Dr. Noe Noe Kyaw - Stipendiatin 2016-2017 (Public Health)

Erfolgreicher Studienabschluß im Juli 2017

 

Im Juli 2017 hat Frau Dr. Noe Noe Kyaw erfolgreich das Public-Health-Programm an der Mahidol-Universität abgeschlossen. Sie schreibt, dass sie sich jetzt bemüht, eine Stelle zu finden, um ihren Communities im Bereich Public Health zur Seite zu stehen.

Informationen über Dr. Noe Noe Kyaw

  • Vorstellung als pdf-Datei in Englisch und in Deutsch (gekürzte Version). Die Presseerklärung der Bettina-Kattermann-Stiftung zur Stipendienvergabe finden Sie hier
  • Die Höhe des 14monatigen Stipendiums beläuft sich auf ca. 17.200 Euro (je nach Wechselkurs), davon 7.600 Euro für Studiengebühren, 8.800 Euro für Lebenshaltungskosten und ca. 750 Euro für Bücher und wissenschaftliche Projekte. 

Über mich

Dr. Noe Noe Kyaw

Mein Name ist Noe Noe Kyaw. Ich komme aus Yangon, Myanmar. Meine Eltern sind U San Myint Kyaw und Daw Nwe Ni Hla. Ich habe die Reifeprüfung im Jahr 2006 mit vier Auszeichnungen an der Nr (1) Basic Education School (Insein, Yangon) bestanden. Ich habe dann an der University of Dental Medicine, Yangon, studiert, um Zahnärztin zu werden. , Von Januar bis Juni 2012 machte ich ein Praktikum in den 50-Betten-Lehrhospital in Thingangyun, Yangon, und im Sanpya General Hospital. Im März 2013 habe ich mein Diplom in Dentalmedizin erhalten.

Meine Vorstellungen und Visionen

Das Gesundheitssystem unseres Landes zu fördern, denn Myanmar ist immer noch ein Entwicklungsland und sollte die Gesundheitliche Versorgung des Landes verbessern.

Armen Menschen, insbesondere in ländlichen Gebieten zu helfen, wo es an gesundheitlicher Bildung, ausreichender medizinischer Behandlung, genügend Ärzten und ausreichenden Mitteln für das Gesundheitswesen mangelt.

Als junge Katholikin möchte ich auch die katholische Gemeinschaft durch ehrenamtliche Mitarbeit als professionelle Gesundheitsexpertin unterstützen.

Um die Ausbreitung von Zahn- und Mundkrankheiten insbesondere Mundkrebs in Myanmar zu verhindern, will ich helfen, Wissen über Zahn- und Mundgesundheit zu vermitteln.

Ich möchte mein Wissen und meine Erfahrungen mit meinen Kollegen und anderen im Gesundheitswesen Beschäftigten teilen, um die Anstrengungen unseres Landes zur Verbesserung des Gesundheitssystems zu unterstützen.

Wenn ich eine Chance hätte, würde ich auch den Flüchtlingen in den Grenzgebieten helfen, denen es an Bildung, Einkommen und Gesundheits-Bewusstsein mangelt.

Zahnärztliche und medizinische Erfahrungen

Ich hatte von 2009 bis 2012 verschiedene Aufgaben in den klinischen Abteilungen der Universität für Zahnmedizin, Yangon und im 50-Betten-Lehrkrankenhaus, Thingangyun. Dies war meine erste Stelle als Zahnärztin.

Neben den unterschiedlichen zahnärztlichen Behandlungen sammelte ich Erfahrungen mit Teamgeist, Zeitmanagement, kommunaler Gesundheitsversorgung und lernte auch Teamführungskompetenzen.

Unmittelbar nach meinem Abschluss begann ich im Mai 2013 als Assistentin in der Arbeit in der Mettamon Zahnklinik zu arbeiten. Hier assistierte ich meinen Mentor Dr. U Myo Mya und lernte von seinem Vorbild und seinen Erfahrungen.

