Asienhaus-Rundbrief 7/2005, 15.4.2005

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21. Mai: 10 Jahre Asienhaus - Eine Idee macht ihren Weg!
Mehr: http://www.asienhaus.de/10jahre
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In Kürze:
1) Wir begrüßen den 1.000 Abonnenten des Asienhaus-Rundbriefes 
2) 30.4., Bonn: Nepal-Tag 2005
3) 28.4., Berlin: Zum Deutsch-Chinesischen Rechtsstaatsdialog
4) Buchankündigung: Fragile Inselwelten - Tourismus, Umwelt und indigene Kulturen
5) Textilindustrie in Bangladesh: 80 Stunden für 3,25 Euro 
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ad 1) Wir begrüßen den 1.000 Abonnenten des Asienhaus-Rundbriefes
Kontakt: rundbrief@asienhaus.de 

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Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns, dass die Zahl unserer AbonnentInnen jetzt die 1.000 überschritten hat. Wir freuen uns über Ihr Interesse. Wir möchten auch die Gelegenheit nutzen, unser Angebot zu erneuern, durch Ihren Beitrag den Asienhaus-Rundbrief inhaltlich mitzugestalten.

Mit freundlichen Grüßen, Klaus Fritsche

ad 2) 30.4., Bonn: Nepal-Tag 2005
Kontakt/Anmeldung:
info@deutsch-nepal.de,  

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Am 30. April/1. Mai veranstaltet die Deutsch-Nepalesische Gesellschaft ihren alljährlichen Nepal-Tag, der dieses Jahr unter dem Titel "Nepal - Auf dem Königsweg?" steht. Zum Programm und zu Informationen zur Anmeldung klicken Sie hier.

ad 3) 28.4., Berlin: Zum deutsch-chinesischen Rechtsstaatsdialog
Kontakt: institut@icolair.de

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Unter dem Titel "Der Lange Weg Chinas zum Recht" stellt das Institut für Arbeit eine Denkschrift zum fünfjährigen Bestehen des Deutsch-Chinesischen Rechtsstaatsdialog vor. Es referieren die Autoren Rolf Geffken, Jan Bornemann und Kei-lin Ting. Die Veranstaltung findet am 28.4., 19.00 Uhr, statt. Der Eintritt ist frei. Ort: „Haus der Demokratie“, Raum 0106, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin.

Seit fünf Jahren existiert zwischen China und Deutschland ein sogenannter "Rechtsstaatsdialog. Dieser diente wiederholt als Argument, dass sich die Bundesregierung erfolgreich um eine Verbesserung der Menschenrechtssituation in China bemühe. Insbesondere in der Debatte um den Waffenexport nach China wurde dies Argument verwendet. Doch kaum jemand weiß, wer was wo und in welcher Intensität bislang in und mit China diskutiert hat. Wie sieht dieser Dialog aus ?  Gibt es sichtbare Erfolge ? Wie sieht die weitere Perspektive dieses Dialogs aus ? Mit diesen Fragen setzen sich die Autoren und ReferentInnen auseinander. Sie legen erstmals eine umfassende Denkschrift zum Dialog und zur Lage des chinesischen Rechts heute vor. 
 

ad 4) Fragile Inselwelten - Tourismus, Umwelt und indigene Kulturen
von M. Waibel, T. Thimm und W. Kreisel (Hg.)

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Wir möchten Sie auf das gerade beim Horlemann-Verlag erschienene Buch hinweisen. Weitere Informationen finden Sie unter  http://www.geogr.uni-goettingen.de/kus/apsa/apsa_lit.htm#PFBand9

Fragile Inselwelten - Tourismus, Umwelt und indigene Kulturen

Die Tsunami-Flutkatastrophe vom 26.12.2004 mit insgesamt fast 300.000 Toten hat deutlich gemacht wie fragil insbesondere Inseln sind. Aufgrund der großen Zahl internationaler Touristen in den Ferienparadiesen Süd- und Südostasiens hat noch keine andere Naturkatastrophe bislang so viele Opfer aus so vielen verschiedenen Kontinenten und Ländern gefordert.

