Termin

15.11.2017

Women's Bodies As Battlefield - Ein Filmmonat über die "Trostfrauen"

Mittwoch, 15.11.2017: FORGOTTEN SEX SLAVES - COMFORT WOMEN IN THE PHILIPPINES

Beginn: 19:00 | Tagalog & Englisch mit dt. Untertiteln, 46 Minuten, 2015 | Eintritt frei

Regie: Bjön Jensen

Über den Film:

Als im Dezember 1941 Japans Invasionen in Südostasien begannen und 1942 die Philippinen von der japanischen Armee erobert wurden, litten im Zuge der drei Jahre langen Besatzungszeit viele Frauen und Mädchen auf den Philippinen unter der massiven sexuellen Gewalt der Kaiserlichen Armee Japans. Ein Großteil von ihnen wurde dazu gezwungen, in den Militärbordellen als Prosituierte zu dienen. Sie wurden in die Garnisonen verschleppt, eingesperrt und über Wochen und Monate vergewaltigt, geschlagen und gedemütigt. Zahlreiche Minderjährige befanden sich unter den Opfern. Nach dem Krieg kämpften die Frauen um ihr Überleben und verschwiegen aufgrund von Schuldgefühlen und Scham ihre schrecklichen Erfahrungen.

Dieser einfühlsame Film erzählt die Geschichte von neun Überlebenden und folgt ihrem Kampf für Gerechtigkeit. Den hochbetagten Frauen bleibt kaum noch Zeit, aber trotzdem geben sie nicht auf, denn bis heute warten sie auf eine offizielle Anerkennung und eine angemessene Entschädigung der japanischen Regierung.

Zur Filmreihe:

An jedem Mittwoch im November werden im Rahmen der von der AG "Trostfrauen" und der Japanischen Fraueninitiative Berlin organisierten Filmreihe "Women's Bodies as Battlefield" insgesamt sechs eindrucksvolle Filme über die Frauen aus Südkorea, China, Philippinen, Indonesien und Taiwan gezeigt, welche einen tiefen Einblick in die Seele der "Trostfrauen" gewähren, die während des Asien-Pazifik Krieges Opfer von systematischer sexueller Gewalt des japanischen Militärs wurden. Mehr als ein halbes Jahrhundert schwiegen die sogenannten "Trostfrauen" über ihre Vergangenheit als Sex-Sklavinnen für das japanische Militär. Erst 1991 sagte die erste Überlebende öffentlich aus, dass sie im Alter von 14 Jahren verschleppt und zur Prostitution gezwungen wurde. Die japanische Regierung hat sich jedoch nie zu ihrer Schuld bekannt.

Der Mut der Betroffenen und ihr Kampf für eine aufrichtige Entschuldigung ist nicht nur für sie selber unverzichtbar, sondern auch ein wichtiges Zeichen der Verurteilung von sexueller Gewalt weltweit, in der Gegenwart und Zukunft.

Veranstalter: KOREA VERBAND

Veranstaltungsort: Humboldt-Universität zu Berlin, , Berlin

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von Südostasien-Informationsstelle / philippinenbüro / Stiftung Asienhaus

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