24.07.2019

Blickwechsel: Widerstand gegen Bergbau in Myanmar: Die Kupferminen von Monywa

In Myanmars stellt der Bergbausektor eine wichtige Triebkraft für die wirtschaftliche Entwicklung dar. Doch der Sektor ist nach wie vor durch einen lückenhaften rechtlichen Rahmen und enorme menschenrechtliche, soziale und ökologische Risiken charakterisiert. Ein Beitrag von Christina Grein.

Letpadaung Kupfermine, Monywa, 2017 ©Christina Grein

Das größte Bergbauprojekt Myanmars, die Kupferminen von Monywa, ist beispielhaft für den Sektor landesweit: mächtige Konzerne haben großen Einfluss auf die Politik, staatliche Stellen sind teils überfordert, teils ignorant und internationale menschenrechtliche sowie ökologische Standards werden immer wieder mit Füßen getreten. Doch Aktivist*innen und Anwohner*innen leisten seit Jahren Widerstand zum Trotz massiver Risiken und Repression.

Myanmar ist reich an einer großen Vielfalt natürlicher Ressourcen. Unter der von der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) geführten Regierung wird der Bergbau, nach dem Vorbild der Vorgängerregierung, als Schlüsselsektor für ausländische Investitionen gefördert. Zwar ist die Industrie vergleichsweise jung und die Mehrheit der Projekte befinden sich noch in der Machbarkeitsphase, doch laut Prognosen soll der Anteil der Bergbauindustrie am nationalen Bruttoinlandsprodukt in den kommenden Jahren um etwa 7,5 Prozent steigen. Denn seit der Verabschiedung des neuen Bergbau-Gesetzes Anfang 2018 ziehen sowohl in- als auch ausländische Investitionen stetig an. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind hier insbesondere Industriemineralien, Steine, Schwermetalle sowie Edelsteine wie Jade und Rubine.

Sprache: deutsch
Materialform: informationsmaterial