Ziel des Bandes ist es, Herausforderungen und Probleme des Inseltourismus vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit und der Partizipation indigener Kulturen darzustellen. Dabei ist den Herausgebern eine interdisziplinäre Betrachtungsweise überaus wichtig, was sich in unterschiedlichen akademischen Fachdisziplinen der Autoren niederschlägt. Neben Inseln der pazifischen Inselwelt wie Fiji, Französisch-Polynesien oder Rapa Nui finden sich in vorliegendem Band Untersuchungen über Inseln im Indischen Ozean wie den Malediven, den Seychellen oder den Nikobaren und Andamanen, des südchinesischen Meers, der Karibik sowie des Mittelmeers.Dieser neunte Band der Reihe Pazifik Forum beinhaltet Beiträge von K. Vorlaufer, M. Domrös, U. Delius, T. Thimm, H. Karrasch, O. Hörstmeier, H.. Faust & J. Winter, D. Lange, S. Schmitz, A. Zimmermann, Abby Lui & G. Wall, R. Aschemeier, T. Reeh & W. Kreisel.

ad 5) Textilindustrie in Bangladesh: 80 Stunden für 3,25 Euro
von Annette Greier, Kontakt: netz@bangladesh.org 

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Jede und jeder Deutsche kommt immer wieder hautnah mit Bangladesch in Berührung. Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch. Denn gleich welches Etikett Ihre Hose oder Ihr T-Shirts trägt, alle großen Kauf- und Versand-Häuser führen Kleidung im Sortiment, deren Nähte von jungen Bengalinnen gefertigt sind. Der folgende Artikel informiert insbesondere über die Situation in Betrieben, die für das deutsche Unternehmen Tchibo produzieren (Informationen dazu am Ende des Artikels).

„Made in Bangladesh“ auf der Haut: da gehen einem manche Meldung unter die Haut. Die Bangladesch-Zeitschrift NETZ berichtet in ihrer neuesten Ausgabe über die katastrophalen Arbeitsbedingungen der Textilindustrie Bangladeschs und gibt Anregungen, wie man sich für die Einhaltung von Sozialstandards einsetzen kann. Die Zeitschrift wird von der Organisation NETZ herausgegeben, die auf Bangladesch spezialisiert ist (www.bangladesch.org). Wir veröffentlichen hier einen Auszug aus dem NETZ-Sonderheft „Hautnah – Mode made in Bangladesh”. Das Heft kostet 2,- Euro und kann bestellt werden bei netz@bangladesch.org

80 Stunden wöchentlich für 3,25 Euro
Die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie Bangladeschs

Eine Arbeiterin berichtet: wenn wir etwas falsch machen oder wenn der Aufseher glaubt, dass wir nicht richtig arbeiten, schreit er uns an und sagt Dinge wie ‚Du bist die Tochter eines Hundes’. Wenn ein Mädchen mit einer anderen auf der Treppe redet, beschimpft er uns, wir sollten außerhalb der Fabrik reden. Wenn wir unser Ziel nicht erreichen, hören wir Dinge wie wir seien zu blöd für diese Art von Arbeit. Manchmal beschimpfen sie unsere Eltern oder drohen uns und sagen Worte wie ‚Wenn du dich nicht beeilst, werde ich einen Stock in dich bohren.’ Ich habe Angst und wage nichts zu sagen.“

Einschüchterung

Bangladesch exportiert viele Kleidungsstücke nach Deutschland. Unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden, erforschte eine Studie, die im Frühjahr 2004 von der „Kampagne für Saubere Kleidung und NETZ in Auftrag gegeben wurde. Dabei wurden Betriebe untersucht, die für das deutsche Unternehmen Tchibo produzieren.

