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Asienhaus-Rundbrief 12/2006, 30.6.2006

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In Kürze:
1) Alte Menschen in Südostasien - Heft 2/06 von südostasien erschienen
2) Heft 26 der Pacific New erschienen

3) Asienhaus und Ehrenamt: Workshop am 24./25.6.

4) Die Yi: Chinas Volk der großen und kühlen Berge. Ausstellung in Duisburg
5) Bericht: Mein Praktikum bei Forum Asia, Bangkok
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ad 1) Alte Menschen - Heft 4/2006 der Zeitschrift suedostasien erschienen 
Bestellung: vertrieb@asienhaus.de, zum Inhaltsverzeichnis und Downloads

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Junge Menschen verkörpern auch in Asien Fortschritt und Veränderung, sie erwirtschaften Einkommen und sorgen für Nachwuchs. Doch wie steht es um die ältere Generation? Den gesellschaftlichen Beitrag dieser in entwicklungspolitischen Diskursen oft im Hintergrund stehenden Bevölkerungsgruppe, sprechen wir in dieser Ausgabe an.

Diese Ausgabe behandelt ein weites Spektrum von Themen, die in einem Menschenleben Bedeutung erlangen: Merkmale, Lebensweisen, Bedürfnisse und Probleme alter Menschen, wie soziale Sicherung aber auch südostasiatische Auseinandersetzungen mit Tod, Fortschritt und Tradition werden auf 92 Seiten dargestellt und erläutert.

ad 2) Heft 26 der Pacific News erschienen
zur online-Ausgabe und den Bezugsbedingungen 

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Ausgabe 26 der von der Arbeitsgemeninschaft für Pazifische Studien (APSA) herausgegebenen Zeitschrift Pacific News ist soeben erschienen. Mit Beiträgen u.a. zu ‚Thailands Tourismusindustrie im Schatten des Terrorismus‘,  einem Bericht zum Thema Entwicklungszusammenarbeit im Bereich des (Öko-)Tourismus in Laos und aktuelle Einschätzungen zur politischen Krise in Osttimor. Außerdem im Heft: Tagungs- und Exkursionsberichte sowie Buchbesprechungen. Die Online-Ausgabe der Zeitschrift kann unter der Adresse www.pacific-news.de gelesen werden.

 

 

ad 3) Asienhaus und Ehrenamt: Workshop am 24./25.6.
Kontakt: klaus.fritsche@asienhaus.de 

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Zum 24./25. Juni hatte das Asienhaus zu einem Ehrenamtlichen Workshop nach Essen eingeladen. 18 TeilnehmerInnen hatten sich auf den z.T. weiten Weg gemacht, um in einer Ideenbörse gemeinsam Möglichkeiten der Zusammenarbeit untereinander und mit dem Asienhaus zu diskutieren. Obwohl die Zeit begrenzt war, zumal das Fußballspiel Deutschland-Schweden gemeinsam angesehen wurde, wurde intensiv und in von allen als wohltuend empfundener Atmosphäre gearbeitet. 

Ein wichtiger Diskussionspunkt war die Frage, wie die Vernetzung zwischen den Ehrenamtlichen weiter entwickelt werden und insbesondere regionalisiert werden kann. So wurden z.B. für den Herbst ehrenamtliche Treffen für den Raum Bremen/Hamburg/Hannover und Berlin als nächste Schritte ins Auge gefasst, zu der alle Interessierten aus den jeweiligen Regionen eingeladen werden sollen. 

Sie haben Interesse, sich an diesen Aktivitäten zu beteiligen? Dann melden Sie sich beim Asienhaus (klaus.fritsche@asienhaus.de). Wir senden Ihnen gerne Informationen über die Ergebnisse des Workshops zu. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite unter www.asienhaus.de/ehrenamt.


ad 4) Die Yi: Chinas Volk der großen kühlen Berge: Ausstellung in Duisburg (25.6.06-4.2.07)
ausführliche Informationen

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Am 25. Juni wurde im Kultur- und Stadthistorischen Museum in Duisburg die Ausstellung "Chinas Volk der großen kühlen Berge. Die Yi - gestern und heute" eröffnet. Bis zum 4. Februar 2007 werden vielfältige Exponate und Fotos gezeigt, die das Leben dieser 2 Millionen Menschen zählenden Minderheit in der Volksrepublik China dokumentieren. Ein umfangreiches Begleitprogramm rundet mit Vorträgen das Programm ab.

