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Asienstiftung, Bullmannaue 11, D-45327 Essen
Asienstiftung Logo CHINA-INFORMATIONEN 1/10, 22.1.2010
2010: 15 Jahre Asienhaus

Inhalt in Kürze

1. Bitte um Feedback: Nehmen Sie sich fünf Minuten
2. Neuerscheinung: Civil Society in European-Chinese relations
3. China und die Zukunft des Klimas: wie über und in China debattiert wird
4. Neustart 10.2.: "Stimmen aus China" wieder da
5. Lu Guang: Fotografische Kunst und Umweltverschmutzung in China
6. Wie Behörden die Sicherheit durch Labour-Aktivisten bedroht sehen

1.) Bitte um Feedback: Nehmen Sie sich fünf Minuten 

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Hier geht es zum Fragebogen!

Seit 2005 erscheinen diese China-Informationen (siehe Archiv), ergänzt seit 2008 durch eine weitgehend parallele Ausgabe als "EU-China-Newsletter".  Bis heute beziehen etwas über 700 AbonnentInnen diesen Rundbrief, der über die europäisch-chinesischen Beziehungen und die Entwicklungen in China unter zivilgesellschaftlicher Perspektive berichtet. Ein weiterer Fokus liegt auf die Information über die Entwicklung der Zivilgesellschaft in China.

Um unser Angebot zu verbessern, bitten wir Sie heute um Ihr Feedback. Sie benötigen fünf Minuten, um die acht Fragen zu beantworten. Darum möchten wir Sie bitten. Wir freuen uns auch, wenn Sie die China-Informationen weiterempfehlen.

Den Fragebogen finden Sie online. Ihre Beantwortung bleibt anonym. Sie können jedoch in dem offenen Textfeld auch Ihren Namen und Ihre Kontaktmöglichkeiten angeben. Sonst wird nur die IP-Adresse gespeichert.

2.) Neuerscheinung: Civil Society in European- Chinese Relations: Challenges of Cooperation

Bestellung: vertrieb@asienhaus.de, Download als pdf-Datei, 5 Euro (plus Versand)
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TitelseiteDie Studie hat einen Umfang von 104 Seiten, ist zum Preis von 5 Euro erhältlich (plus Versandkosten) und zu bestellen bei vertrieb@asienhaus.de

Die Asienstiftung (Essen) hat für das EU-China-Civil Society Forum eine Studie veröffentlicht (hrsg. von Nora Sausmikat und Klaus Fritsche), die auf dem Hintergrund der Entwicklung der europäisch-chinesischen Beziehungen den Einfluss zivilgesellschaftlicher Organisationen auf die Ausgestaltung dieser Politik diskutiert und sich mit den Herausforderungen auseinandersetzt, mit denen europäische NRO konfrontiert sind, die zum Thema China arbeiten und Kooperationen mit chinesischen NRO entwickeln wollen. Die Diskussion dieser Fragen will diese Publikation fördern.

Die Publikation enthält Beiträge von Jörn-Carsten Gottwald, Christa Wichterich und Nora Sausmikat.

3.) China und der Klimawandel: Wie über und in China diskutiert wird

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Die Klimakonferenz in Kopenhagen ist gescheitert. Und für die Öffentlichkeit soll China zumindestens eine maßgebliche Mitschuld haben. Wir haben bereits in der Ausgabe 4/09 der China-Informationen über die Erklärung der chinesischen Zivilgesellschaft zu Kopenhagen berichtet. Im folgenden finden Sie ausgewählte Links zu Publikationen, die sich mit dem Verhalten Chinas in Kopenhagen, den Diskussionen in China und der Haltung der chinesischen Zivilgesellschaft befassen. 

  • Staphany Wong (Werkstatt Ökonomie), analysiert in "Copenhagen in Chinese" (heutige Ausgabe 1/2010 der Hintergrundinformationen des EU-China-Civil Society Forums) die Positionen von Regierung, Medien und Zivilgesellschaft Chinas.

