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Asienstiftung,
Bullmannaue 11,
45327 Essen
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ASIENHAUS-RUNDBRIEF 3/11, 11.4.2011
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1.) Proteste gegen AKWs in asiatischen Ländern: 2.) Japan: Mehrere Tausend demonstrieren in Tokio - Warum trotz Hiroshima und Nagasaki kaum Widerstand gegen AKWs 3.) Fortsetzung: AKWs, Atomenergieprogramme und Reaktionen in Asien (Teil 2) China, Indien, Indonesien, Pakistan, Süd-Korea, Taiwan, Thailand 4.) Neu: Südostasien 1/2011 zu nachhaltigem Tourismus 5.) Neu: Südasien Schwerpunkt Bangladesh / Korea Forum 1-2/2010 6.) 27.-29.5.:, HeidelbergKonferenz "Körper und Psyche in Ost und West"
In Kürze sind Informationen zu AKWs in Asien auf unserer Webseite verfügbar! In Deutschland hat die Katastrophe in Fukushima zu tiefgreifenden Veränderungen im öffentlichen Bewusstsein geführt - mit der Folge einer energiepolitischen Umsteuerung. Dies ist einmalig schon im Vergleich zu den europäischen Nachbarn, umso mehr noch im Vergleich zu den asiatischen Ländern. Aber auch dort hat Fukushima in der Zivilgesellschaft zu Veränderungen geführt. Noch ist die Zahl derjenigen, die sich aktiv an den Protesten beteiligen, gering. In Südkorea demonstrierten mehrere hundert Menschen, in Taipeh waren es am 20.3. Fünftausend. In Indien gab es erstmals Demonstrationen in Delhi. Aktionen gab es auch in Malaysia und Hongkong (siehe die Berichte auf The up-rising of Anti Nuclear Power around the world since the Japan Quake on March 11. Die bisher geringe Zahl von an Demonstrationen Teilnehmenden spiegelt die geringe Bedeutung wider, die die Gefahren der Nuklearenergie bisher in den öffentlichen Diskussionen in asiatischen Ländern gespielt haben. Dies hatte zur Folge, dass auch nur wenige Initiaitven und NRO sich dieses Themas angenommen haben. Widerstand gab es deshalb, z.B. in Indien, zumeist lokal in der NÄhe von AKW-Standorten , "war aber landesweit wenig kohärent organisiert" (M. Köberlin). Größere Bedeutung wurde jedoch vielfach der Atomwaffen-Frage beigemessen. Es wird sich zeigen, ob der jetzt aufkeimende Widerstand gegen die Atomenergie sich weiter ausbreiten oder bald wieder in die Bedeutungslosigkeit versinken wird.
Am 10. April folgten in Tokio 3.000 bis 4.000 Menschen den Aufruf zu einer Demonstration gegen Atomenergie und zu einer Energiewende. Die Organisatoren waren laut Tagesschau über die unerwartet große Zahl von Teilnehmenden überrascht. Für viele ausländische Beobachter stellt sich jedoch die Frage, warum trotz der Erfahrungen mit Hiroshima und Nagasaki keine starke Antiatomkraft-Bewegung entstanden ist.
Die folgenden Informationen über AKWs in Asien, Auswirkungen von Fukushima und Aktivitäten von zivilgesellschaftlichen Organisationen knüpfen an die Ausgabe 2/2011 des Asienhaus-Rundbriefes an, erweitern und vertiefen sie. Ergänzend zu den HInweisen im Asienhaus-Rundbrief 2/2011 hier zwei weitere Links auf Artikel, die sich mit dem Stand der öffentlichen Debatte befassen.
Indonesien: Wohin geht der Weg? Das Nautilus-Institut hat auf seiner Webseite eine ausführliche Dokumentation der Vorschläge für das Atomenergieprogramm in Indonesien zusammengestellt. Pakistan: Ein GAU wäre nicht zu bewältigen Mit
der Situation in Pakistan befasst sich ein vom Atomphysiker Pervez
Hoodbhoy verfasster und von der Heinrich-Böll-Stiftung in Auftrag
gegebener Artikel. Pakistan kann einen GAU nicht bewältigen. Südkorea: Gute Verdienste durch den Export von Anlagen Hier wollen wir die im Asienhaus-Rundbrief 2/2011 erhaltenen Links zur Atomenergie in Südkorea ergänzen:
Debatten über den Atomeinstieg (von Jost Pachaly, Büroleiter der Heinrich-Böll-Stiftung Bangkok): Wie bereits in der letzten Ausgabe berichtet, hat die thailändische Regierung bisher nur Planungen für den Bau von AKWs. Der Artikel beschreibt die Reaktionen in der Regierung, aber auch die Debatten und Forderungen von NRO und von Gemeinden, die vom Bau der AKWs betroffen sein würden.
Hier geht es zum Inhalt und zu ausgewählten Artikeln In der Ankündigung des Heftes heißt es:Unter dem Slogan: „Heute buchen, morgen zahlen,“ möchten wir mit dieser Ausgabe kritische Fragen zum Thema nachhaltiger und sozialverträglicher Tourismus aufwerfen. Denn solange die derzeitigen Strukturen der Weltwirtschaft, die Verletzung der Menschenrechte oder auch die Unterdrückung der Frauen existieren, werden wir auch den Massentourismus mit all seinen negativen Folgen nicht abstellen können. Doch wir können es immer wieder auf die Tagesordnung setzen.
Neben der Zeitschrift Südostasien möchten wir auf zwei weitere Publikationen hinweisen, die von Mitgliedern bzw. Partnern des Asienhauses veröffentlicht werden: "Südasien" und das "Korea Forum".
Fachleute und Interessierte aus u.a. China, Indien und Deutschland, aus verschiedenen Ländern in Ost und West, werden sich vom 27. bis 29. Mai 2011 in Heidelberg treffen und Erfahrungen, Wissen und Denkanstöße zu Konzepten von Psyche und Körper austauschen. Das besondere daran ist der erwartete Therapieschulen und Kulturen übergreifende Austausch. |
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