Die Schwierigkeit dieser Studie bestand zum einen darin, genügend Personen für die Interviews zu finden. Wegen der langen Schichten sowie der vielen Überstunden wurden Termine immer wieder abgesagt. Zum anderen ist es für Frauen in Bangladesch traditionell schwierig, eine freie Meinung zu äußern, was gegenüber Außenstehenden noch verstärkt gilt. Die Frauen, die in den Textilfirmen arbeiten, leben in einer Umgebung der Einschüchterung – nicht nur während der Arbeit, sondern auch zu Hause. 

 Arbeitszeiten

Die tägliche Arbeitszeit in den untersuchten Firmen beträgt 11 bis 14 Stunden, wobei den Arbeiterinnen eine unbezahlte Pause von einer – manchmal sogar nur einer halben – Stunde zugestanden wird. Die Arbeit beginnt um 8 Uhr morgens und endet zwischen 20 und 23 Uhr. Zu Stoßzeiten werden kurzfristig Nachtschichten eingelegt, bei denen den Arbeitnehmerinnen höchstens zwei Stunden Schlaf bleiben. Die Arbeit wird, unterbrochen von zwei Pausen, bis 3 oder gar 5 Uhr am nächsten Morgen fortgesetzt. Dann können die Arbeiterinnen ein bis zwei Stunden in der Firma ausruhen, gegen 6 Uhr nach Hause gehen, um kurz zu duschen und zu frühstücken, bevor pünktlich um acht die neue Schicht beginnt. 

Sieben Arbeitstage in der Woche

Wer innerhalb der üblichen Arbeitszeit das vorgegebene Soll nicht erfüllt, muss ohne Lohnausgleich nacharbeiten. Es gibt kein Wochenende, sieben Arbeitstage sind – mit wenigen Ausnahmen – in den Textilfabriken der Standard. Selbst am Freitag, der eigentlich arbeitsfrei sein sollte, müssen die Frauen oft bis 17 oder 18 Uhr arbeiten. Immer wieder werden Überstunden ohne zusätzliche Bezahlung eingefordert. Auf der anderen Seite behalten die Fabrikbesitzer häufig die Löhne ein, um so die Arbeiterinnen an die Fabrik zu binden. Wie die Frauen ihre Familie und vor allem die Versorgung ihrer Kinder während der Arbeit organisieren, bleibt fast ausschließlich ihnen selbst überlassen. Firmeneigene Einrichtungen zur Kinderbetreuung gehören in Bangladesch zu den großen Ausnahmen. Entsprechend gibt es auch keinen Mutterschutz. Nur in wenigen Fällen stehen den Frauen drei Monate bezahlte Mütterzeit zu. In den meisten Fällen aber müssen sie ihren Arbeitsplatz für diese Zeit kündigen und können, wenn sie Glück haben, danach bei gleichem Lohn dorthin zurückkehren. Nicht selten aber müssen die Frauen wieder beim niedrigen Einstiegsgehalt beginnen. 

Fluchtwege verschlossen

Sicherheit und Hygiene waren bei der Untersuchung zum Teil in haarsträubendem Zustand. Die kleinste der untersuchten Firmen hatte um die 700, die größte etwa 1400 Mitarbeiter. Trotzdem gab es jeweils nur einen Zu- und Ausgang, der zudem während der Arbeitszeiten noch verschlossen ist. Bei Feuer ist somit für die Arbeiterinnen der wichtigste Fluchtweg versperrt. Diese in Bangladesch übliche Praxis ist eine Ursache dafür, dass allein in der Hauptstadt Dhaka in den vergangenen 14 Jahren bei 35 Unfällen in Bekleidungsfabriken etwa 300 Textilarbeiter und -arbeiterinnen getötet sowie 150 verletzt wurden. Andere Faktoren für diese Zahlen sind überfüllte Räume, schlechte Beleuchtung und schlechte Belüftung. Hinzu kommen eine unzureichende Ausrüstung mit Feuerlöschern sowie die mangelhafte Ausbildung von Mitarbeitern bei der Handhabung dieser Geräte. 

