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Asienstiftung, Bullmannaue 11, 45327 Essen
ASIENHAUS-RUNDBRIEF 2/11, 4.4.2011
Fit für's Asienhaus: Spendenlauf - 5,5 km - Mitlaufen - Spenden

Der Inhalt in Kürze


1.) 9.6., Essen: Fit für's Asienhaus - Mitläufer und Unterstützer gesucht!
2.) Nuklearkatastrophe: Atomenergieprogramme und Reaktionen in Asien      
      Asiatische Entwicklungsbank (ADB), China, Indien, Korea,  PhilippinenAndere
3.) Bericht Workshop "Asien in Europas Außenbeziehungen" 
4.) "Beziehungen Europa-Asien" - Hinweise auf weitere Projekte
5.) Veranstaltungen: Burma nach den Wahlen - Menschenrechte und Philippinen
6.) Neue Publikationen aus dem Asienhaus und verbundene Projekte

1.) 9.6., Essen: Fit für's Asienhaus: Spendenlauf - 5,5 km - Mitlaufen - Spenden

Kontakt: ute.koester@asienhaus.de 
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Laufen Sie mit beim 1. Essener Firmenlauf und unterstützen Sie das Asienhaus!

9. Juni, ab 18 Uhr - anschließend Party in der Gruga

Eine Mannschaft aus 5 Personen bildet den Kern und braucht für die 5,5 km noch Mitläufer. Also, laufen Sie mit und verbinden Sie Spaß, Sport und Unterstützung!  

Sie können nicht mitlaufen? Dann können Sie auch schon jetzt auf einen unserer Kern-Läufer setzen, das Spenden-Formular (eine E-Mail tut's auch) und nähere Informationen finden Sie hier.

Aufgestellt sind bisher - und alle Asienhaus-Vereine sind vertreten:
  • Michael Reckordt - Philippinenbüro
  • Maike Gabrowski - Aktionsbündnis Menschenrechte (Philippinenbüro)
  • Mela Badruddin - Südostasien Informationsstelle
  • Na-Rhee Scherfling - Korea Verband
  • Ute Köster - Burma Initiative (Asienstiftung)
Nähere Einzelheiten finden Sie hier!
Und hier können Sie die Läufer und das Asienhaus direkt mit einer Spende unterstützen.

2.) Nuklearkatastrophe in Japan - Atomenergieprogramme und Reaktionen in anderen Ländern Asiens 

Überblicke,  Asiatische Entwicklungsbank,  China, Indien, Korea, Philippinen, Andere
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Überblicke: Ausbau der Kernenergie wird in den meisten Ländern beibehalten, deutsche Regierung muss auch Förderung des Exports von Kernanlagen stoppen

Während in Fukushima der Kampf mit dem GAU der Atomkraftwerke weiter geht, rücken die Pläne für den Ausbau von Atomkraftwerken in anderen asiatischen Ländern in die Diskussion. In China sind bereits 13, in Indien sechs und in Südkorea zwanzig Atomkraftwerke in Betrieb. Darüber hinaus gibt es umfangreiche Ausbaupläne in China und Indien und Diskussionen über Baupläne in Bangladesh, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur, Sri Lanka, Thailand, Vietnam (siehe den Überblick der World Nuclear Association).

Die Reaktionen auf die Ereignisse in Japan sind unterschiedlich, der Kurs auf den Ausbau der Kernenergie wird von den Regierungen jedoch kaum in Frage gestellt. 

Zu erwähnen ist aber auch, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung nicht nur nach innen im letzten Jahr beschlossen hat, den Ausstieg aus der Atomenergie zu verlangsamen, sondern gleichzeitig die Förderung des Exports von Nuklearenergie-Anlagen wieder aufgenommen hat (siehe den Bericht auf Spiegel-Online).

Nur wenige der folgenden Links geben - mit Ausnahme von Indien - die zivilgesellschaftliche Diskussion in den asiatischen Ländern wieder. Wir arbeiten gerade daran, einen diesbezüglichen Überblick zu erstellen.

Asiatische Entwicklungsbank (ADB) lehnt Förderung von Atomenergie ab

Im Unterschied zur deutschen Regierung haben multilaterale Entwicklungsbanken wie die Weltbank und die Asiatische Entwicklungsbank 1999 bzw. 2009 beschlossen, Atomkraftwerke aufgrund von Investitions- und Sicherheitsrisiken nicht mehr zu finanzieren. (siehe das ADB-Positionspapier zu Entwicklungsstandards, siehe S.4).

China: ein anderes Moratorium ohne Baustopp

(Eine ausführliche Analyse der chinesischen Kernenergie-Politik finden Sie in den Hintergrundinformationen 16/2010 "China setzt auf Kernenergie" von Eva Sternfeld.)

Im März beschloss der bis zum 14. März in Beijing tagende Nationale Volkskongress einen massiven Ausbau der Kernenergie. Heute sind 13 Atomreaktoren mit 10,8 Gigawatt  in Betrieb. Bis 2020 sollen diese Kapazitäten auf 86 Gigawatt sogar verachtfacht werden. 25 Kernreaktoren sind gegenwärtig schon im Bau, weitere 50 in konkreter Planung. Darüber hinaus gibt es Vorschläge für 70 weitere Reaktoren.

