Inhalt
in Kürze
1.) Moratorium auf Chinesisch
- Beijings Reaktionen auf Fukushima
2.) Eine Ausstellung zum Verleih:
"China: Menschen, Macht und Widersprüche"
3.) Neue Publikation: "Kauft China
Europa?" - China, Europa und die Welt
4.) Mit Ihrer Unterstützung
diesen Newletter fördern!
5.) "Stimmen aus China" - Chinesische
Blogger zur Jasmin-Revolution
6.) Neu: Klimawandel in China:
Zivilgesellschaftliche Perspektiven
1.) Moratorium
auf Chinesisch - Beijings Reaktionen auf Fukushima
|
nach
oben |
Während
in Fukushima der Kampf gegen einen GAU in den Atomkraftwerken
geführt wurde, beschloss der in Beijing tagende Nationale
Volkskongreß einen massiven Ausbau der Kernenergie. Heute
sind 13 Atomreaktoren mit 10,8 Gigawatt in Betrieb.
Bis 2020 sollen diese Kapazitäten auf 86 Gigawatt sogar
verachtfacht werden. 25 Kernreaktoren sind gegenwärtig schon
im Bau, weitere 50 in konkreter Planung. Darüber hinaus gibt
es Vorschläge für 70 weitere Reaktoren. (siehe z.B. hier)
Aber
nur wenige Tage später, am 16. März, kamen
neue Töne aus der chinesischen Hauptstadt und
verkündete die Überprüfung ihres
Atomprogramms. Ein Baustopp ist damit jedoch nicht verbunden, die sich
im Bau befindlichen sollen jedoch auf ihre Sicherheit
überprüft werden. Nur neue Genehmigungen, so vermuten
Beobachter, ohne es genau zu wissen, werden vorerst auf Eis
gelegt.
Der Ausbau geht also
weiter - wenn auch langsamer. Es bleibt zu hoffen, dass das Nachdenken
zu einer Umkehr dieser Politik führt.
(Eine
ausführliche Analyse der chinesischen Kernenergie-Politik
finden Sie in den Hintergrundinformationen 16/2010 "China setzt auf Kernenergie" von
Eva Sternfeld.)
China
ist auf die Weltbühne zurückgekehrt. Wirtschaftliche
Erfolge,
große Veränderungen und weltweit wachsender Einfluss
rufen
Bewunderung aber auch Ängste hervor. Aber China ist ein Land
voller Widersprüche.
Diese Ausstellung gibt auf 20 leicht aufzustellende Roll-ups
Eindrück über diese
Widersprüche vermitteln und Ihnen die Arbeits- und
Lebensbedingugnen der Menschen näher bringen.
Vor allem soll sie Impulse zur Bildung einer eigenen Meinung bilden.
Davon wird mit abhängen, ob Feindbilder unser Denken und
Handeln
gegenüber China bestimmen - oder die Zusammenarbeit von
Menschen
für weltweite soziale und ökologische Gerechtigkeit.
3.) Neu:
"Kauft China Europa?" - China und Herausforderungen für Europa
|
nach
oben |
In
den letzten Ausgaben dieses Newsletters haben wir
regelmäßig
über Aspekte der europäisch-chinesischen Beziehungen
informiert. Die heutigen Hinweise konzentrieren sich auf die Analyse
der zunehmenden ökonomischen Aktivitäten
Chinas in
Europa.
-
ANG, Chin By / Heidel, Klaus / WONG, Staphany (Hgg.)
(2010), "Kauft China Europa?" Anmerkungen zu den chinesischen
Auslandsinvestitionen (Werkstatt
Ökonomie für das EU-China Civil Society Forum). Die
Broschüre steht nur zum Download zur Verfügung.
Die AutorInnen ziehen folgende Schlussfolgerung: "Es ist
höchste Zeit, dass sich zivilgesellschaftliche Organisationen
in
Europa mit den chinesischen Überseeinvestitionen auseinander
setzen und sich nicht nur auf die sozial und ökologisch
problematische Billigproduktion in China konzentrieren."
