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BURMA NACHRICHTEN 7/2006, 19. April

Die nächsten Burma-Nachrichten erscheinen im Juni. Das Büro der Burma-Initiative ist den ganzen Mai nicht besetzt.

Meldungen:
Sieben Jahre Haft für ehemaligen Außenminister
Bombe rechtzeitig entschärft
Vogelgrippe in Burma weiter verbreitet als angenommen
ADB: Wachstum für Asien - ohne Burma
Aktionen gegen Shwe-Pipeline und koreanischen Daewoo
Neues Jahr begrüßt mit Wasserfestival

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Sieben Jahre Haft für ehemaligen Außenminister

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Wie die Democratic Voice of  Burma berichtet, ist der frühere burmesische Außenminister Win Aung wegen Machtmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Win Aung soll im berüchtigten Insein-Gefängnis in Rangun inhaftiert sein. Der ehemalige Oberst des Geheimdienstes und Botschafter in Großbritannien wurde 1988 Außenminister. Er soll enge Beziehungen zum früheren Geheimdienstchef und Premierminister Khin Nyunt gepflegt haben, der im Jahr 2004 vom Dienst suspendiert und zu 44 Jahren Haft verurteilt worden war.
Democratic Voice of Burma 09.04.06

Bombe rechtzeitig entschärft

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Eine Zeitbombe bei der Internationalen Schule in Rangun ist entdeckt und rechtzeitig entschärft worden. Die Bombe befand sich in einem Waschraum-Mülleimer und wurde von einem Lehrer entdeckt, der Rauch aus der Mülltonne aufsteigen sah. Die Bombe soll ähnlichen Typs sein wie die drei, die im Mai vergangenen Jahres bei ihrer Explosion in zwei Einkaufszentren in Rangun 19 Menschen töteten. Die Internationale Schule unterrichtet Diplomatenkinder und Kinder aus Burmas Oberschicht, die sich die Schulgebühren in Höhe von 10.000 Dollar leisten kann. Über die Hinterleute der Bombe ist nichts bekannt, die Behörden beschuldigten Minderheitengruppen und wiesen auf eine ungenannte „Supermacht“. Ebenso richtete die burmesische Militärregierung ihre Vorwürfe an verbotene Exilorganisationen wie die National Coalition of the Union of Burma (NCGUB), die Federation of Trade Union –Burma (FTUB), die Nationale Liga für Demokratie - der befreiten Gebiete (NLD-LA) und die All Burma Students’ Democratic Front (ABSDF). Laut Militärregierung sollen diese Organisationen finanziell hinter zahlreichen Anschlägen des vergangenen Jahres stecken.
Deutsche Presse-Agentur 07.04.06, Xinhua General News Service 14.04.06

Vogelgrippe weiter verbreitet als angenommen

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Mittlerweile sind 100 Ausbrüche der Vogelgrippe in Burma festgestellt worden, vor allem in der Region um Mandalay und Sagaing, und ist die Situation nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) ernster als zunächst erwartet. Erst war vermutet worden, dass es lediglich an zwei Orten zum Ausbruch der Krankheit mit dem H5N1-Virus gekommen sei. Seit dem Ausbruch in Mandalay und Sagaing im März sind etwa 500.000 Tiere geschlachtet worden, um die Ausbreitung des Virus’ zu vermeiden. Ein Mitarbeiter der Welternährungssituation sagte, es seien nicht genügend Mittel für Diagnose und Schutzausrüstung vorhanden, um angemessen mit der Seuche umgehen zu. Auch reichten die Informationen darüber nicht aus und wäre das Bewusstsein für die Krankheit in der Öffentlichkeit gering. Die FAO und die Weltgesundheitsorganisation sowie andere Hilfsorganisationen haben Experten entsandt um zu helfen.
Associated Press 10.04.06, BBC News 10.04.06

ADB: Wachstum für Asien - ohne Burma

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In ihrem Ausblick für 2006 sagt die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) der Region Südostasien starke Wachstumschancen von 7 Prozent voraus. Beeinflusst wird dieser Trend von den Wachstumsökonomien China und Indien.  
Burmas Vorhersage zur Wirtschaftsentwicklung hingegen sei behindert durch unvollständige Informationen und Mängeln in der Verlässlichkeit der Daten. Die Prognosen des Militärregimes mit 12,2 Prozent Wachstum werden von der ADB als „unrealistisch“ eingeschätzt. Vielmehr dürfte das Wachstum ohne wesentliche makroökonomische Reformen bescheiden verlaufen. Das vollständige Kapitel zu Burma im "ADB-Outlook" findet sich unter http://www.adb.org/Documents/Books/ADO/2006/documents/mya.pdf
Irrawaddy 07.04.06

Aktionen gegen Shwe-Pipeline und koreanischen Daewoo

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An einem weltweiten Aktionstag haben am 18. April Umwelt- und Menschenrechtsgruppen gegen die Beteiligung von Daewoo am Bau einer Gaspipeline im Arakan (Rakhine-) Staat in Burma protestiert. Daewoo ist Teilhaber bei einem Projekt des Militärregimes zur Förderung von Erdgas im Golf von Bengalen. Sollte es zum Bau der Shwe-Pipeline kommen, werden massive Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung - wie auch schon bei anderen Erdöl- und -gasprojekten in Burma - erwartet. Weltweit fanden Demonstrationen vor koreanischen Botschaften und Konzernsitzen von Daewoo statt. In Thailand und Malaysia sind etwa hundert Demonstranten verhaftet worden.
Der Öl- und Gassektor ist der Bereich mit den meisten und größten Auslandsinvestitionen in Burma. Mehr Informationen zu den Aktivitäten des „Shwe Gas Movemnet“ und einer Online-Petition: www.shwe.org .
Irrawaddy 18.04.06

Neues Jahr begrüßt mit Wasserfestival

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Mit dem traditionellen Wasserfestival hat Burma ein neues Jahr, 1368, eingeleitet. Buddhisten kamen in den Pagoden zusammen, um Verdienste zu erwerben und für ein gutes kommendes Jahr zu beten. Während dessen fanden auf den Straßen ausgelassene Feste statt, bei denen Wasser in Strömen floss. Astrologen haben ihren Segen für das neue Jahr ausgesprochen und ein Almanach mit den Vorhersagen herausgegeben. So wird erwartet, dass Burma im neuen Jahr ein „Land von glücklichen Menschen, insbesondere jungen Bürgern“ sein wird.
Xinhua General News Service 13.,17.04.06, Irrawaddy 12.04.06

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Bereits erschienene Burma-Nachrichten sind auf der Asienhaus-Homepage und in der Online Burma Library nachzulesen.

 

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