Eintrag

07.11.2014
- 08.11.2014

Von der Konkubine zur Wanderarbeiterin? Frauen in China

18:00
- 22:00 Uhr

KOLLOQUIUM MIT KÜNSTLERISCHEM RAHMENPROGRAMM


Eintritt: 2 Tage 14 € / 10 €, 1 Tag 8 € / 6 € 


Als Mao Zedong mit seiner viel zitierten Äußerung “Die Frauen können die Hälfte des Himmels tragen” die Befreiung der chinesischen Frauen aus ihren jahrtausendealten Fesseln, ihrer sozialen Unterordnung und Abhängigkeit im patriarchalen kulturellen und politischen System Chinas verkündigte, wurde dies zum Vorbild zahlreicher postkolonialer Entwicklungen und zum Kampfruf der Frauenbewegungen in aller Welt.

 

In Wirklichkeit leitete dieser Satz schon im frühen revolutionären China Maos eine Entwicklung ein, die Frauen aus ihren häuslichen Verhältnissen heraus in die industrielle Produktion und Landwirtschaft bringen und an der militärischen Wiedererstarkung des jungen Nationalstaates beteiligen sollte.

 

Unter den Bedingungen eines sich zusehends an globale Prozesse anpassenden Chinas stellt sich heute erneut die Frage nach der tatsächlichen Rolle und Stellung der Frau und Weiblichkeit in China. In der chinesischen Gegenwart ist die Frau in Politik und Wirtschaft zwar nach wie vor nur wenig sichtbar. In allen gesellschaftlichen Bereichen sind Frauen jedoch präsent und haben Akzente setzen können, welche die Gesellschaft mehr verändert haben, als gemeinhin sichtbar wird. 

 

Das Kolloquium „Von der Konkubine zur Wanderarbeiterin?“ beschäftigt sich mit der Frage nach der Rolle und Stellung der Frauen in der gegenwärtigen chinesischen Gesellschaft sowie ihrer historischen Herleitung und wagt einen Ausblick auf die Zukunft Chinas und seiner Frauen. Neben internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Künstlerinnen kommen auch Frauen zu Wort, die das Publikum an ihren Erfahrungen teilhaben lassen und ihnen den Alltag der Frauen in China näherbringen werden. Die zweitägige Veranstaltung wird durch ein künstlerisches Rahmenprogramm chinesischer Musikerinnen und Dichterinnen abgerundet. 

 

 

 

 

 

PROGRAMMÜBERSICHT 

 

FR 07.11.2014

 

18:00
Musik-Auftakt (Instrument Guzheng): Li Juefei

 

18:10
Begrüßung: Ekaterina Degot, Tienchi Martin-Liao, Prof. Stefan Kramer

 

18:20
MANAGERIN, KONKUBINE UND WANDERARBEITERIN

Podiumsdiskussion mit: Prof. Guo Yuhua (Autorin, Peking), Zeng Jinyan (Autorin, Hongkong), Dr. Astrid Lipinsky (Sinologin, Universität Wien)
Moderation: Tienchi Martin-Liao (Autorin, Akademie-Mitglied, Köln)
Dolmetscherin: Su Xiaoqin

 

20:00-20:30
Pause

 

20:30-21:50
DARK ROAD-ELERGIE UND TOCHTER DER KLEINEN INSEL

Lesungen des Schriftstellers Ma Jian (London) und Dichterin Huang Gang (Taiwan). Diskussionsrunde, Moderation: Sabine Peschel (Sinologin/ Journalistin, Köln), Lesung: Anna Kozikowski (Mitglied Junge Akademie der Künste der Welt), Dolmetscherin: Tienchi Martin-Liao

 

21:50-22:00
Musik zum Abschluss des Abends: Li Juefei

 

 

SA 08.11.2014

 

18:00
MEDIENLANDSCHAFT IN CHINA

Podiumsdiskussion mit: Bei Ling (Dichter/Verleger, Taipei), Su Yutong (Journalis-tin/Bloggerin, Bonn), Moderation: Prof. Stefan Kramer (Lehrstuhl Kultur Chinas, Universität zu Köln), Dolmetscherin: Tienchi Martin-Liao

 

 

19:30-20:00
Pause

 

20:00-22:00
TROSTFRAUEN – FRAUEN ALS KRIEGSOPFER

Film Screening „Gai Shanxi und ihre Schwestern”, 2007, Regie: Ban Zhongyi (Tokio) (ca. 40 min.). Podiumsdiskussion mit: Ban Zhongyi, Gabriela Mischkowski (Mitbegründerin von Medica Mondiale, Köln), Moderation: Karin Fischer (Journalistin, Köln), Dolmetscherin: Su Xiaoqin

 

 

Alle Veranstaltungen finden in deutscher und chinesischer Sprache statt.

 

Veranstaltungsort: Fritz Thyssen Stiftung, Apostelnkloster 13–15, 50672 Köln

Details & Anfahrt: Fritz Thyssen Stiftung

Newsletter

Halten Sie sich auf dem Laufenden und abonnieren Sie Newsletter Ihrer Wahl:

  Newsletter auswählen

E-Mail:

Vorname:

Nachname:

Code:

Bitte geben Sie hier den Code ein (bitte
Groß- und Kleinschreibung beachten)


Jetzt bestellen!

Jetzt bestellen!

Jetzt bestellen!

von Südostasien-Informationsstelle / philippinenbüro / Stiftung Asienhaus

Protest gegen Staudämme in Sarawak