Darüber hinaus arbeite ich nun als ehrenamtliche Zahnärztin in der katholischen Klinik Myat Kutho, Insein, Yangon. Ich möchte mit meiner Freiwilligenarbeit die katholische Kirche so gut wie möglich unterstützen. Ich bin sehr stolz darauf, in Gesundheitsförderungsprogrammen für die katholische Gemeinschaft tätig zu sein.

Ich bin auch als Beobachterin in der Zahn-, Mund- und Kiefer-Klinik tätig. Hier lerne ich mehr über die spezifische chirurgische Behandlung von Mundkrebs und Kieferverletzungen. Ich war überrascht, dass viele Menschen an Mundkrebs leiden. Da die meisten Menschen in ländlichen Gebieten mit wenig Gesundheitserziehung leben, wird der Krebs erst in einem späten Stadium diagnostiziert. Selbst Städter sind sich der Krebsgefahr nicht bewusst, die durch das Kauen von Betel-Priemen und tägliches Rauchen entsteht.

So wurde mir bewusst, dass wir mehr spezifische Programme zur Gesundheitserziehung entwickeln müssen – in der Stadt wie auf dem Land. In unserem Land steigt die Zahl der Mundkrebs-Erkrankten stetig. Das ist ein Indikator für den schlechten Zustand des Gesundheitssystems in unserem Land und macht deutlich, dass wir mehr Experten im Bereich Public Health und effektive Gesundheitserziehungsprogramme benötigen.

Deshalb bin ich bereit, durch die Ausbildung im Bereich Public Health einen Beitrag zur Förderung einer effektiven Gesundheitsvorsorge in unserer Gesellschaft zu leisten.

Außerdem habe ich 2015 als ehrenamtliche Zahnärztin im Yangon General Hospital gearbeitet… Dort habe ich eine große Zahl von Patienten gesehen, die fürchterliche Zahnprobleme hatten, die durch eine bessere Gesundheitsvorsorge verhindert werden könnten. Seitdem habe ich mich entschlossen, eine Expertin im Bereich Public Health zu werden. 

Glücklicherweise traf ich einen Glaubensbruder, der als Manager in einer angesehenen Nichtregierungsorganisationen arbeitet… Aufgrund unserer Gespräche habe ich mich entschlossen, den Master in Public Health anzustreben.

Ich habe deshalb begonnen, nach einer Universität zu suchen, an der ich einen anerkannten Abschluß in diesem Fach machen konnte. Erfahrene Kollegen haben mir die Mahidol-Universität in Bangkok empfohlen. Dort eine systematische Ausbildung im Bereich Public Health zu erhalten, ist wichtig für meine zukünftige Arbeit im Bereich von Public Health, um zur Herausbildung von Verwaltungsstrukturen beizutragen, die zum heutigen Myanmar passen. Ich werde dann in der Lage sein, einen kreativen Beitrag bei der Reform des existierenden Systems öffentlicher Gesundheit in Myanmar  zu leisten.

Allerdings konnte ich mir eine Bewerbung an der Mahidol nicht leisten, da eine gute Erziehung mit hohen Studiengebühren einhergeht. Als ich schon beinahe aufgeben wollte, erfuhr ich vom Stipendienprogramm der Bettina Kattermann-Stiftung (in Kooperation mit dem KAAD) aus Deutschland. Ich habe versucht, diese Chance wahrzunehmen und mich um das Stipendium beworben.

Glücklicherweise bin ich für 2016 als einer der StipendiatInnnen ausgewählt worden. Ich bin sehr dankbar, das ich in Betracht gezogen worden und für das Stipendium ausgewählt worden bin.

Nun bereite ich mich vor, an dem Master of Public Health International Programm an der Mahidol University, Thailand, mit der Unterstützung durch die Bettina-Kattermann-Stiftung / KAAD teilzunehmen.

Mit warmer Dankbarkeit,

Noe Noe Kyaw

E-Mail: noelnoekyaw7@gmail.com

Neu: Flyer erhältlich

Zum Verteilen bestellen bei bks(at)asienhaus.de

von Ute Köster, Phuong Le Trong, Christina Grein (Hrsg. für die Burma-Initiative)

Handbuch Myanmar