22.06.2020

Arbeitsmigrantinnen: Massive Unsicherheit in Zeiten von Corona

Bewohner*innen von informellen Siedlungen in Yangon sind in besonderem Maße von der Corona-Pandemie betroffen. Hier haben vor allem Frauen ihre Jobs verloren und sind nun zunehmend häuslicher Gewalt ausgesetzt.

Rund 8 Prozent der Yangoner Bevölkerung lebt in informellen Siedlungen ohne behördliche Registrierung. Ein Großteil der Menschen sind Migrant*innen aus den ländlichen Gebieten, die in den Fabriken arbeiten. Die Wohnsituation in den Siedlungen ist prekär: die Menschen leben auf engstem Raum und grundlegende sanitäre Einrichtungen sind rar. Durch staatliche Maßnahmen gegen die Verbreitung von COVID-19 sind maßgeblich Frauen großen Risiken ausgesetzt. Die Rate häuslicher Gewalt in den Siedlungen hat sich im Zuge von Bewegungsbeschränkungsmaßnahmen extrem erhöht. Landesweit ist sie laut der Akhaya Women Organisation um das 7,5-fache angestiegen.