-
Damit
zusammenhängend stehen die Hintergrund-Informationen 18/2010
von Staphany Wong: Looking
back at the Tenth Anniversary: A brief Introduction to
China’s “going global policy”
-
"Chinesische
Bauarbeiter ante portas?"
Diese Nachricht, erstellt von Lisa Niklas, beleuchtet kritisch die
Hintergründe für die anti-chinesischen Stellungnahmen
aus der
Bauindustrie.
-
Dokumente der Internationale Konferenz der
Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema "Conceptual
Gaps in China-EU relations" (Januar 2011).
Ziel
der Konferenz war es, "konzeptionellen Lücken" zu
identifizieren
um somit zu einem besseren gegenseitigen Verständnis
beizutragen.
- Urs Schoettli: Mehr
Indien, weniger China. (bei Libri bestellen und das Asienhaus
fördern). "Aus europäischem
Eigeninteresse sollte in Asien Indien und nicht China der bevorzugte
politische und wirtschaftliche Partner sein, rät der
langjährige Asienkorrespondent der Neuen Zürcher
Zeitung, Urs Schoettli."
Wir rufen Sie
auf, die Informationsarbeit zu China, wie sie auch mit diesem
Newsletter durchgeführt wird, zu unterstützen.
Ob mit 10
Euro
oder mit 100 Euro, sie können Einiges bewirken.
-
Mit
250 Euro im Monat wird das Erscheinen der "Stimmen aus China"
sichergestellt bzw. wird der Ausbau dieses Angebots
ermöglicht.
30.000 Besucher verzeichnet die Webseite monatlich.
-
Mit je 150 Euro wird das Erscheinen der deutschen
und der englischen Ausgabe dieses Newsletters möglich gemacht.
-
Mit 50 Euro monatlich unterstützen wir
PraktikantInnen mit einem Fahrtkostenzuschuß.
Dies
sind nur einige Aktivitäten, die Sie mit Ihrer Spende
unterstützen können. Machen Sie mit und tragen Sie
dazu bei,
das unser Informationsangebot gestärkt wird.
Anfang 2010 hat das Projekt "Stimmen aus China", dessen
Ziel es ist, Diskussionen in
chinesischen Blogs in Deutschland bekannt zu machen, wieder Fahrt
aufgenommen. Wie wichtig diese Arbeit ist, zeigen die aktuellen
Beiträge, die sich mit Reaktionen auf die "Jasmin-Revolution"
beschäftigten.
Dieses Projekt wird gegen eine geringe
Aufwandsentschädigung von einer Gruppe von
Übersetzern
getragen, die viel Arbeit und Herzblut in diesen Blog setzen.
Und "ganz nebenbei" erscheint der Blog jetzt in einem
neuen Design.
Mit Ihrer Spende helfen Sie auch,
das Erscheinen dieses Blogs sicherzustellen.
Im Jahr 2007 begannen
chinesische zivilgesellschaftliche Organisationen, sich für
eine Begrenzung des Klimawandels und für eine Anpassung an
dessen Folgen einzusetzen. Sie fördern sowohl grüne
Technologien als auch einen nachhaltigen Lebensstil. Sie bilden
Netzwerke. Ihre Zahl wächst. Sie arbeiten eng mit
US-amerikanischen Nichtregierungsorganisationen zusammen. Die
europäisch-chinesische zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit
aber steckt noch in den Kinderschuhen.
Die Broschüre „‚Ich kann den Klimawandel
spüren’. Klimawandel und China:
Zivilgesellschaftliche Perspektiven“ bietet einen Einblick in
die Arbeit chinesischer zivilgesellschaftlicher Organisationen. Indem
sie dies tut, beschreibt sie implizit, wie sich China in diesen Tagen
wandelt.
|
Dieser Newsletter erscheint
gleichzeitig als Ausgabe 2/11 des EU-China-Newsletters

Werden Sie Mitglied
im Förderverein Asienhaus
Mehr zur China-Arbeit
der
Asienstiftung
Ausführliche
Informationen finden Sie hier:
Archiv/Bestellen
Im Archiv finden Sie die bisher
erschienenen Ausgaben des China- Informationen und eine
Bestellmöglichkeit.
|