Asienhaus-Rundbrief 19/2004, 8.11.2004

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In Kürze:
1) In eigener Sache: Beiträge für den Asienhaus-Rundbrief
2)
WASH Award 2004: Preis für Wasser-Studie des Asienhauses 
3) 20.11., Essen  - Workshop "HIV/AIDS in Asien"
4) 4.12., Bonn - Workshop "Dimension sozialer Probleme in Burma" 
5) Bochum: "Gedächtnis des Meeres", Tomiyama-Ausstellung 
6) ASIEN 93 erschienen

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ad 1) In eigener Sache: Beiträge für den Asienhaus-Rundbrief
Kontakt: klaus.fritsche@asienhaus.de

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Mit dem Asienhaus-Rundbrief informiert das Asienhaus neben asienbezogenen Entwicklungen in Deutschland über Entwicklungen in verschiedenen asiatischen Ländern. Die positive Resonanz zeigt sich in der zunehmenden Zahl von Lesern. So konnten wir in der letzten Woche den 900. Abonnenten begrüßen.

Um unser Angebot weiter zu verbessern, möchten wir Sie um Ihre Mitarbeit und um Vorschläge bitten. Welche Themen sollten wir in der kommenden Zeit aufgreifen? Sie können vielleicht selbst einen Artikel zur Veröffentlichung zur Verfügung stellen (Länge ca. 10.000 Anschläge)? Oder haben Vorschläge für Themen und AutorInnen? Über Ihre Rückmeldung freuen wir uns. 

ad 2) WASH Award 2004: Preis für Wasser-Studie des Asienhauses

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Die vom Asienhaus in Auftrag gegebene und von Andreas Harsono (Jakarta) verfaßte Studie über die Aktivitäten von RWE/Thames Water in Jakarta "From the Thames to the Ciliwung" (wurde im Oktober 2004 vom "Water Supply & Sanitation Collaborative Council" mit dem 3. Preis ausgezeichnet (siehe http://www.wsscc.org/dataweb.cfm?edit_id=413&CFID=598214&CFTOKEN=67123607). 

In dieser Studie, zum download verfügbar unter http://www.asienhaus.de/wasser/harsano-fromthethamestotheciliwung.pdf,  analysiert der Autor die Geschichte der Beteiligung von RWE/Thames Water bei der Privatisierung der Wasserversorgung in Jakarta sowie ihre Auswirkungen auf die Wasserversorgung in der indonesischen Hauptstadt. Eine deutsche Übersetzung wird in Kürze verfügbar sein.

ad 3) 20.11., 11-17 Uhr, Essen - Workshop "HIV/AIDS in Asien"
Information und Anmeldung: klaus.fritsche@asienhaus.de , zum Programm klicken Sie hier

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Im Zusammenhang mit der  Welt-Aids-Konferenz im Juli dieses Jahres gingen alarmie­rende Meldungen durch die Presse. Danach steigt die Zahl der infizierten Menschen insbesondere in Afrika, Asien und der ehemaligen Ostblockstaaten  weiter an. Gleichzeitig sind die Möglichkeiten der Bekämpfung von HIV/AIDS in vielen dieser Länder einge­schränkt: durch fehlenden politischen Willen, anhaltender Stigmatisierung der Betroffenen, aber auch durch fehlende finanzielle Mittel und  Gesundheitssysteme, die durch wirtschaftliche Liberalisierung und Privatisierung geschwächt sind und wegen internationaler Patentverträge den Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten nicht leisten können.

Laut Vereinte Nationen ignorieren viele Staats- und Regierungschefs asiatischer Staaten die AIDS-Problematik immer noch, oder messen ihr eine viel zu geringe Bedeutung bei.  Zwar beginnen einige Länder in Asien sich gezielter mit der AIDS- Problematik auseinanderzusetzen, so z. B. China mit einigen Jahren Verspätung, doch selbst gute Präventionsstrategien wie die von Thailand erleben Niederlagen durch fehlende politische Unterstützung. 

Internationale Gesundheitsexperten befürchten, dass Asien bis zum Jahr 2010 mit 40 Prozent an den jährlichen globalen Neuinfektionen mit HIV beteiligt sein wird, wenn nicht bald mehr Staaten des Kontinents wirksame Maßnahmen ergreifen. Zahlen für einige Länder Asien zeigen das Ausmass der zu erwartenden Entwicklung: Indien hat inzwischen mehr als 5 Millionen Infizierte und auch China spricht von offizieller Seite immerhin inzwischen auch von einer Million Opfer – Experten befürchten, dass die Infektionszahlen in China längst höher sind.

Auf diesem Workshop wird ein Überblick über die Entwicklung in Asien gegeben, die an den Beispielen Indonesien und Thailand vertieft werden. Dabei wird insbesondere auch auf die Aktivitäten der Pharma-Industrie und die Reaktion von Nichtregierungsorganisationen und sozialen Bewegungen  eingegangen. Eine kürzlich vom WDR ausgestrahlte Video-Produktion zeigt die Verantwortung der internationalen Konzerne für die Ausbreitung von AIDS in verschiedenen asiatischen Ländern. 

ad 4) 4.12., 11-17 Uhr, Bonn: Workshop "Burma - Dimension sozialer Probleme"
Information und Anmeldung: ulrike.bey@asienhaus.de, zum Programm klicken Sie hier!

