Speak Up!: "Heldinnen an vorderster Covid-19-Front"

In Indien lasten gesundheitsgefährdende Aufgaben auf den Schultern der ‚freiwilligen‘ Gemeindearbeiterinnen. Streiks und Forderungen nach einem gut finanzierten öffentlichen Gesundheitswesen werden immer lauter.

Zum Höhepunkt der Pandemie 2020 wurden ‚freiwillige’ Gesundheitsarbeiterinnen, die für ihre Arbeit keinen regelmäßigen Lohn erhalten, dazu verpflichtet, Aufgaben der Pandemiebekämpfung in ihren Dörfern, vor allem gegenüber Wanderarbeiter:innen und ihren Familien zu übernehmen. Ihr Lohn dafür war symbolischer Applaus und Schlagzeilen in einer militarisierten Sprache in allen Medien, dass die ASHAs „an der Front“ und in der “vordersten Verteidigungslinie kämpfen“. Vor dem Hintergrund internationaler Debatten über neue Formen von Zwangsarbeit muss konstatiert werden, dass die schwierigsten und gesundheitsgefährdetsten Aufgaben den Gemeindearbeiterinnen als schwächsten Gliedern in der Kette der Gesundheitsversorgung übertragen wurden. Sie streikten und forderten – wie Gesundheitsarbeiter:innen in anderen Ländern – ein gut finanziertes öffentliches Gesundheitswesen.

Ein Interview mit Radhika Menon zu ASHAs, „freiwilligen“ Gesundheitsarbeiterinnen in Indien

 

Speak Up! ist ein Medienprojekt des Redaktionsnetzwerks Südasien, einer Kooperation zwischen der Stiftung Asienhaus und dem Südasienbüro. 

Das Redaktionsnetzwerk Südasien will Stimmen aus Südasien mit Texten sowie Audio- und Video-Podcasts ein Forum bieten und einen Dialog über aktuelle politische Themen organisieren.

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