Asienhaus-Rundbrief 5/2005, 5.3.2005

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21. Mai: 10 Jahre Asienhaus - Eine Idee macht ihren Weg!
Mehr: http://www.asienhaus.de/10jahre
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In Kürze:
1) Zweites Anke-Reese-Stipendium vergeben: Henriette Matthieu in Bangladesch
2) Neue Publikationen aus dem Asienhaus

3) 10 Jahre Asienhaus - Eine Idee macht ihren Weg!
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ad 1) Zweites Anke-Reese-Stipendium vergeben
Kontakt: klaus.fritsche@asienhaus.de 

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Seit 2004 stellt das Asienhaus zur Förderung von Praktikanta in asiatischen NRO einmal jährlich das Anke-Reese-Stipendium zur Verfügung. Es ist zur Zeit mit 750 Euro dotiert. Das für diesen Zweck zur Verfügung stehende Kapital, das als Sondervermögen der Asienstiftung verwaltet wird, beträgt zur Zeit 16.000 Euro. Nähere Einzelheiten finden Sie unter www.asienhaus.de/ars.

In diesem Jahr hat sich das Auswahlgremium für Henriette Mathieu entschieden, die seit Mitte Februar 2005 ein viermonatiges Praktikum in Dhaka (Bangladesh) bei der NGO  Nari Maitree absolviert. Als Studentin durchläuft sie gerade eine Ausbildung im Fach "Theatre and Media for Development" und setzt ihr Wissen in Dhaka insbesondere im Themenbereich Frauen- und Kinderrechte. In Deutschland arbeitet Henriette Matthieu u.a. in der entwicklungspolitischen Straßentheatergruppe "Piquete" mit.

Hier finden Sie Ihre nähere Einzelheiten (pdf, 360 KB) über das Thema "Theater for Development", die Arbeit von Nari Maitree und die Tätigkeiten, die Frau Mathieu im Rahmen ihres Praktikums absolviert.

ad 2) Neue Publikationen aus dem Asienhaus
Bestellungen: vertrieb@asienhaus.de  

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ad 3) 21. Mai: 10 Jahre Asienhaus - Eine Idee macht ihren Weg
Kontakt: 10jahre@asienhaus.de, siehe auch www.asienhaus.de/10jahre 

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Am 21. Mai feiert das Asienhaus im Rahmen einer Veranstaltung sein 10jähriges Bestehen. Im folgenden finden Sie einen Artikel von Klaus Fritsche, Geschäftsführer des Asienhauses, der einen Überblick über die Entwicklung gibt.Eine bebilderte Kurzchronik befindet sich im Jahresbericht 2004, der jetzt zum download zur Verfügung steht. Diese Chronik können Sie aber auch einzeln einsehen (pdf, 288 KB). Das Programm der Veranstaltung, zu der wir Sie herzlich einladen, finden Sie auch im Jahresbericht sowie auf unserer Webseite.

Tief im Essener Norden, inmitten der ehemaligen Anlagen der Zeche Zollverein, die sich jetzt in ein internationales Zentrum für „Kultur und Design“ verwandeln, hat mit dem Asienhaus ein ungewöhnliches und zukunftsweisendes Projekt seinen Sitz gefunden. Von hier gehen Initiativen aus, die zivilgesellschaftliche Organisationen in Asien und Europa verbinden, die über sonst kaum gehörten Seiten der Realität in den asiatischen Ländern berichten und die sich für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Schutz der Umwelt einsetzen. Am 21. Mai wird das Asienhaus sein 10jähriges Bestehen feiern. Dies ist nicht Zeit nur für eine Bilanz des bisher Erreichten, sondern auch für einen Ausblick in die Zukunft.

Der Grundstein

Am Anfang standen mit dem Korea Verband, dem Philippinenbüro, dem Südasienbüro und der Südostasien-Informationsstelle vier Vereine, die in der Zusammenarbeit unter einem Dach ihre Arbeit stärken wollten. Aber auch gute Ideen benötigen Geld zu ihrer Realisierung. Ein Grundstock wurde gelegt von Günter Freudenberg, damals Vorsitzender des Korea Verbandes, und der von ihm mit 600.000 DM gegründeten Asienstiftung.

Aber weitere Mitspieler waren notwendig. Sie fanden sich zum einem im Evangelischen Entwicklungsdienst, der die Idee von Beginn an tatkräftig förderte, Misereor, die das Projekt in den ersten Jahren institutionell förderte und der „Stiftung Umverteilen“, das die in Essen gefundene Immobilie kaufte und an die Asienstiftung verpachtete. Nach einer mehrjährigen Vorlaufzeit war es dann 1995 soweit: Das Asienhaus wurde bezogen und am 19. Mai mit der Veranstaltung „Asien - mehr als Mitsubishi und Balis Strände“ eröffnet.

Krise: Die Chance wurde genutzt

Viele Projektbeteiligte bedeutete aber auch eine Vielzahl von unterschiedlichen Interessen. So standen bald zwei Auffassungen gegenüber. Die eine, die das Asienhaus eher als eine Zweckbürogemeinschaft aus unabhängigen Vereinen betrachtete, und die andere, für die das Asienhaus einheitlich nach außen auftreten und in dem die Vereine perspektivisch aufgehen sollten. Zu hohe Erwartungen an durch das Asienhaus einzuwerbende Ressourcen und Auseinandersetzungen über den Einsatz der vorhandenen Mittel verstärkte 1997 diesen Konflikt.

