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Sandindustrie in Kambodscha: Lebensgrundlagen, Ökologie und Entwicklung

Arbeiter beim Entladen eines Sandkahns
Arbeiter blasen Wasser auf den Sand, um ihn zu lösen, damit er durch große Rohre aus dem Kahn gepumpt werden kann (Foto: L. van Arragon, Oktober 2019).

Kambodscha ist auf große Mengen Sand angewiesen, unter anderem für den Ausbau der Infrastruktur und zur Auffüllung von Feuchtgebieten. Der Abbau hat dabei schwerwiegende ökologische und soziale Folgen, die sich auf die Umwelt und Existenzgrundlagen der Bevölkerung auswirken.

Melissa Marschke und Jean-François Rousseau gehen in einem neuen Artikel auf die Auswirkungen des Sandabbaus ein und werfen einen Blick auf den Arbeitsmarkt im Sandsektor.

Die kambodschanische Regierung erteilt zwar Genehmigungen für den Sandabbau, es ist jedoch unklar, wie die diese vergeben, überwacht und durchgesetzt werden. Der unkontrollierte Sandabbau hat schwerwiegende ökologische Folgen: Ufer erodieren, Ablagerungen belasten die Ökosysteme und wirken sich auf die dort angesiedelten Fischarten aus, Lebensräume werden zerstört.

Wenig Jobs im Sandsektor

Der Sandabbau beeinflusst die Existenzgrundlagen vieler Kambodschaner:innen. Dabei entstehen einerseits nur wenige Arbeitsplätze in der Sandindustrie. Hauptsächlich Männer aus dem ländlichen Raum arbeiten beim Abbau und dem Entladen von Sand, Aufstiegschancen gibt es nur wenig.

Auswirkungen auf Landwirtschaft und Fischerei

Anderseits beeinflusst die Sandindustrie die Lebensgrundlagen vieler Gruppen der Bevölkerung. Durch die Aufschüttung von Feuchtgebieten für neues Bauland verlieren beispielsweise Tausende von städtischen Bäuer:innen, Fischer:innen und Kleinunternehmer:innen ihre Existenzgrundlage.

Die Ausarbeitung einer soliden Strategie zur Nutzung der Ressource ist daher für die Sandindustrie und die allgemeine Entwicklung Kambodschas von entscheidender Bedeutung.

Der Artikel ist auch in Englisch unter dem Titel "Unpacking Cambodia’s sand industry: livelihoods, ecologies and development" erschienen.

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