Ausführliche Informationen über Ausstellung und Begleitprogramm finden Sie auf der Webseite des Duisburger Museums: www.stadtmuseum-duisburg.de.

ad 5) Bericht: Mein Praktikum bei Forum Asia, Bangkok
von Manuel Kuehn 

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Im folgenden dokumentieren wir einen Praktikumsbericht von Manuel Kuehn, der nach einem Praktikum im Asienhaus mit Unterstützung des Asienhauses ein Praktikum bei Forum Asia absolvierte. Dieses Praktikum war nicht nur aus persönlicher Perspektive wichtig, wie aus dem Beitrag hervorgeht, sondern hat auch die Zusammenarbeit zwischen dem Asienhaus und Forum Asia gestärkt. Mehr über das Forum Asia erfahren Sie auf deren Webseite unter www.forum-asia.org. Dort können Sie auch den Newsletter dieser wichtigen asiatischen Menschenrechtsinformation bestellen.

Nach meinem dreimonatigen Praktikum im Asienhaus, bei dem ich im ADB-Projekt und der Burma.Initiative mitgearbeitet habe, wollte ich noch ein Anschlusspraktikum in Asien absolvieren.  Nach Hinweisen aus dem Asienhaus, wofür ich immer noch sehr dankbar bin, bewarb ich mich dann bei Forum Asia.

Das Asienhaus und Forum-Asia arbeiten im Asian Europe Peoples Forum (AEPF) zusammen. Das AEPF ist ein Forum von zivilgesellschaftlichen Gruppen, welches parallel zum Asian Europe Meeting (ASEM), dem Regierungstreffen von Ländern Europas und Asiens, veranstaltet wird.

Forum Asia - kurz vorgestellt

Forum-Asia heißt auch „Asian Forum for Human Rights and Development“ und ist ein Zusammenschluss von momentan 36 Mitgliedsorganisationen aus 14 Ländern der Regionen Südasien, Südostasien und Nordostasien. Ziel der Gründung 1991 war eine bessere Koordination und Zusammenarbeit zu Menschenrechten und Entwicklung und damit auch eine effektivere Interessenvertretung. Oder auch kurz: „Asiatische Solidarität und Menschenrechte für alle“. 

Forum-Asia hat seit 1994 ein Büro in Bangkok in dem heute bis zu 30 MitarbeiterInnen an verschiedenen Themen und Programmen arbeiten. So bestehen z. B. thematische Programme zu Frieden, Gender oder Minderheiten in der Region und spezielle Länderprogramme zu Aceh, Nepal und Burma.

Auch für die Arbeit mit der UN gibt es eine eigene Abteilung, denn Forum-Asia hat bei den Vereinten Nationen seit 2004 beratenden Status.

Mein Arbeitsschwerpunkt Burma

Ich hatte mich wieder für das Thema Burma beworben, denn ich war ja bereits eingearbeitet. Nur so konnte ich auch mein kürzeres gut zweimonatiges Praktikum, eigentlich ist die Mindestzeit drei Monate, rechtfertigen. Natürlich hatte sich aber auch mein Interesse an Burma und seiner über vierzigjährigen Militärdikatur durch mein Praktikum in der Burma.Initiative verstärkt.

Nach meiner zugegeben recht kurzfristigen Anfrage Mitte Januar ging alles ziemlich schnell. Ich hatte meine Reisedaten bereits festgesetzt und bei Forum-Asia gab es, wie vermutlich in den meisten NGOs, glücklicherweise gerade viel Arbeit. Am 7. Februar, also zehn Tage nach meinem Abschied aus der Burma-Initiative des Asienhauses in Essen, bin ich bereits nach Bangkok geflogen und hatte dann zwei Tage später meinen ersten Arbeitstag. 

Meine Aufgaben

Die ersten Tage vergingen recht ruhig, ich sollte mich selbständig weiter einarbeiten, denn gleich nach einer Woche sollte eine dreitägige Konferenz in Chiang Mai, im Norden Thailands, stattfinden. Ziel der Konferenz war eine bessere Koordination und Zusammenarbeit der exilen Oppositionsgruppen Burmas in der Asien-Pazifik Region. Bei dieser Konferenz waren deshalb auch viele bedeutende oppositionelle Gruppen und Einzelpersonen eingeladen. Die burmesische Botschaft hatte sogar bei den thailändischen Behörden angefragt ob sie dieses Treffen nicht verbieten könne. Die thailändische Regierung konnte oder wollte der Bitte rechtlich aber nicht nachkommen, so dass wir am 17. Februar in Chiang Mai eintrafen. Aufgrund der Brisanz war der Tagungsort geheim gehalten worden und die bis zu einhundert Teilnehmenden wurden nach und nach zum Veranstaltungsort gefahren.

