Online-Veranstaltung zu Indonesien: Straflosigkeit beenden, Menschenrechte sichern!

Am Tag der Menschenrechte organisiert die Stiftung Asienhaus gemeinsam mit Watch Indonesia!, International People‘s Tribunal ‘65 (IPT) und der deutschen Sektion von Amnesty International eine Online-Diskussion zu Straflosigkeit und Menschenrechtsverletzungen in Indonesien.

Massaker von 1965/66, Arbeits- und Menschenrechte in der Palmölindustrie und die Menschenrechtssituation in Papua stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Bei der Veranstaltung unter dem Titel "Indonesien 55 Jahre nach Suhartos Machtübernahme: Straflosigkeit beenden, Menschenrechte sichern!" stehen die Massaker von 1965/66, Arbeits- und Menschenrechte in der Palmölindustrie und die Menschenrechtssituation in Papua im Fokus. 

Die Veranstaltung findet anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte, am Donnerstag, den 10. Dezember 2020 von 14-16 Uhr (CET/MEZ) / 19-21 Uhr (WIB) in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung statt.

Indonesien 55 Jahre nach Suhartos Machtübernahme: Straflosigkeit beenden, Menschenrechte sichern!

Vor 55 Jahren errichtete General Suharto in Indonesien eine Militärdiktatur, die bis 1998 währte. Außergerichtliche Tötungen, schwere Folterungen, die Verschleppung von Oppositionellen kennzeichneten die das Regime.

Seit seiner Ablösung vor rund 20 Jahren ringt das Land um Demokratie und mehr Rechtsstaatlichkeit. Trotz hoffnungsvoller Erneuerungsansätze brechen sich gerade im Zuge wirtschaftlicher Wachstumserwartungen gewaltsame staatliche oder staatlich gedeckte Übergriffe, Diskriminierung und Einschränkung der Freiheitsrechte Bahn.

Mangelnde Aufarbeitung und Menschenrechtsverletzungen

Die  Aufarbeitung vergangener Menschenrechtsvergehen ist bisher ebenso wenig erfolgt, wie aktuellen Menschenrechtsverbrechen ausreichend Einhalt geboten wird. Straflosigkeit bestimmt weitestgehend das Bild.

Was passiert in einer Gesellschaft, in der die Straflosigkeit von Menschenrechtsverletzungen den Tätern das Signal gibt, legitim zu handeln und die Opfer fühlen lässt, dass ihre Leiden konsequent ignoriert werden? Welche internationalen Zusammenhänge gibt es und welche Handlungsoptionen haben wir, um die Menschenrechte in Indonesien voranzubringen?

Massaker von 1965/66, Palmölindustrie und Menschenrechtssituation in Papua

Mit Blick auf internationale and regionale Möglichkeiten der Intervention, laden wir Sie ein, diese Fragen mit unseren internationalen Gästen zu diskutieren. Die Veranstaltung schlägt den Bogen von der (fehlenden) Aufarbeitung des Massakers von 1965/66 über Arbeits- und Menschenrechte in der Palmölproduktion bis hin zur aktuellen Menschenrechtssituation in Papua.

Das Online-Event "Straflosigkeit beenden, Menschenrechte sichern!" wird moderiert von:

  • Andreas Schüller, Anwalt für Völkerstrafrecht und Leiter des Programmbereichs Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung des European Center for Constitutional and Human Rights  (ECCHR)

Referent*innen sind

  • Elvira Rumkabu, Dozentin für internationale Beziehungen an der Universität Cenderawasih in Jayapura und Mitglied des Dewan Adat Papua (Rat für Papuanisches Gewohnheitsrecht)
  • Oliver Pye, Dozent für Transformationsprozesse, Palmölindustrie und Arbeiter*innenbewegungen an der Universität Bonn, AG Ressourcen der Stiftung Asienhaus
  • Yunantyo Adi Setyawan, indonesischer Jurist und Aktivist der sich mit der Aufarbeitung des Massakers 1965/66 befasst.

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Eine gemeinsame Veranstaltung von Watch Indonesia!, International People‘s Tribunal ‘65 (IPT), Amnesty International (deutsche Sektion) und der Stiftung Asienhaus. 

Schlagworte: 1965, Gewerkschaften, Arbeiterinnen, Indonesien, Westpapua, Palmöl, Menschenrechtsverletzung, Menschenrechte

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