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Stiftung Asienhaus Asienhaus-Rundbrief
Asienhaus Rundbrief
Der Inhalt in Kürze Nr. 3/2014 - 19. Juni
  1. Handbuch Myanmar: Lesung & Diskussion am 15. Juli im taz.café in Berlin
  2. Schutzsuchende verstärkt in Gefahr
  3. Arbeiterstreiks enden im Arrest
  4. Thailands Coup verschärft Lage von ArbeitsmigrantInnen
  5. Umstrittenes Anti-Bekehrungs-Gesetz rückt näher

1.) Handbuch Myanmar: Lesung & Diskussion am 15. Juli im taz.café in Berlin

Was seit Reformbeginn im Jahr 2011 in Myanmar passiert ist, gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus sowie zur Sorge um weitere Reformen. Bemühungen um Frieden sowie demokratische Strukturen, ein Erstarken zivilgesellschaftlicher Kräfte und der Wirtschaftsboom stehen im Kontrast zu wachsenden sozialen Konflikten, dem Kampf um Ressourcen und anhaltendem Misstrauen zwischen gesellschaftlichen Gruppen.

Am 15. Juli ab 19 Uhr stellen sich die AutorInnen des im April 2014 im Horlemann Verlag veröffentlichten Handbuch Myanmar der Diskussion im taz.café in Berlin. Mit musikalischen und visuellen Leckerbissen von Hein Tint & Kerstin Duell.

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2.) Schutzsuchende verstärkt in Gefahr

Laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) haben seit Juni 2012 über 86.000 Menschen, maßgeblich Rohingya, Myanmar per Boot verlassen. Diese Überfahrten kosteten schon einige Flüchtlinge das Leben. Oft sind die Schiffe überfüllt und die Menschen müssen lange Zeit mit wenig Nahrung und Wasser auskommen.

Im Zuge der Unruhen zwischen Buddhisten und Muslimen im Land seit 2012 ist die Zahl der Flüchtlinge auf der Suche nach (temporären) Aufenthaltsmöglichkeiten stark angestiegen. Während eine Vielzahl in Flüchtlingscamps im Rakhine-Staat untergebracht ist, versuchen einige ihr Glück in den Nachbarländern.

UNHCR 11.6.14Time Magazine 17.6.14; IRINnews 19.6.14

3.) Arbeiterstreiks enden im Arrest

Hunderte von ArbeiterInnen des Lucky Treasure Sägewerks sammelten sich zusammen mit UnterstützerInnen am Samstag, den 7. Juni, im Sinkkaing Township um für ihre Rechte zu demonstrieren. Auf dem Weg nach Mandalay wurde der Demonstrationszug jedoch von der Polizei abgefangen, berichtete der Gewerkschaftsbund Birmas (FTUB). Insgesamt wurden zwölf Menschen, die angeblich als Kopf der Demonstration agierten, inhaftiert.

Die Aktion am Samstag war der letzte von bisher vier Streiks vor dem in chinesischer Hand  liegenden Sägewerk. Laut FTUB waren Meinunsverschiedenheiten zwischen ArbeiterInnen und Management bezüglich problematischer Arbeitsverträge der Auslöser des Protests.

Democratic Voice of Burma 9.6.14

4.) Thailands Coup verschärft Lage von ArbeitsmigrantInnen

Am 22. Mai wurde die thailändische Regierung vom Militär gestürzt. Vom gegenwärtig herrschenden Chaos und Unsicherheit sind inzwischen auch die rund drei Millionen ArbeitsmigrantInnen aus Myanmar betroffen. Aufgrund des politischen Umsturzes musste ein Programm, das MigrantInnen die offizielle Registrierung ermöglichen sollte, auf unbekannte Zeit verschoben werden. Zudem kam es zu Polizeirazzien an inoffiziellen Grenzübergängen zwischen beiden Ländern und die verhängte nächtliche Ausgangssperre erschwert insbesondere SchichtarbeiterInnen das Leben. 

Myanmar Times 10.6.14; The Irrawaddy 16.6.14;

5.) Umstrittenes Anti-Bekehrungs-Gesetz rückt näher

Noch bis zum 20. Juni können Myanmars BürgerInnen in einer Volksbefragung über das umstrittene Anti-Bekehrungs-Gesetz, das Konversionen vom Buddhismus zu anderen Religionen beschränken soll, abstimmen. Im Anschluss an die Volksbefragung soll der Gesetzesentwurf dem Parlament vorgelegt werden. 

Der Gesetzesentwurf, initiiert von einer Gruppe nationalistischer buddhistischer Mönche, wurde bereits mehrfach von MenschenrechtlerInnen im Land, darunter auch das Institute of Chin Affairs (ICA), kritisiert. AktivistInnen, die sich gegen das Gesetz aussprachen, berichten mehrfach über anonyme Drohungen, verstärkt auch über die Plattform facebook .

Channel NewsAsia 27.5.14; The News Tribune 12.6.14; UNPO 17.6.14; The Irrawaddy 4.6.14

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