02.11.2020

Presseschau: Thailand, Aktivist*innen, neue Entwicklungen

Mehrere Engagierte aus Arbeitsgruppen der Stiftung Asienhaus analysierten für verschiedene Medien die Entwicklungen in Thailand. Sie schätzten die Lage ein, äußerten sich zur Debatte um den thailändischen König und gaben Einblicke in die Situation thailändischer Aktivist*innen in Europa.

Die Protestbewegung demonstrierte vor der Deutschen Botschaft am 26. Oktober 2020 (Foto: JD

Oliver Pye von der Universität Bonn schreibt über die aktuellen Entwicklungen um die momentane Protestbewegung. Er schätzt die Ereignisse der letzten Wochen und zunehmenden Repressalien und Polizeigewalt ein. Er befürchtet ein härteres Vorgehen der Regierung. 

In Thailand kann es lebensgefährlich sein, sich gegen Regierung und König zu stellen. Aber auch politische engagierte Thais im Ausland stehen unter Druck. Aktivist*innen wie Praphakorn Wongratanawin, die sich für die AG Thailand Stiftung Asienhaus engagiert, werden angefeindet und bedroht. Sie lassen sich aber nicht einschüchtern.

Nicola Glass berichtete über die Protestbewegung in Bangkok, die vergangene Woche zur deutschen Botschaft in der thailändischen Hauptstadt zog und einen Brief überreichte. Sie fordern die deutsche Bundesregierung auf, den Status des thailändischen Königs in Deutschland zu überprüfen. Dieser hält sich einen Großteil seiner Zeit in Bayern auf. Geht der thailändische Monarch von Deutschland aus Staatsgeschäften nach?

Dazu wurde auch Wolfram Schaffar befragt. Er ordnete den Fall ein und zog einen Vergleich zum türkischen Präsident Recep Tayyip Erdogan, dem 2017 untersagt wurde, in Deutschland Wahlkampf zu betreiben.

Schlagworte: Proteste, Autoritarismus, Demokratie, Thailand

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