11.03.2014

Anke-Reese-Stipendium 2014 an Larissa Ranft vergeben

"Mein Wunsch ist es, alltägliche gesellschaftliche Realitäten persönlich mitzuerleben, mich mit den Menschen vor Ort auszutauschen, gemeinsam mit Ihnen etwas zu erreichen und Veränderungsprozesse in Gang zu setzen.“

Larissa Ranft absolviert ihr Praktikum bei der Frauenrechtsorganisation „Rifka Annisa“ in Yogyakarta, Java.

Anke-Reese-Stipendiatin 2014: Larissa Ranft

„Diskriminierung, Gewaltausübung und Benachteiligung von Frauen in der Gesetzesgrundlage gehören auch im 21. Jahrhundert in Indonesien zur Praxis. Geschlechtsspezifische Diskriminierung und Unterdrückung sowie der Mangel von Frauen in öffentlichen Entscheidungspositionen (wie in der Politik oder den Medien) sind weit verbreitet. Um an diesem Zustand etwas zu verändern und Frauen mehr Autonomie zuzusprechen, müssen gesellschaftspolitische und soziale Prozesse in den Gang gesetzt werden und beide Geschlechter miteinander zusammenarbeiten. In meinen vergangenen Praxiserfahrungen innerhalb der Frauenrechtsarbeit habe ich gelernt, dass Frauen langfristig durch die Stärkung ihres Selbstbewusstseins sehr geholfen wird. Es ist in meinen Augen ein erster wichtiger Schritt, sie durch spezifische Beratungs- und Betreuungsangebote auf ihre Rechte und Möglichkeiten aufmerksam zu machen und sie darin zu bestärken. Auf diese Weise können sie unabhängiger und eigenverantwortlicher handeln und bestehende unterdrückende Gesellschaftsstrukturen in Frage stellen.“