der Blick auf den arabischen Raum in Südostasien?

mehr: Inhaltsverzeichnis  -  ausgewählte Artikel zum Downloadl

4.) Ansichten Pakistan: Neuerscheinung "Südasien" 4/2009

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Mit Religion, Macht und Gesellschaft in Pakistan befasst sich schwerpunktmäßig die Ausgabe 4/2009 der Zeitschrift Südasien, herausgegeben vom Südasienbüro Bonn. Das Einzelheft ist zum Preis von 6,50 Euro (plus Versandkosten) des Inlands-Jahresabonnement zum Preis von 26 Euro zu beziehen. Ihr Bestellung richten Sie an suedasienbuero@suedasien.de.

SOA-TitelseiteDie Redaktion schreibt u.a. zu diesem Heft: "Wir wollen keine fertigen Erklärungen anbieten, sondern mit unseren Beiträgen Denkanstöße geben - z.B. mit der Satire des auch im deutschen Sprachraum inzwischen bekannt gewordenen Autors Mohammed Hanif und dem Interview mit dem Historiker Markus Daechsel.

Während wir in diesem Heft die Problematik der Taliban und des militanten Islamismus also durchaus aufgreifen, möchten wir doch auch sonst vernachlässigte Aspekte des zweitgrößten Landes auf dem Subkontinent beleuchten - zum Beispiel den vertrackten Konflikt in Belutschistan, der international kaum Beachtung findet; oder die faszinierende religiöse Praxis des Sufismus, der im Sindh oder Punjab nach wie vor viele Anhänger hat, aber in der öffentlichen Wahrnehmung hier zu Lande doch eher vom Fundamentalismus überschattet wird."

Inhaltsverzeichnis - Vorbemerkung der Redaktion

5.) ab 21.1. im Kino: Same same but different - eine deutsch- kambodschanische Geschichte

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Am 21.1. startet in den deutschen Kinos der Film "Same same but different". Aufmerksamkeit ruft er hervor, weil der Detlef Buck (bekannt u.a. durch Sonnenallee) Regie führte und David Kross (gerade international bekannt geworden durch seine Rolle in "Der Vorleser) Benjamin Prüfer spielt (Webseite des Films).

Hinter dem Titel verbirgt sich die Liebesgeschichte des Deutschen Benjamin Prüfer und der Kambodschanerin Sreykeo Solvan. Kurz gefasst: er lernt sie in einem kambodschanischen Club kennen, sie verlieben sich, und obwohl sich herausstellt, das Sreykeo an Aids erkrankt ist, hält diese die Liebe aus. Heute lebt das Paar in Hamburg. Bereits 2007 hat Benjamin Prüfer diese Liebesgeschichte in seinem Buch "Wohin Du auch gehst" erzählt (Buch bei Libri bestellen).

Natürlich rufen Buch wie Film Kontroversen hervor. Eine kitschige Liebesgeschichte? Oder doch mehr - mit viel Wahrheit über die Wirklichkeit des Lebens in Kambodscha? Die beiden folgenden Berichte aus Kambodscha sollen zur Diskussion anregen.
  • Keo Kounilla, Journalistik-Studentin in Phnom Penh schreibt: "ll I can say is that: this movie reflects sheer and painful reality of Cambodian society and how Cambodia is struggling for its survival. Amid suffering, shame and poverty exists true love of a couple who do not care about what history each brings to the present." (mehr)
  • Shining a Light in Dark Places von Dianna Janes findet sich in der Phnom Penh Post vom 21. Dezember.
Der Film wurde zwar auf einer Sondervorführung in Phonm Penh gezeigt, wird aber wohl nicht breiter in Kinos in Kambodscha gezeigt werden. Aber in einer Ankündigung der geplanten DVD in einem Blog heißt es: "Coming soon to a bootleg Russian Market distributor near you."

6.) ab März: Praktikantin zur Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit der Asienstiftung gesucht

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Ab März/April sucht die Asienstiftung eine PraktikantIn für die Unterstützung der Geschäftsführung in der Öffentlichkeitsarbeit. Schwerpunkte der Tätigkeit sind die Vorbereitung von Maßnahmen zur Gewinnung von Zustiftern und der Aktivitäten zum 15jährigen Bestehen des Asienhauses.

Gewünscht wird ein Praktikant/eine Praktikantin mit Erfahrungen in Öffentlichkeitsarbeit und mit Organisationstalent. Gewünscht wird ein Vollzeitpraktikum, Teilzeit ist möglich. Die Dauer des Praktikums soll mindestens drei Monate betragen.

Geboten wird neben einer Aufwandsentschädigung vor allem ein lebendiges Arbeitsklima im Asienhaus, dem Sitz verschiedener asienbezogen arbeitender Nichtregierungsorganisationen.

Bei Interesse schicken Sie Ihre üblichen Unterlagen bis zum 15. Februar an klaus.fritsche@asienhaus.de.

Neu und ab sofort erhältlich

Civil Society in Chinese- European Relations
hrsg. von Nora Sausmikat/Klaus Fritsche, Asienstiftung
104 Seiten, 5 Euro  (plus Versandkosten).
Download - Buch bestellen!

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28.-29. Mai Wien
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