Forum-Asia hatte diese Konferenz mit veranstaltet, so dass ich dann auch gleich ins kalte Wasser geworfen wurde, denn es wurden noch Leute für das dreiköpfige Dokumentationsteam gesucht. 

Die Veranstaltung verlief insgesamt erfolgreich und trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit den mir unbekannten Gesichtern und Namen und der manchmal schwer verständlichen Aussprache des Englischen haben wir das Ganze dann im Team gut zusammenbringen können. Meine erste wirkliche Aufgabe war damit geschafft. Ich hatte auch eine Menge Leute kennen gelernt und mich von da an gut integriert gefühlt. 

Die Veranstaltung in Chiang Mai sollte den Druck auf die Regierung in Burma durch zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit in der Region erhöhen. Gleichzeitig sollte auf Regierungsebene auch weiter Druck ausgeübt werden. Deshalb haben wir in der Folge verstärkt mit der burmesischen Exilregierung (NCGUB) zusammengearbeitet, welche von Mitgliedern des 1990 gewählten, aber von Burmas Junta nie anerkannten, Parlaments gebildet wurde. In der Folge konnte ich an mehreren Treffen mit ASEAN-Botschaftern oder anderen Offiziellen in Bangkok teilnehmen oder auch Briefe für die NCGUB an ASEAN-Außenminister verfassen. An einem Treffen des AIPMC (Asean Inter-parliamentary Myanmar Caucus), einem Zusammenschluss von Myanmar/Burma-kritischen Abgeordneten verschiedener Parlamente der ASEAN-Staaten, konnte ich ebenfalls teilnehmen. 

In der Regel waren meine Tätigkeiten dabei zwar auf die Dokumentation der Treffen beschränkt, aber das hat das Ganze nicht weniger interessant gemacht.

Neben den formellen Treffen hatte ich aber auch viele informelle Begegnungen mit anderen Organisationen oder direkt betroffen Menschen, wie einem burmesischen Journalisten, der wegen Verhaftungsgefahr gerade aus Burma geflüchtet war. Viele der politisch aktiven Exilburmesen, die ich kennen gelernt habe, waren bereits in burmesischen Gefängnissen. Oft wegen demokratischer, also subversiver, Aktivitäten und in der Regel für viele Jahre. 

Zur Situation von Burmesen in Thailand

Der Status von Burmesen in Thailand ist oft nicht einfach. Politische Flüchtlinge müssen in Thailand in den Grenzcamps leben, in denen oft schlechte Lebensbedingungen herrschen. Wer dieses nicht tut, befindet sich illegal im Land. Auch dürfen die Regionen um die Camps nicht ohne Sondergenehmigung verlassen werden. Nach einer Demonstration am 18. April gegen eine burmesische Gaspipeline nach Indien, die dem Regime eine Menge Devisen bescheren würde, wurden in Bangkok fünf politische Burmesen verhaftet, die keine Papiere hatten, unter ihnen der Veranstalter. Die Burmesen waren sich einer gewissen Gefahr, verhaftet zu werden, schon bewusst, jedoch sollten sie diesmal nicht, wie sonst üblich, in die Grenzstadt Mae Sot gefahren, für die sie Papiere hatten, sondern nach Burma abgeschoben werden. Dass ihnen dort massiv Repression und Folter drohten, sollte den Behörden dabei bewusst gewesen sein. Durch Verhandlungen und der Hinzuziehung des UNHCR konnte dieses jedoch letztendlich doch noch abgewendet werden. 

Nach dem Praktikum: Weitermachen mit Burma

Insgesamt war die Arbeit bei Forum-Asia sehr interessant und abwechslungsreich, mit einer tollen Arbeitsatmosphäre und einer Menge Erfahrungen. Meine Praktikumszeit hat die Notwendigkeit von Veränderungen in Burma und der Welt in mir noch verstärkt. Zurück im Studium werde ich mich auch in meiner Abschlussarbeit mit der Situation in Burma beschäftigen. 

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Asienstiftung/Asienhaus, Bullmannaue 11, D-45327 Essen,
Tel.: +49-201-8303838, Fax: +49-201-8303830
weitere Kontakte unter www.asienhaus.de/ansprechpartner 
verantwortlich: Klaus Fritsche
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