Krankheitsursache Erschöpfung

Nicht unterschätzt werden darf die einfache Tatsache, dass die Arbeiterinnen durch die viele Stunden andauernde, anstrengende Arbeit manchmal schlichtweg zu erschöpft sind, um angemessen zu reagieren. Bei Erkrankungen lautet vor allem bei den Frauen deshalb die meistgestellte Diagnose: völlige Erschöpfung. Durch die langen Schichten, die Mehrfachbelastung durch Arbeit und Familie sowie mangelhafte Ernährung magern viele Frauen ab und haben keine Widerstandskräfte mehr. Hinzu kommen weitere gesundheitlichen Belastungen: Rückenschmerzen verursacht durch die immergleiche Arbeitshaltung, Lungenprobleme vor allem in Firmen mit Wollprodukten und nicht zuletzt Blasenprobleme. Letztere haben ihren Ursprung in der bizarr anmutenden Praxis, dass die Benutzung der Toiletten durch die Vorarbeiter geregelt wird. In anderen Firmen dürfen Arbeiterinnen während ihrer Schicht generell lediglich zweimal die Toilette aufsuchen. Offiziell gilt diese Regelung, weil die Angestellten angeblich die Zeit mit Schwatzen verschwendeten. Tatsächlich wird dadurch aber kontrolliert, wer wie oft pausiert. 

Sexuelle Belästigung

Zusätzlich werden die Frauen psychisch und physisch durch sexuelle Übergriffe belastet. Ihnen wird ein zweifelhaftes moralisches Verhalten unterstellt, weil sie sich außerhalb des häuslichen Bereichs – wegen der Überstunden zum Teil sogar spätabends – bewegen. Dadurch kommt es häufig zu sexuellen Übergriffen, angefangen von verbalen Belästigung bis hin zu Überfallen mit Vergewaltigung und Mord. In den Fabriken selbst wird zwar offiziell streng darauf geachtet, dass Frauen und Männer möglichst keinen Kontakt haben, doch einige der Interviewten berichteten von Übergriffen durch Kollegen und Vorgesetzte. Auch außerhalb der Firmen sind sie gefährdet. Selbst wenn die Frauen in Gruppen und auf direktem Wege nach Hause gehen, bietet dies nur einen unzureichenden Schutz. Von der Polizei haben die Arbeiterinnen wenig Hilfe zu erwarten und werden stattdessen manchmal sogar unter dem Verdacht der Prostitution verhaftet.  

Einstiegsgehalt 12,40 im Monat

Das Einstiegsgehalt liegt in etwa beim Mindestlohn. Der wurde jedoch seit 1994 nicht mehr erhöht. Er beträgt für ungelernte Arbeiter etwa 930 Taka – also 12,40 Euro – im Monat. Ein Anrecht auf Gehaltssteigerung gibt es nicht, auch nicht auf Beförderung. Es ist nicht unüblich, dass das Einkommen nach fünf Jahren lediglich um zwei Euro angestiegen ist. Der höchste Monatslohn, der bei der Untersuchung angegeben wurde, lag bei 27 Euro. Doch bedeutete dies eine klare Ausnahme. Die Regel sind vielmehr Gehälter im Mindestlohnbereich, wobei Frauen noch einmal zusätzlich benachteiligt werden. Sie erhalten trotz gleicher Arbeitsleistung generell eine niedrigere Entlohnung. Die Auszahlung der Gehälter erfolgt nur unregelmäßig. Überstunden werden von den Fabrikbesitzern willkürlich – stets zum Nachteil der Arbeiter und Arbeiterinnen – abgerechnet. Nicht eine einzige Fabrik bezahlte den gesetzlich vorgeschriebenen doppelten Lohn für Überstunden. Doch die Mitarbeiter haben in der Regel keinen Arbeitsvertrag, und die Stunden werden nicht erfasst. Deshalb haben sie kaum eine Möglichkeit, die gerechte Bezahlung zu kontrollieren und einzufordern. Dementsprechend gibt es bei den Arbeitnehmerinnen und -nehmern ein allgemeines Gefühl, in Bezug auf die Überstunden bestohlen und betrogen zu werden.

