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Asienhaus-Rundbrief 13/2006, 14.7.2006

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In Kürze:
1) Stellenausschreibung des Philippinenbüros
2) Neues auf der Homepage des Asienhauses

3) Spendenaufruf der Deutschen Osttimor-Gesellschaft

4) Asien 100: Reflections on Asia in the 21st Century
5) Kohle, Klimawandel und erneuerbare Energien in Asien
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ad 1) Stellenausschreibung desPhilippinenbüros 
Kontakt: philippinenbuero@asienhaus.de

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Das Philippinenbüro sucht ab dem 1.9.06 eine/n Mitarbeiter/in für sein Büro in Essen: Arbeitszeit: 12 Stunden pro Woche (2 Tage à 6 Std); Vergütung: 400 Euro pro Monat, Fahrtkosten im Stadtbereich. Die Stelle ist zunächst befristet bis zum 30.4.07. Bewerbungsschluß ist der 10.8.2006. Die Stellenausschreibung finden Sie hier:

ad 2) Neues auf der Homepage des Asienhauses zu China, den Philippinen, Osttimor, Indien und sozialen Entwicklungen

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Wir möchten Sie auf folgende neue Rubriken auf der Homepage des Asienhauses hinweisen:

ad 3) Spendenauf der Deutschen Osttimor-Gesellschaft
Kontakt: osttimor@yahoo.de, s.a. www.osttimor.de  

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Die politischen Auseinandersetzungen in Osttimor haben dazu geführt, dass über 130.000 Menschen auf der Flucht sind und die Menschen in den Flüchtlingslagern in Dili und in anderen Städten des Landes sich nicht trauen, in ihre Häuser zurückzukehren. Lebensmittel sind inzwischen vielerorts knapp, die Preise sind gestiegen und die Lebensbedingungen in den Camps unzureichend.

Die Stiftung "Fundacao Lafaek Diak", eine timoresische Nichtregierungsorganisation und Partnerorganisation der Deutschen Osttimor Gesellschaft (DOTG), hat sich zum Ziel gesetzt, 800 Flüchtlingsfamlien in Baucau, der zweitgrößten Stadt des landes, schnelle Hilfe zukommen zu lassen. Dies möchte die DOTG unterstützen und bittet darum um Spenden mit dem Stichwort "Nothilfe" auf das folgende Konto: GLS Gemeinschaftsbank eG, Konto: 34 154 200     BLZ: 430 609 67.

Auf der Homepage der DOTG (www.osttimor.de) werden in Kürze ausführlichere Informationen bereit gestellt.

ad 4) Asien 100: Reflections on Asia in the 21st Century
Bestellungen: post@asienkunde.de

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A quarter of a century ago the then chairman of the German Association for Asian Studies, former Ambassador Günter Diehl, told the then deputy chairman Dr. Werner Draguhn, that the Association should establish a scientific journal. The first issue of the new journal was published half a year later in June 1981.

To make Asien 100 a special issue the editors asked various well-known scientists and politicians from Europe, Asia and the USA to reflect on different aspects (political, economic, social, cultural) and future perspectives of Asia's role in the 21st century. Their essays present a broad range of ideas and visions. They will hopefully enrich the readers' views on Asia and may possibly even stimulate further research. Because the editors do not want to pre-structure the reception of the papers they decided to publish them in the contributors' alphabetical order.

Orders to E-Mail: post@asienkunde.de , single copy 12,50 Euro plus postage, further information: http://www.asienkunde.de/englishversion/index.html

 

ad 5) Kohle, Klimawandel und erneuerbare Energien in Asien
mehr: www.greenpeace.org/seasia/en  

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Unter dem Titel "Burning Our Future. Coal, Climate Change, and Renewable Energy in Asia" hat Greenpeace South East Asia im Oktober 2005 einen ausführlichen Bericht veröffentlicht, der sich mit den Folgen des Einsatzes von Kohleenergie auf den Klimawandel und die Lebens- und Gesundheitsbedingungen der Bevölkerung auseinandersetzt. Wir dokumentieren hier die Schlußfolgerungen dieses Berichts sowie eine Zusammenfassung einer Presseerklärung vom 21.6.2006, die sich kritisch mit der Politik der Asian Development Bank zu diesem Thema auseinandersetzt. Weiteres Hintergrundmaterial zum Thema findet sich ebenfalls auf der Webseite von Greenpeace Southeast Asia. 
Dieses Thema ist auch für uns von besonderer Bedeutung, weil einige deutsche Unternehmen aktiv als Lieferanten von Kohlekraftwerks-Technologie auf dem asiatischen Markt tätig sind - ebenso wie die Produzenten von Technologie für erneuerbare Energien.

