08.10.2015

Kohleförderung in Kalimantan: Konflikte, sozio-ökologische Auswirkungen und aktuelle Debatten

Indonesien ist momentan der weltweit größte Exporteur von thermischer Kohle, die zur Energiegewinnung in China, Indien und anderen asiatischen Ländern verheizt wird. Welche Probleme gehen damit einher, wer trägt die Kosten?

Eine Analyse von Michaela Haug.

Fahrt durch Kohletageabbau in Kalimantan, Foto: Michaela Haug

In Indonesien hat der massive Kohleboom der letzten zehn Jahre vor allem einer kleinen Gruppe von politischen und wirtschaftlichen Eliten auf lokaler wie nationaler Ebene Reichtum gebracht. Für die große Mehrheit der Bevölkerung in den zentralen Fördergebieten bedeutet der Kohleboom den Verlust ihres Landes, massive Umweltverschmutzung, weitreichende Veränderungen ihrer Lebens- und Wirtschaftsweisen sowie neue Gesundheitsrisiken und eine Vielzahl von Konflikten. Die Kohleindustrie stellt sich gerne als bedeutenden Wirtschaftssektor dar. Im Gegensatz dazu wird immer deutlicher, dass die Kohleindustrie relativ wenig zum Bruttoinlandsprodukt Indonesiens beiträgt und stattdessen zunehmend spürbare Kosten und langfristige Probleme verursacht.

Sprache: deutsch
Schlagworte: Menschenrechte, Konfliktbearbeitung, Bergbau