  • Mit der Frage, ob China Schuld am Scheitern der Konferenz sei, befassen sich zwei Artikel. Mark Lynas gibt in seinem Artikel "How do I know China wrecked the Copenhagen Deal?" (22.12. im Guardian) eine klare Antwort. Anders sieht Chris Methmann die Situation. In dem WEED-Blog "Umweltgerechtigkeit" kommt er zu folgendem Ergebnis: "Die „chinesische Blockadehaltung“ eignet sich also kaum als Stoff für einen politischen Skandel. In erster Linie ist sie was ganz anderes: ein geschickt platziertes Artefakt der Regierungen des Nordens – von den hiesigen Medien dankbar nachgeplappert – um sich selbst von ihrem Versagen rein zu waschen." 

  • Prinzipieller geht Andrew Simms auf diese Frage ein. In seinem Artikel 83 months and counting (The Guardian, 1.1.2010) sieht er das Problem, das China das vom Westen vorangetriebene Konsummodell folgt und, darauf basierend, den Konsum in Europa und Nordamerika fördert. Deshalb stellt er u.a. fest: "Rich countries do not have a choice but to lead by example in setting a different, less destructive model for economic success." (siehe auch die Webseite 100 Months and counting)

  • Aber auch in China werden unterschiedliche Positionen diskutiert und veröffentlicht. Auf zwei davon wollen wir an dieser Stelle hinweise (beide sind erschienen auf der Webseite chinadialogue.net.  Beide Artikel wurden vor dem Kopenhagener Gipfel veröffentlicht.

    Hu Angang, Direktor eines der wichtigsten chinesischen Thinktanks "Center for China Studies" und eine bekannte Medienpersönlichkeit, plädiert in seinem Artikel "Auf dem Weg nach Kopenhagen. Für eine Neuabgrenzung der Pflichten aller Länder auf der Grundlage von zwei Hauptprinzipien" für einen neuen Ansatz in der Festlegung von Reduktionsverpflichtungen. Er fordert auch von der chinesischen Regierung feste Zusagen und macht Vorschläge, welchen Beitrag unterschiedliche Regionen Chinas leisten sollten.
    Der Artikel wurde in der deutschen Übersetzung von der Heinrich-Böll-Stiftung in dem Sammelband "Wie China debattiert - Neue Essays und Bilder aus China" veröffentlicht. Wir danken der Böll-Stiftung für die Möglichkeit der Weiterverwertung.

  • Ma Jun, Leiter des Instituts für Öffentliche und Umweltangelegenheiten in Beijing, setzt sich in seinem Artikel "Nur auf der Grundlage von Gerechtigkeit kann ein Abkommen geschlossen werden" mit dem Verhältnis von Effektivität und Gerechtigkeit  in der Klimadebatte auseinander.  Er geht der Frage nach - ohne sie überzeugend zu beantworten -, was zu tun ist, wenn die Durchsetzung von Klimagerechtigkeit mit dem Ziel eines wirksamen Klimaschutzes in Konflikt geraten. Dieser Artikel wurde von der Asienstiftung ins Deutsche übersetzt.

4.) ab 10.2.: "Stimmen aus China" wieder da

Kontakt: redaktion@stimmen-aus-china.de, www.stimmen-aus-china.de
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Der Brücken-Blog des Asienhauses www.stimmen-aus-china.de ist wieder zurück, and it’s here to stay, wie es so schön heißt. Das Projekt, das deutschsprachigen China-Interessierten mit Übersetzungen chinesischer Blog-Diskussionen einen Zugang zu Beiträgen chinesischer Internetbenutzer ermöglicht, soll nach längerem Winterschlaf wieder mit Leben gefüllt werden und mit neuem Design am 10. Februar 2010 online gehen. 

Neben einer verbesserten Struktur und mehr Übersichtlichkeit erhält der Blog eine Redaktion, die die Professionalität der Beiträge sicherstellt und die Seite und ihre Inhalte ansprechend gestaltet. Verantwortlich zeichnen hierfür Viviane Lucia Fluck und Roman Serdar Mendle.