Der Klimawandel ist Realität und einer der ernsthaftesten Probleme mit denen wir uns beschäftigen müssen. Wenn wir nichts dagegen unternehmen, werden die ärmsten Bevölkerungsgruppen am meisten von den extremen Wetterkapriolen wie Überflutungen, Dürrekatastrophen und Stürmen betroffen sein. Die sogenannten Industrieländer sind die Hauptverursacher für die Emissionen von Gasen, welche die globale Erwärmung vorantreiben. Und gerade diese Länder reagieren nicht darauf diese globale Bedrohung zu stoppen. Zugleich errichten transnationale Unternehmen der Industrieländer mit finanzieller Unterstützung derjenigen Regierungen unter anderem neue Kohlekraftwerke in Ländern des „Südens“.

Eines der dringendsten Probleme ist saubere, sichere und erschwingliche Energie für die grundlegendsten Bedürfnisse wie sauberes Wasser, Einrichtungen für die Gesundheitsfürsorge, Produktionsbedarf, Heizung und Beleuchtung zu gewährleisten, um das soziale Wohlbefinden und die Gesundheit von Gemeinschaften zu verbessern. Aber nur dafür zu sorgen, die Benützung von fossilen Brennstoffen weiter zu forcieren, ist für Entwicklungsländer kostspielig, darüber hinaus unzuverlässig, verursacht große Gesundheits-, Sozial- und Umweltprobleme und trägt zu der schon immensen Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre bei.

Wir benötigen dringend ein sauberes Energiesystem, welches in seinem Kern den Schutz der Umwelt trägt und die nachhaltige Entwicklung fördert. Ein Energiesystem, welches erschwinglich für Entwicklungsländer ist, und ihnen ermöglicht, den steigenden und unberechenbaren Ölpreisen entgegenzutreten. Ein Energiesystem, welches nicht die Bevölkerung mit externen Kosten belastet, die sie früher oder später zahlen müssen.

Energieerzeugung mittels Kohle ist eine der größten Verursacher von einem der meist verbreiteten Treibhausgasen - CO², ebenso ist diese eine gefährliche und umweltverschmutzende Energietechnologie, welche das Leben, die Gesundheit und den Lebensunterhalt von Gemeinschaften in ganz Asien beeinflusst. Trotz den Millionen von Dollar, die in die Forschung von sogenannter „sauberer Kohle-Technologie“ investiert wurden, ist der Gedanke absurd, dass Kohlenstoff, der von den Kraftwerken emittiert, gefangen, transportiert und irgendwo sicher für hunderte oder tausende von Jahren gelagert werden kann.

Und dennoch ist Asien dazu bestimmt, der Hauptmarkt für die Energieerzeugung mit Kohle für die nächsten Jahrzehnte zu sein. In diesem „business as usual“ Szenario existiert eine Allianz von Unternehmen wie BJHP Billiton, Rio Tinto, Anglo American, Enex und CLP, welche zusammen mit den größten Bank- und Exportvertretungen von Ländern wie Japan, USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Belgien, Kanada und Australien jeden Tag Investitionsentscheidungen tätigen, welche Entwicklungsländer in die umweltverschmutzende, alte und nicht nachhaltige fossile Brennstoff-Technologieschiene einzwängt.

Jeder dieser Entscheidungen verspätet den Übergang zu sauberen Energiesystemen und verursacht noch mehr CO² in der Atmosphäre. Zu einer Zeit wo die Mehrheit der OECD-Staaten zu Hause vermehrt in saubere Energietechnologie investieren, führen diese Doppelstandards ein, um ihre Kohle und umweltverschmutzenden Technologien an Entwicklungsländer zu verschleudern.