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Soziale Notstände sind in Burma/Myanmar vielfältig und werden nicht nur von internationalen Organisationen und Hilfswerken der Vereinten Nationen thematisiert: Die weit verbreitete Armut, die desolate Gesundheitsversorgung, die Ausbreitung von HIV/AIDS, das unterentwickelte Bildungswesen, die besonderen Bedürfnisse von Frauen und Kindern. Die Situation bietet ausreichend Sprengstoff für die soziale Sicherheit das Landes. 

Ursache des unterversorgten Sozialsystems ist der mangelnde politische Wille der Militärregierung und die Prioritätensetzung zum Ausbau des Militärs. Eine langfristige Lösung der Problemlagen kann entsprechend nur durch politischen Wandel erfolgen. 

Bisher gibt es nur eine lückenhafte Dokumentation und Analyse des Systems sozialer Sicherung und wenig Ansatzpunkte für eine mögliche Unterstützung von außen. 

Ziel des Seminars ist es, einen Überblick über ausgewählte Bereiche des Sozialsystems in Burma/Myanmar zu geben. Die Bestandsaufnahme wird ergänzt durch die Erfahrungen der in verschiedenen Bereichen tätigen Akteure der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Sie stellen Lösungspotentiale und -kapazitäten zur Diskussion. Der Vortrag über die Vorstellungen vom buddhistischen Wohlfahrtsstaat rundet das Programm ab.

ad 5) Bochum: "Gedächtnis des Meeres", Tomiyama-Ausstellung in der Universitätsbibliothek 

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Die Eröffnung findet am Dienstag, den 23.11.04 um 17 Uhr auf Ebene 1 der UB statt und bildet den Auftakt des Internationalen Symposiums „Geschlechtergrenzen in Bewegung“ zum zehnjährigen Bestehen der Marie-Jahoda Gastprofessur an der RUB. Bis zum 15.2.05 ist sie von Montag bis Freitag zwischen 8 – 20 Uhr, an Samstagen von 11 – 15 Uhr geöffnet.Beeindruckende Kollagen und Drucke japanischen Künstlerin Tomiyama Taeko zeigt die Universitätsbibliothek Bochum im WS 04/05. Bekannt wurde Tomiyama Taeko (84) durch ihre künstlerische Aufarbeitung von Geschichte(n). Ihre frühen Arbeiten erinnern an die Verantwortung Japans bei Kolonialisierung und Krieg in Ostasien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Tomiyamas neue Arbeiten entstanden aus dem Bedürfnis der bereits 80jährigen, das Ansteigen von Gewalt weltweit und den Krieg im Irak (mit japanischer Beteiligung) zu Beginn des neuen Jahrtausends zu kommentieren und erneut für Versöhnung und Frieden zu appellieren.

Die Ausstellung entstand auf Anregung von und in Zusammenarbeit mit Prof. Ilse Lenz, Lehrstuhl für Frauen- und Sozialstrukturforschung, der Bibliothek für Ostasienwissenschaften und der Universitätsbibliothek Bochum. Die künstlerische Beratung erfolgte durch Prof. Beate Söntgen vom Kunstgeschichlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum.

Nähere Informationen: http://www.ub.rub.de/DigiBib/Aktuelles/Tomiyama.html (verfügbar ab 9.11.2004)

ad 6) ASIEN 93 (Oktober 2004)erschienen 
Kontakt und Bestellung: post@asienkunde.de   

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Die ASIEN-Ausgabe 93 (Oktober 2004) hat diesmal den thematischen Schwerpunkt Korea. Die zwei referierten wiss. Artikel befassen sich mit der Stabilität des nordkoreanischen Regimes und den Strukturdynamiken im Demokratisierungsprozess am Fallbeispiel Südkoreas; eine Sammelrezension zu Neuerscheinungen zu Nordkorea und ein Bericht über den südkoreanischen Autor Lee Hochol komplettieren das Schwerpunktthema. Die jüngsten Wahlergebnisse in den Philippinen werden kurz kommentiert und es wird untersucht, ob "Asia's Roaring Tigresses" – die Politikerinnen Asiens – im Superwahljahr 2004 tatsächlich an die Macht kommen. Konferenzberichte und Rezensionen runden die Ausgabe ab. 

Die Inhaltsverzeichnisse und Abstracts der Zeitschrift ASIEN (1981-2004) sowie die Möglichkeit der Online-Nachbestellung finden Sie unter http://www.asienkunde.de/asienzeitschrift/index.html. Ein Einzelheft kostet 12,50 € zzgl. Porto. E-Mail der Deutschen Gesellschaft für Asienkunde e.V. (DGA): post@asienkunde.de

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Bestellung und Abbestellung des Asienhaus-Rundbriefes
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Asienstiftung Essen/Asienhaus Essen, Bullmannaue 11, D-45327 Essen,
Tel.: +49-201-8303838, Fax: +49-201-8303830

Koreaverband: koreaverband@asienhaus.de
Philippinenbüro: philippinenbuero@asienhaus.de
SOA-Infostelle: soainfo@asienhaus.de
Burma.Initiative: burma@asienhaus.de

China-Projekt: chinaag@asienhaus.de 

Spendenkonto des Asienhauses: 8204102, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
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