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Hintergrundinformationen: Hun Sens letzter Kampf; Köln, 2015

Markus Karbaum

30 Jahre nach Amtsantritt stößt Kambodschas Regierungschef an die Grenzen seines altbewährten Herrschaftsstils. Ihm gegenüber stehen eine erstarkte Opposition und viele junge Wählerinnen und Wähler, die sich einen politischen Wandel wünschen. Noch sollte man Hun Sen aber nicht abschreiben.

 

In Kambodschas junger Gesellschaft – das Durchschnittsalter liegt unter 24 Jahren – gibt es nicht mehr sehr viele Menschen, die sich an eine Zeit erinnern, in der Hun Sen politisch keinen Einfluss ausübte. Mittlerweile hat der heute 62-jährige fast sein halbes Leben Kambodschas Regierung geführt – Jahre, in denen sich das Land langsam aus bitterer Armut erhob und gleichzeitig in der Korruption versank. Hun Sen wurde dabei nicht nur unermesslich wohlhabend, sondern installierte auch ein extrem personalisiertes und allein auf ihn zugeschnittenes Regierungssystem. Doch ob Hun Sen am 14. Januar den 30. Jahrestag seiner Wahl zum kambodschanischen Premierminister – ein Amt, das er, abgesehen von einem kurzen Intermezzo zwischen Mai 1992 und November 1993 während der UNTAC-Mission der Vereinten Nationen, durchgehend bekleidete – unbeschwert wird feiern können, ist eher unwahrscheinlich. Denn während er in den letzten 15 Jahren weitgehend unangefochten in einer Fassadendemokratie 2 regierte, wird er nun mit einem realistischen Szenario des Machtverlusts konfrontiert.

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Sprache: deutsch
Materialform: informationsmaterial
Schlagworte: Demokratie, Politik, Interview

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