Lohnkürzung bei Krankheit

Erkrankt ein Arbeiter oder eine Arbeiterin plötzlich oder kann aus anderen Gründen einen Tag nicht zur Arbeit erscheinen, wird das Gehalt um zwei Tage gekürzt. Bei verspätetem Erscheinen muss der oder die Verspätete für eine Stunde vor den anderen Arbeitern stehen. Anschließend muss er oder sie, natürlich unentgeltlich, die versäumte Zeit nacharbeiten. Erkrankt jemand während der Arbeitszeit, ist es nicht gestattet, einen Arzt aufzusuchen. Noch nicht einmal eine Pause, um sich zu erholen, ist erlaubt. In einigen Firmen besteht immerhin die Möglichkeit, während einer Krankheit ohne Lohnausgleich abwesend zu sein. Offiziell werden den Arbeitern und Arbeiterinnen in den Firmen jährlich 10 freie Tage zugestanden, dazu kommen 14 Tage bei Krankheiten. In der Realität trifft das jedoch nur für einen Teil der Betriebe zu.

 Preisdruck

Die Globalisierung hat in allen Teilen der Wirtschaft Einzug gehalten, das gilt nicht nur für den Textilsektor. Die Einkäufer der westlichen Firmen profitieren von dieser Entwicklung. Sie nutzen die Konkurrenz der Textilfirmen in Bangladesch zu ihrem Vorteil und drücken die Preise. Die schlechte Bezahlung der Arbeiterinnen und die Einsparungen bei der Sicherheit und anderen – im Westen selbstverständlichen – Arbeitsbedingungen interessieren sie nur am Rande. Es zählen in erster Linie „konkurrenzfähige“ Preise. Die Verbraucher schauen auf Preis und Qualität, machen sich aber keine Gedanken darüber, unter welchen Bedingungen die Produkte am anderen Ende der Welt hergestellt wurden. Doch nur ein grundlegendes Umdenken bei Verbrauchern kann dazu führen, dass unter dem daraus folgenden öffentlichen Druck Konzerne wie Tchibo ihren ethischen Verpflichtungen nachkommen. 

TCM

Die Marke des Tchibo-Konzerns

Wer den Namen Tchibo hört, denkt zunächst an Kaffee. Doch Tchibo ist inzwischen der achtgrößte Textil-Einzelhändler Deutschlands nach Karstadt/Quelle, Otto, Metro, C&A, H&M, Aldi und P&C. Neben dem Kaffee vertreibt Tchibo rund 400 bis 500 Textilprodukte mit der hauseigenen Marke TCM. 

Der Konzern Tchibo wurde 1949 von Max Herz und Carl Tchilling gegründet. Aus Tchilling und Bohne wurde der Name Tchibo kreiiert. 1955 eröffnete die erste Filiale in Hamburg mit Probeausschank. Mittlerweile gibt es deutschlandweit rund 870 Filialen, zusätzlich ist Tchibo mit zirka 45.000 Verkaufsstellen in Supermärkten, Bäckereien und Schreibwarenläden vertreten. 

Jede und jeder Deutsche kennt Tchibo: 23 Millionen Haushalte kaufen nicht nur in den vielen Filialen ein, sondern auch über das Internet. Vier Millionen Kunden bestellten in den ersten neun Monaten 2004 ihre Ware bei Tchibo über das Internet. Das ist nach Ebay und Amazon der dritte Platz. 

Tchibo gehört heute zu 100 Prozent der Familie Herz. Die Tchibo Holding besitzt über 50 Prozent von Beiersdorf AG, dem Nivea-Produzenten.

(Aus: „Tchibo – jede Woche eine neue Welt? Nicht für die TextilarbeiterInnen in Bangladesch. Arbeitsrechte bei Tchibo – Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr“)

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