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EU-China Newsletter 3/10

Inhalt in Kürze

1. Neu: Schwermetalle außer Kontrolle - Chinesische NRO kritisieren IT-Industrie
2. EU diskutiert über ihren Umgang mit China
3. China-Geschäft von Lidl, Aldi und Adidas: Kommunen und Länder müssen handeln
4.Wie deutsche Medien übewr China berichten: Eine Studie der Böll-Stiftung
5. Wichtige Neueinträge auf www.eu-china.net

1) Neu: Schwermetalle außer Kontrolle: Chinesische NRO kritisieren die IT-Industrie

Bestellung: vertrieb@asienhaus.de, Inhaltsverzeichnis und Vorwort
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TitelseiteEine Studie erstellt von Friends of Nature, Institute of Public and Environmental Affairs (IPE) und Green Beagle, herausgegeben von der Asienstiftung in Zusammenarbeit mit dem EU-China Civil Society Forum (48 Seiten, 5 Euro plus Versandkosten).

Über die schlechten Arbeitsbedingungen in der IT-Produktion in China wird häufig berichtet. Demgegenüber ist über die Verseuchung der Umwelt durch Schwermetalle durch die gleichen Unternehmen nur wenig bekannt. Daran wollen jetzt 34 chinesische Umweltorganisationen, die sich in der „Green Choice Alliance“ zusammengeschlossen haben, etwas ändern. Sie fordern ein verstärktes Umweltmanagement der IT-Branche.

Diese Publikation dokumentiert die Anstrengungen der „Green Choice Alliance“ und die Antworten der IT-Unternehmen. Sie macht deutlich, dass europäische Produktkampagnen wichtige Kooperationspartner in China haben. Die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen ihnen kann nicht nur dazu beitragen, eine Brücke zwischen
zivilgesellschaftlichen Organisationen in Europa und China zu schlagen, sondern auch zwischen sozialen und ökologischen Themen.

2) EU diskutiert über ihren Umgang mit China

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Am 10. September begann mit dem informellen Gymnich-Treffen der EU-Außenminister eine Serie von Diskussionen, die die Frage des Umgangs mit den aufsteigenden Mächten befassen. Im Zentrum dieser Diskussion steht dabei die Frage, wie mit China umgegangen werden soll? Dem Gymnich-Treffen folgt 16. September das Treffen des Europäischen Rates und am 6. Oktober der EU-China-Gipfel im Anschluß an den 8. ASEM-Gipfel.

Konkrete Beschlüsse des Gymnich-Treffens sind bisher nicht bekannt geworden. Wie AFP meldete, gab es jedoch eine Diskussion über das Waffenembargo gegenüber China. Nach wie vor stehen sich die Gegner und Befürworter eines solchen Schrittes unversöhnlich gegenüber. Laut AFP schlug der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn jedoch einen Tauschhandel vor: "Wir (die EU) heben das Embargo auf und ihr ratifiziert den Pakt über die bürgerlichen und politischen Rechte."

Die jetzt beginnende Diskussion ist Ausdruck der sich komplizierter gestaltenen europäisch-chinesischen Beziehungen, reflektiert aber gleichzeitig die Tatsache, dass  nach Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages die EU-Kommission jetzt verstärkt Anstrengungen unternimmt, um einheitliche europäische Außenpolitik zu gestalten.

Weiterführende Links zu Materialien zur Diskussion:

3) China-Geschäft von Lidl, Aldi und Adidas - Kommunen und Bundesländer müssen handeln

Kontakt: info@suedwind-institut.de, Studie zum Download  (96 Seiten, 1,5 MB)
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südwindDie vorliegende Studie bestätigt die in vielen Untersuchungen festgestellten  Arbeitsrechtsverletzungen bei für Lidl, Aldi und Adidas produzierenden Unternehmen. Sie stellt sie jedoch in den Zusammenhang mit existierenden Partnerschaftsabkommen zwischen Bundesländern und Städten und chinesischen Partnern.

Nach Vorstellungen der Autoren, soll zukünftig Partnerschaftsabkommen deutscher Kommunen und Bundesländer mit chinesischen Städten und Provinzen ein Forum für die Diskussion dieser Fragen sein. Bis heute ist die soziale Dimension des Chinaengagements von Unternehmen in den Partnerschaften von 88 Kommunen und 16 Ländern kaum thematisiert worden. Eine Ausnahme bildet die Partnerschaft von Rheinland-Pfalz mit Fujian, die von einem Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen seit 2007 auf den sozialen Prüfstand gestellt wird. „Bisher diente diese Partnerschaft fast exklusiv Wirtschaftsinteressen, die den hohen sozialen Preis niedriger Arbeitskosten ausgeklammert haben“, so die Mitautorin der Studie Sabine Ferenschild.

Im Dezember 2010 soll die Sozialverpflichtung von Unternehmen als Thema deutsch-chinesischer Partnerschaften mit den beteiligten Parteien auf einer Tagung in Düsseldorf, der Partnerstadt von Guangzhou und dem Hauptsitz der Metro, diskutiert werden.

4) Wie deutsche Medien über China berichten - Eine Studie der Heinrich-Böll-Stiftung

Studie zum Download, (2,4 MB),  Kommentar von Sven Hansen
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Bereits im Juni veröffentlichte die Heinrich-Böll-Stiftung die von ihr in Auftrag gegebene und von Carola Richter und Sebastian Gebauer erstellte Studie zu deutschen Berichterstattung über China. Beiträge von Thomas Heberer und Kai Hafez ergänzen den Band. Für das EU-China Civl Society Forum hat Sven Hansen die Studie kritisch unter die Lupe genommen (Hintergrund-Informationen 6/2010). Dieser Kommentar ist auch in chinesischer Sprache erhältlich.

Wie Medien über ein Land berichten, das prägt unsere Wahrnehmung von diesem Land ganz entscheidend. Welches Thema wird für die Berichterstattung ausgewählt, was wird weggelassen, welche Stereotypen werden transportiert? China ist durch seinen wirtschaftlichen Aufstieg, seinen Umgang mit ethnischen Minderheiten, die Olympischen Spiele in Peking und den Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse seit einigen Jahren ein Topthema in den deutschen Medien.

Nun ist diese Berichterstattung in China selbst ein Thema geworden. Das Land fühlt sich missverstanden, falsch dargestellt, teilweise gar verunglimpft. Ist diese Kritik berechtigt? Geben die deutschen Medien ein verzerrtes Bild von China? Oder ist das Land wegen seiner rigiden Pressepolitik nicht vielmehr selbst schuld an einer vermeintlich undifferenzierten Darstellung durch westliche Medien? Die vorliegende umfangreiche Studie von Carola Richter und Sebastian Gebauer liefert anhand von sieben Leitmedien eine Bestandsaufnahme und eine Analyse der China-Berichterstattung in Deutschland. Entstanden ist eine Aufnahme publizistischer Vielfalt, in der Präferenzen und Diskursmuster deutlich werden.

Bestelladresse: Heinrich-Böll-Stiftung e.V., Schumannstr. 8, 10117 Berlin, Tel. 030-285340, Fax: 030-28534109 (Download 2,46 MB)

5) Ausgewählte Neueinträge auf www.eu-china.net

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13.9.2010

Dieser Newsletter erscheint gleichzeitig als Ausgabe 3/01 der China-Informationen der Asienstiftung:





Neu: "Civil Society in European-Chinese relations" in chinesischer Sprache

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