Zu den Themenkategorien Innenpolitik, Internationale Beziehungen, Zivilgesellschaft und Umwelt kommt als absolutes Novum das Feature „Stimmen über China“ hinzu, das monatlich Interviews mit Nicht-Chinesen über Themen liefert, die in China stark diskutiert werden. Das macht www.stimmen-aus-china.de zu einem der wenigen „reflektierenden“ China-Brücken-Blogs im Netz und verspricht spannende Reaktionen und Kommentare.

Sichergestellt ist die Finanzierung dieses Projektes bis Ende 2010 im Rahmen des EU-China-Civil-Society Projektes (www.eu-china.net). Damit jedoch künftig mehr Beiträge monatlich online gehen und zusätzliche Themenbereiche abgedeckt werden können, sind Mitmacher wie finanzielle Unterstützung immer willkommen. Informationen gibt es unter www.stimmen-aus-china.de oder per email über redaktion@stimmen-aus-china.de.

5.) Lu Guang: Fotografische Kunst und Umweltverschmutzung in China

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In dieser Ausgabe der China-Informationen wollen wir auf die Arbeiten des chinesischen Fotografen Lu Guang hinweisen. Er hat ein vierjähriges Projekt über "Umweltverschmutzung in China" abgeschlossen und ist dafür 2009 mit dem renommierten Eugene Smith Award ausgezeichnet worden.

Guang will nach eigenen Worten sein Preisgeld nutzen, um die chinesischen Behörden auf die schockierende Umweltsituation und deren dramatische Auswirkungen auf das Leben der Menschen hinzuweisen.

Mehr Informationen zu Lu Guang und seinen Bildern finden Sie u.a. auf dem Blog von Fotogemeinschaft.de und auf der Seite China-Hush. (Wenn Sie auf das Bild klicken, sehen Sie es in Großansicht.)

Auf Fotoblog.de heißt es dazu: "Wenn man demnächst – was inzwischen unausweichlich geworden ist – wieder ein ‘hammerbilliges‘ Produkt kauft, auf dem ‘Made in China’ steht, dann sollte man sich im Gegenzug auch die Umweltreportagen des chinesischen Fotografen Lu Guang anschauen."

6.) Wie Behörden in Südchina die staatliche Sicherheit durch Labour-Aktivisten bedroht sehen

Vollständiges Dokument als pdf (in Englisch) 
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Das folgende Dokument wurde vom Komitee für Politik und Recht der Provinzparteiführung von Guandong im Januar 2009 veröffentlicht. Die Verfasser räumen auf der einen Seite ein, dass die Möglichkeiten sich Recht zu verschaffen, für Betroffene schlecht sind und verbessert werden müssen. Auf diesem Hintergrund geben sie einen Überblick über die Aktivitäten von NGOS und Labour-Aktivisten im Pearl-Fluss-Delta und der von ihnen vorgeblichen Gefahr für die staatliche Sicherheit. Zum Abschluss werden eine Reihe von Vorschlägen gemacht, wie mit diesen Akteuren umzugehen ist.

Dieses Papier ist Ausdruck der Besorgnis der Parteiführung, dass die im Zuge der Wirtschaftskrise Anfang 2009 zuspitzenden Widersprüche an Heftigkeit zunehmen und dass aus Sicht der Parteiführung Labour-Aktivisten eine wichtige Rolle dabei spielen können.

Dieser Newsletter erscheint gleichzeitig als Ausgabe 1/01 des EU-China-Newsletters

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Neu: Copenhagen in Chinese

Mit der Haltung von Regierung, Medien und Zivilgesellschaft Chinas zu Kopenhagen befasst sich eine neue Ausgabe der EU-China-Hintergrund- Informationen von Staphany Wong.

Unsere Empfehlung: ChinaDialogue.net

Wer sich in englischer Sprache über Umweltfragen in China befassen will, kommt am zweisprachigen China Dialogue nicht vorbei.
Die Asienstiftung hat China-Dialogue unterstützt, chinesische Journalisten nach Kopenhagen zu bringen.

Mehr zur China-Arbeit der Asienstiftung

Ausführliche Informationen finden Sie hier:
China im Asienhaus
EU-China-Civil-Society
Forum

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