Menschen(ge)recht, Sozial(ge)recht, Umwelt(ge)recht"
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Asienhaus-Rundbrief 2/2007, 2.3.2007

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In Kürze:
1) Zustiftungskampagne trägt erste Früchte
2) Neues zu Südasien

3)
Bildgalerie zu Osttimor
4) 12.-16.3.: Rundreise: Cadmium-Vergiftungen und Kampf um Menschenwürde in China
5) Südchina: Cadmium-Vergiftungen am Arbeitsplatz

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ad 1) Zustiftungskampagne trägt Früchte
Kontakt: klaus.fritsche@asienhaus.de; mehr Informationen

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Die Zustiftungskampage der Asienstiftung trägt die ersten Früchte. Bis Ende Februar sind die ersten Zustiftungen  in Höhe von 5.000 Euro gespendet worden. Das ist zwar ein kleiner Schritt auf den Weg zu unserem Ziel, bis Ende 2009 den Betrag von 350.000 Euro zu erhalten. Es ist aber ein Anfang, der Mut macht. Dieser Anfang zeigt aber auch, dass Zustiften auch mit kleineren Beträgen möglich ist.

Helfen auch Sie mit, eine unabhängige, kritische und an den Zielen sozialer Gerechtigkeit orientierte Asienarbeit in Deutschland zu stärken.

ad 2) Neues zu Südasien

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Wir möchten Sie auf zwei Informationsquellen zu Südasien hinweisen:

ad 3) Bildgalerie zu Osttimor
Webseite: http://www.dominicnahr.com/gallerytimor01.html

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Wir möchten Sie auf eine besonders eindrucksvolle Sammlung aktueller Bilder aus Osttimor hinweisen:
http://www.dominicnahr.com/gallerytimor01.html
Weitere Informationen über Osttimor finden Sie auf der Homepage der Deutschen Osttimor Gesellschaft. 

4)  12.-16.3.: Cadmiumvergiftungen und Kampf um Menschenwürde: Rundreise chinesischer Arbeiterinnen
Kontakt: peter.franke@asienhaus.de, siehe auch den Beitrag unter 5)

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Im Rahmen einer Rundreise durch Europa werden zwei Arbeiterinnen aus China über Arbeitsbedingungen und Gegenwehr in einer Batteriefabrik berichten. In Deutschland finden Veranstaltungen in Braunschweig, Hamburg und Düsseldorf statt. Für die Koordination der Rundreise ist Peter Franke (Asienhaus) verantwortlich.

Batterien für den Weltmarkt stellen die Gold Peak-Fabriken in Südchina her, wo die zwei Arbeiterinnen, Hu Xiaoping (30 Jahre) und Guo Meili (32 Jahre), gearbeitet haben und ihre Gesundheit ruiniert wurde.

Sie berichten über 

Braunschweig: Montag den 12.März 2007, um 19.00 Uhr im Altgebäude der Technischen Universität in der Pockelstraße, Hörsaal SN 19.1 

Hamburg: Mittwoch den 14. März 2007 um 18 Uhr 30 im Verdi-Center Gewerkschaftshaus Hamburg, Besenbinderhof 58

Düsseldorf: Freitag den 16. März 2007 um 19:00 Uhr im Haus der Kirche, Bastionsstrasse 6, Altstadt 

ad 5)  Südchina: Cadmiumvergiftungen am Arbeitsplatz
Kontakt: peter.franke@asienhaus.de, ausführliche Hintergrundinformationen

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Bereits seit 2003 sind in 3 Batteriefabriken in China der Gold Peak (GP) Industries (Holding) Ltd bei mindestens 400 Arbeiter/innen erhöhte Cadmium Belastungen festgestellt worden, davon mindestens 8 mit offensichtlichen Vergiftungserscheinungen. (knappe Chronologie siehe Newsletter Nr. 1 PC Global )

In Hong Kong wurden die Fälle bekannt und von der dortigen Gewerkschaft HKCTU sowie den NRO eine Kampagne zur Unterstützung der Entschädigungsforderungen der Betroffenen sowie Verbesserung der Arbeitsbedingungen organisiert. Der Globalisation Monitor (GM) entwickelt sich zur treibenden Kraft, veröffentlichte Berichte und rief bereits im Mai 2005 und Februar 2006 international zu einer Briefkampagne auf.

 Inzwischen hat GP eine Verleumdungsklage gegen HKCTU und GM in Hong Kong bei Gericht eingereicht. Die Solidarität mit den betroffenen Arbeiter/innen und nun auch den zivilrechtlich angeklagten Organisationen ist inzwischen weltweit angewachsen, dass selbst der ICFTU (Internationale Bund Freier Gewerkschaften) einen am 5. September 2006 einen offenen Brief an die in Hong Kong stattfindende Gesellschafterversammlung von GP geschickt hatte.

Am 3. November wurde GP im südchinesischem Huizhou (Provinz Guangdong) erneut von 146 Beschäftigten, 86 vom Xianjin and 60 vom Chaoba Betrieb, auf Entschädigung für Gesundheitsschädigung vergeklagt. Unterstützt werden sie dabei von dem Women and Gender Study Center der Sun Yat-sen University in Guangzhou, so berichtete China Labour Bulletin am 6.11.2006.

Erstmals strahlte inzwischen auch der nationale Fernsehsender Chinas, CCTV, am 10.12. 2006 eine ausführlichen Reportage über die Vergiftungen in den GP-Betrieben in Huizhou, worin auch von drei Todesfällen ehemaliger Arbeiterinnen berichtet wird. (deutsche Übersetzung auf der Webseite des Asienhauses).

Gold Peak, ein in Hong Kong ansässiges Unternehmen, ist einer der 10 größten Batteriehersteller weltweit mit 13 Produktionsstätten auf dem chinesischen Festland und weiteren in Taiwan, Philippinen, Malaysia, Singapur und Großbritannien sowie Vertriebsgesellschaften in Japan, Südkorea, Thailand, USA, Kanada und acht in Europa. In Deutschland sind GP Batterien überall erhältlich und werden von Düsseldorf aus vermarktet.

In Europa hat der holländische Gewerkschaftsbund FNV schon früh die Kampagnen in Hong Kong unterstützt. Auf einer Konferenz „Made in China“ am 3. März 2007 in Amsterdam werden nun zwei betroffene Arbeiterinnen aus chinesichen GP-Betrieben in einem Workshop zu Wort kommen und anschließend in weitere europäische Länder reisen, um über die Arbeitsbedingungen in den GP Betrieben zu berichten und für Solidarität im Kampf für ihre Entschädigungen zu werben.

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Tel.: +49-201-8303838, Fax: +49-201-8303830
weitere Kontakte unter www.asienhaus.de/ansprechpartner 
verantwortlich: Klaus Fritsche
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