Aber die weiter im Asienhaus verbliebenen Vereine und die Asienstiftung wendeten die Krise positiv. Zwar bestanden unterschiedliche Auffassungen fort, aber die Entscheidung über die zukünftige Form des Asienhauses wurde der zukünftigen Entwicklung überlassen. Dies ermöglichte ein produktives Zusammenarbeiten und setze Energien für die weitere Entwicklung des Asienhauses frei.

Es geht voran

Und so wurden die Ärmel aufgekrempelt. Neben den Aktivitäten und Publikationen der Vereine traten zunehmend direkt beim Asienhaus angesiedelte Initiativen. Mit der Gründung der Burma.Initiative and der Bildung der China-Arbeitsgruppe wurde der regionale Focus erweitert, mit Themen wie „nachhaltiger Entwicklung in Asien und Europa“, Islam in Asien, Asiatische Entwicklungsbank (ADB) und jetzt zuletzt durch das Projekt „Armut, soziale Ungleichheit und Globalisierung“ der thematische. In dieser Arbeit entwickelte sich nicht nur eine enge Zusammenarbeit anderen Organisationen und Universitäten in Deutschland, sondern auch die Beziehungen zu Partnern in den asiatischen Ländern wurde gestärkt. Die Angebote des Asienhauses wurden zunehmend nachgefragt - so hat z.B. unsere Homepage monatlich mehr als 30.000 „Besucher“.  Das Asienhaus gilt heute als eine wichtige Anlaufstelle für Informationsangebote wie für den zivilgesellschaftlichen Dialog mit Asien

Der Einsatz hat sich bezahlt gemacht

Und diese Entwicklung hat Früchte getragen. Durch Zustiftungen konnte unsere finanzielle Basis gestärkt werden. Im Mai 1998 erhielten wir von Afred Whitman Baldwin 700.000 US-$, die uns den Erwerb der Immobilie Bullmannaue mit Hilfe eines Bankkredits ermöglichte. Und im Juni 2002 stiftete der jetzige Vorsitzende der Asienstiftung 255.000 Euro, um die Struktur des Asienhauses und seiner Mitgliedsvereine zu stärken.

Von dieser positiven Entwicklung profitierten auch die Mitgliedsvereine des Asienhauses. Die Projekte stärken die inhaltliche Arbeit der Büros, wie diese von deren Kompetenz profitieren. Zudem können die Vereine eine ausgebaute Infrastruktur nutzen, wurden zunehmend Verwaltungsaufgaben (Buchführung, Personalverwaltung, Zeitschriftenvertrieb) durch beim Asienhaus angesiedelte Stellen übernommen.

Blick nach vorn

Obwohl wir zufrieden auf die vergangenen 10 Jahre zurückblicken können, ist Selbstzufriedenheit fehl am Platz. Angesichts der zunehmenden Bedeutung der deutsch/europäisch-asiatischen Beziehungen in einer sich globalisierenden Welt wie den negativen sozialen und ökologischen Folgen der neoliberalen Politik verstärkt sich die Notwendigkeit einer Einrichtung wie dem Asienhaus, über die Entwicklungen in den asiatischen Ländern zu informieren und die Kontakte zwischen deutschen und asiatischen Zivilgesellschaften zu stärken. Der weitere Ausbau unserer regionalen und thematischen Kompetenz ist dabei eine wichtige Aufgabe.

Um diese Aufgaben unabhängig von Einflußnahme von außen erfüllen zu können, müssen wir vor allem auch an der Stärkung unserer finanziellen Basis arbeiten und mehr Menschen als bisher für die ideelle und finanzielle Unterstützung des Asienhauses gewinnen.

Die Asienhaus-Gemeinschaft stärken 

Schon jetzt könnten wir die vielfältigen Aufgaben ohne die große ehrenamtliche Mitarbeit nicht leisten. Auch gibt es viele Menschen, die unsere Ziele teilen. Sie stärker in einer Asienhaus-Gemeinschaft zusammenzuführen und zu ihrer Vernetzung beizutragen, ist eine der wichtigen vor uns liegenden Aufgaben. Die Veranstaltung zum 10-jährigen Bestehen des Asienhauses am 21. Mai wird ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein. Sie sind zum Mitmachen herzlich eingeladen.

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Bestellung und Abbestellung des Asienhaus-Rundbriefes
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Asienstiftung Essen/Asienhaus Essen, Bullmannaue 11, D-45327 Essen,
Tel.: +49-201-8303838, Fax: +49-201-8303830

Koreaverband: korea
-verband@asienhaus.de
Philippinenbüro: philippinenbuero@asienhaus.de
SOA-Infostelle: soainfo@asienhaus.de
Burma.Initiative: burma@asienhaus.de

China-Projekt: chinaag@asienhaus.de 
Sozialprojekt: sozialprojekt@asienhaus.de 

Spendenkonto des Asienhauses: 8204102, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
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