Aber der jetzige Zustand muss nicht so bleiben. Zunehmend reagieren quer durch Asien Gemeinschaften auf die Vorschläge für neue Kohlekraftwerke, indem sie für saubere und erneuerbare Energiequellen plädieren - das gleiche Recht zu sauberer Energie, an der auch eine steigende Zahl an Industrieländer gefallen finden. Auf den Philippinen hatte die Gemeinschaft von Pulupandan, nach einer Kampagne die vier Jahre dauerte, erfolgreich ein vorgeschlagenes Kohlekraftwerk abgewiesen und Pläne für einen Windpark an seiner Stelle vorangetrieben. In Thailand hatte die Gemeinschaft rund um Ban Krut und Bo Nok in der Prachuap Khiri Khan Provinz erfolgreich gegen zwei geplante Kohlekraftwerke gekämpft und diese wurden daraufhin nicht errichtet.

Mit Beginn des 21. Jahrhundert überlegen sich viele Entwicklungsländer auf der ganzen Welt, wie man den Energiebedarf decken kann. Aber die Welt ist sehr verschieden im Vergleich zum 19. Und 20. Jahrhundert. Es gibt neue, saubere Technologien, die statt Kohle genommen werden können, um die Energiebedürnisse in den Entwicklungsländern zu decken. Darüber hinaus kennen wir jetzt die wahren Kosten von Kohle; menschliche Gesundheitsbeeinträchtigungen und ökologische Schäden, soziale Spannungen und gefährlicher Klimawandel, alles von dem rechtfertigt die dringende Notwendigkeit für eine schnelle Verlagerung von fossilen Brennstoffen zu erneuerbarer Energie und Energieeffizienzmaßnahmen. Aber um das zu Erreichen und um wirklich mit einer sauberer Energierevolution zu beginnen, müssen Regierungen, Unternehmen, internationale Finanzinstitutionen und jeder von uns diese notwendigen Schritte tätigen.

Presseerklärung, Manila, den 21.6.2006

Greenpeace fordert von der Asian Development Bank (ADB), dass diese sich stärker und ambitionierter für erneuerbare Energieprogramme einsetzen soll. Die Umweltorganisation möchte auch, dass die ADB die Finanzierung von nicht-nachhaltigen Energieprojekten stoppt, welche maßgeblich das Klima negativ beeinflussen und dass  erneuerbare Energieprojekte forciert werden.

Während des jährlichen Treffens der ADB im Mai, kündigte diese einen 1 Milliarde Dollar „Saubere-Energie-Fond“ bis 2008 an. Jedoch ist Dr. Leipold, internationaler Geschäftsführer von Greenpeace besorgt, dass der Fond nicht nur für erneuerbare Energien verwendet werden wird, sondern unter diesem Deckmantel auch andere Technologien finanziert werden.

Der ADB-Präsident Haruhiko Kuroda meint, dass keine Region in der Welt so entscheidend für zukünftige Klimaveränderungen wie Asien sei und der Klimawandel eine Realität darstellt, die wir nicht länger ignorieren können. Die ADB hat vier Deklarationen zur Klimaveränderung und der Notwendigkeit nachhaltiger Energiealternativen infolge zunehmenden Protests aus Asien herausgebracht. Dennoch unterstützt die ADB weiter Projekte mit fossilen Brennstoffen.

Dr. Leipold, welcher auf der von der ADB organisierten „Clean-Energy-Conference“ in Manila referierte, erwähnte, dass die ADB ein 100% neues Portfolio für den Energiesektor benötigt.

Führende Wissenschaftler in Asien mahnen, dass bei keinem Umdenken sich die Armut in Asien insbesondere infolge von der erwarteten Zunahme von anhaltender Dürre, Überflutungen, Waldbränden, Ansteigen des Meeresspiegels und der Zunahme von tropischen Zyklonen verschlimmert.

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Tel.: +49-201-8303838, Fax: +49-201-8303830
weitere Kontakte unter www.asienhaus.de/ansprechpartner 
verantwortlich: Klaus Fritsche
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