Aber nur wenige Tage später, am 16. März, kamen neue Töne aus der chinesischen Hauptstadt. Die Regierung verkündete die Überprüfung ihres Atomprogramms. Ein Baustopp ist damit jedoch nicht verbunden, die sich im Bau befindlichen sollen jedoch auf ihre Sicherheit überprüft werden. Nur neue Genehmigungen, so vermuten Beobachter, ohne es genau zu wissen, werden vorerst auf Eis gelegt. 

Der Ausbau geht also weiter - wenn auch langsamer. Besonders kritisch wird bisher der Plan gesehen, ein AKW in der Nähe von Nanchong in der Provinz Sichuan  zu bauen. Dort war es zuletzt 2008 zu einem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,9 auf der Richterskala gekommen." (Quelle:  KAS: "Internationale Stimmungsbilder"auf Japan, S. 20))

Es bleibt zu hoffen, dass das Nachdenken zu einer Umkehr dieser Politik führt.

Indien: Pläne und Widerstand

Anders als in China gibt es in Indien eine breite Kritik  zivilgesellschaftlicher Organisationen am  indischen Atomenergie-Programm. Indien betreibt zur Zeit sechs AKW, weitere sechs sind im Bau. Auch gibt es z.B. Widerstand gegen den Bau von Atomkraftanlagen, die sich aus Ängsten vor Erdbeben, Umweltproblemen aber auch aus Widerstand gegen Landenteignungen speist. (Quelle:  KAS: "Internationale Stimmungsbilder"auf Japan, S. 22))

Die folgenden Links stammen mit einer Ausnahme aus "Down to Earth", dort sind weitere Artikel zu finden. 

Korea (Süd): Gute Verdienste durch den Export von Anlagen

In Südkorea gibt es 20 AKWs (11 weitere sind in Bau bzw. in Planung - nicht, wie ursprünglich gemeldet zwei), die sich in ländlichen Gebieten im Süden des Landes befinden - alle an der Küste und vergleichbar mit dem AKW Fukushima. Außerdem gehört die Ausfuhr nuklearer Technologie zu den Exportschwerpunkten von Südkorea. (Quelle:  KAS: "Internationale Stimmungsbilder" auf Japan, S. 22))

Philippinen: Revitalisierung von Bataan unwahrscheinlich

Unter Marcos hatten die Philiippinen 1973 begonnen, ein AKW in Bataan (nordwestlich von Manila) zu errichten. Statt der verabredeten 500 Millionen kostete das Kraftwerk 2,3 Miliarden US-Dollar, ist allerdings aufgrund von Mängeln und Zwischenfällen (zuletzt 1985) nie in Betrieb gegangen.  Präsidentin Aquino entschloss sich, noch unter dem Eindruck der Tschernobyl-Katastrophe im April 1986 das AKW entgültig still zu legen. Seitdem gibt es immer wieder Diskussionen, die "Bauruine" zu revitalisieren, überraschenderweise auch nach und während der Katastrophe von Fukushima, aber ohne realistische Chance auf Durchsetzung. 

Andere: Bangladesh,  Indonesien, Malaysia, Thailand, Vietnam

3.) Bericht Workshop "Asien in Europas Außenbeziehungen - Welche Rolle für NRO?"

Kontakt: Michael.Reckordt@asienhaus.de, Workshop-Dokumentation
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Am 26. Februar fand der Workshop "Asien in Europas Außenbeziehungen - Welche Aufgaben für NRO?" im Asienhaus in Essen statt. Der Workshop war auf großes Interesse gestoßen und hat die Bedeutung der thematisierten Fragen unterstrichen.

Jetzt stehen die meisten Präsentationen im Web zur Verfügung unter
www.asienhaus.de/europa-asien

Die Arbeit an diesem Thema wird fortgesetzt werden und wir werden Sie auf dem Laufenden halten. Aber auch Ihre Vorschläge sind willkommen, wie Ihre Bereitschaft zur Mitarbeit.

4.) Beziehungen "Asien und Europa" - Hinweise auf andere Projekte

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Das Thema "Asien und Europa" wird auch in anderen, vor allem wissenschaftlichen Aktivitäten thematisiert und erhält massive öffentliche Förderung. An dieser Stelle informieren wir über einige uns bekannt gewordene Projekte. Über Hinweise auf weitere Initiativen freuen wir uns.

5.) Veranstaltungen zu "Burma nach den Wahlen" und "Menschenrechtslage auf den Philippinen"

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An dieser Stelle möchten wir auf zwei Veranstaltungen hinweisen, die im Mai und Juni stattfinden werden. Mehr Informationen über diese Veranstaltungen und aktuelle weitere Informationen finden Sie unter www.asienhaus.de/veranstaltungen.

6.) Neue Publikationen aus dem Asienhaus und verbundene Projekte

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In den letzten Monaten sind verschiedene Publikationen von Mitgliedsvereinen des Asienhauses oder in Kooperation mit anderen Organisationen veröffentlicht worden. Hier eine kleine Auswahl:

Aufruf zu Demo am 10.4. in Tokio (plus weitere Anti-AKW-Poster - Klicke auf Bild)
Anti-AKW-Poster aus Japan

Malaysia: Widerstand gegen AKW-Planung
(zum Bericht auf Bild klicken)


Anti-AKW-Demo in Malaysia

Unterstützen Sie die Arbeit des Asienhauses

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Asienstiftung/Asienhaus
Bullmannaue 11
45327 Essen
www.asienstiftung.de
0201-8303838


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Presserechtlich verantwortlich: Klaus Fritsche, Asienstiftung, Bullmannaue 11, D-45327 Essen