24.07.2020

Massenverhaftungen und Umgang mit Geflüchteten in Malaysia

Geschätzte 3-4 Millionen Migrant*innen und Geflüchtete ohne Ausweispapiere in Malaysia haben erschwerten Zugang zur Gesundheitsversorgung. Dies verschärft deren Situation innerhalb der Pandemie, viele haben durch den Lockdown ihre Arbeit verloren.

Seit Ausbruch des Viruses gab es in den sozialen Medien, auch durch Politiker, Stimmungsmache gegen Geflüchtete mit Gerüchten, sie würden den Coronavirus verbreiten. Im April wurde ein Boot mit geflüchteten Rohingya abgewiesen; laut Behörden wegen COVID-19. Die malaysischen Behörden haben in Razzien um die 700 Personen ohne Papiere verhaftet. Menschenrechtsorganisationen protestieren seither gegen die Kriminalisierung der Migrant*innen und das scharfe Vorgehen. Insbesondere Rohingya werden seit Ausbruch der Virus diskriminiert. 

Schlagworte: Gesundheitswesen, Gesundheitssystem, Flucht, Malaysia, Corona-Pandemie