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Corona in Asien: Zivilgesellschaftliche Länderperspektiven

Wirtschaftliche Folgen von Corona: Textilarbeiter*innen in Bangladesch

Bangladeschs Wirtschaft ist extrem abhängig von der Textilindustrie, insbesondere von Exporten in die EU oder USA. Der Lockdown dieser Länder sowie die Unterbrechung der Lieferketten stellt eine ernsthafte Problematik dar: Bestellungen in Höhe von 4 Milliarden Dollar wurden bereits storniert. In der Textilindustrie sind etwa 3,5 Millionen Arbeiter*innen angestellt, von denen ein Drittel Frauen sind. Die Regierung hat als Unterstützung diesen Arbeiter*innen Geldmittel in Form von subventionierten Krediten sowie eine Versorgung mit Lebensmitteln zugesichert. Doch auch Menschen in anderen Berufen mit geringem Einkommen fehlen teilweise die Mittel, um sich zu ernähren. 

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Chinesische Wanderarbeiter*innen in Zeiten von Corona

Seit dem Ausbruch von COVID-19 haben Abermillionen chinesische Wanderarbeiter*innen ihre Jobs verloren. Georg Fahrion berichtet von einem "Arbeitermarkt" in Chengdu (Sichuan). Dort bieten Wanderarbeiter*innen regelmäßig ihre Arbeitskraft an. Aktuell ist die Nachfrage sehr gering. Drei von ihnen erzählen von wirtschaftlicher Unsicherheit, Migration, Tagelöhner-Jobs und Zukunftsträumen.

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Gerechte Arbeitsbedingungen für Gesundheitshelferinnen

In Indien wurden die Gesundheitsbehörden schon vor der Krise von Gesundheitshelferinnen, sogenannten Accredited Social Health Activists (ASHA) unterstützt. Normalerweise klären sie über Gesundheitspraktiken, Ernährung, Hygiene und sanitäre Einrichtungen in Gemeinden auf. Doch sie werden schlecht bezahlt und ein soziales Sicherheitsnetz wird ihnen verweigert. Durch die Corona-Pandemie erhöhte sich die Arbeitsbelastung während sich die finanzielle Situation der ASHAs verschärfte.

Auch die Deutsche Welle berichtete über die Arbeitsbedingungen der Gesundheitshelferinnen. Die ASHAs besitzen keine medizinische Schutzausrüstung und sind nicht versichert, falls sie sich mit COVID-19 infizieren. Viele von ihnen haben Gebiete mit erhöhtem Corona-Risiko bereits ohne Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel besuchen müssen. Einige von ihnen haben sich deshalb geweigert zu arbeiten.

Darüber hinaus haben sich Frauen auch in anderen Berufsfeldern zu Kooperativen zusammengeschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise gemeinsam zu schultern und damit abmildern zu können. 

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Flüchtlingscamps in Zeiten von Corona

Seit September 2019 haben die geflüchteten Rohingya in den Camps in Bangladesch keinen Zugang zum Internet mehr. Dies beschloss die Regierung von Bangladesch angeblich aus Sicherheitsgründen. Seit April 2020 gelten ferner extreme Einschränkungen, die gerade die humanitäre Versorgung beschneiden. Diese Maßnahmen haben drastische Auswirkungen für die dort lebenden Menschen, gerade in Zeiten der Corona-Pandemie. Humanitäre Initiativen und die rund eine Millionen Bewohner*innen sind auf internetbasierte Kommunikation wie etwa WhatsApp angewiesen. Im ersten Beitrag verdeutlicht ein Camp-Bewohner, welche Gefahren diese Internetbarriere birgt. Zudem schürt der eingeschränkte Zugang zu Informationen im Bezug auf Corona weiter Gerüchte und Angst, wie im drtitten Beitrag dargestellt wird.

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Pandemie und Klimanotstand bekämpfen

Seit der Corona-Pandemie gibt es einen allgemeinen Konsens darüber, dass ein Aufschwung nach der Krise umweltfreundlich und nachhaltig sein muss. Schließlich steht Gesundheit im direkten Zusammenhang mit Wirtschaft und Umwelt. Dem stimmen auch Vertreter verschiedener multinationaler Organisationen zu. Doch vor der Krise hatten die meisten südostasiatischen Länder gravierende Probleme im Gesundheitssektor und beim Klimaschutz. Ein langer Weg steht noch bevor.

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Hackerangriffe auf Regierungskritiker*innen

Regierungskritische Medien, Forscher*innen und zivilgesellschaftliche Organisationen wurden kürzlich zum Ziel von mehreren Cyberattacken. Der Exekutivdirektor von Amnesty International Indonesia erklärte, dass es keine Straffreiheit geben dürfe, falls die Hacker*innen Teil des Staates sind. Der indonesische Informationsminister dementierte hingegen die Anschuldigungen, dass die Cyberangriffe Kritiker zum Schweigen bringen sollen.

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Fremdenfeindlichkeit gegen Arbeitsmigrant*innen in Malaysia

Ausländische Arbeitnehmer*innen in Malaysia sind in ihrem Alltag regelmäßig Diskriminierung ausgesetzt. Durch den wirtschaftlichen Abschwung während der Corona-Pandemie wurden die Arbeitsmigrant*innen vermehrt zur Zielscheibe von Fremdenfeindlichkeit. Angeblich sollen sie die Schaffung von Arbeitsplätzen für Einheimische verhindern. Eine aktuelle Studie der Weltbank widerlegt dies. Ein Migrant, der sich in einem Interview kritisch über die Behandlung von ausländischen Arbeitskräften äußerte, wurde des Landes verwiesen. 

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Niedriglohnstrategie als Nachteil in der Krise: Vietnams Arbeitsmarkt unter Druck

Millionen von Arbeitnehmer*innen sehen sich aufgrund der Pandemie mit Massenentlassungen konfrontiert. Dies ist vor allem auf Einbrüche in der instabilen Exportindustrie und Rückgänge bei ausländischen Investitionen zurückzuführen. Vielen Menschen, die zum Arbeiten in die Stadt zogen, fehlt das soziale Netz ihrer Familie, vom Staat kommt wenig Unterstützung. Besonders Wanderarbeiter*innen werden von Hilfsmaßnahmen oft ausgeschlossen. 

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