18.09.2018

Stiftung Asienhaus beim 12. Asia-Europe People's Forum (AEPF12)

Die Stiftung Asienhaus wird mit mehreren Teilnehmenden beim 12. Asia Europe People’s Forum (AEPF12) in Ghent vertreten sein. Die Stiftung wird unter anderem drei Workshops mitorganisieren. Themen sind die politische Lage in Thailand, Solidarität entlang der Produktionskette in der Palmöl-Industrie und die Belt and Road Initiative.

Der 12. AEPF findet vom 29. September bis 1. Oktober in Ghent in Belgien statt.

Das Programm und die Workshops, die in Cluster-Meetings oder Open Space-Formaten stattfinden, sind zahl- als auch umfangreich.

Die Stiftung Asienhaus wird die drei folgenden Workshops mitveranstalten:

Palm Oil: Solidarity along the Global Production Network between Europe and Asia

Der Workshop zielt darauf ab, die Idee der Global Production Network (GPN) auf einen bestimmten Sektor anzuwenden, und zwar Palmöl. Palmöl, zumeist in Südostasien produziert, ist eine der kontroversesten weltweit konsumierten Waren. Einige Kampagnen haben sich mit Themen wie Land Grabbing, Abholzung des Regenwaldes, Biokraftstoff oder Energiepolitik beschäftigt. Aber eine Arbeitsstrategie, welche die Arbeiter*innen entlang der Produktionskette zusammenbringt und transnationale Solidarität stärkt, wurde noch nicht erprobt.

Der Workshop wurde von Oliver Pye für die Stiftung Asienhaus konzipiert. Oliver Pye wird den Workshop gemeinsam mit Fahmi Panimbang, der die Aktivitäten des aktuellen Palmölprojekts der Stiftung Asienhaus in Südostasien koordiniert, mitgestalten. Der Workshop wird zusammen mit 11.11.11 (Belgien) und Sawit Watch (Indonesien) organisiert.

Thailand: Never-ending Repression, Promised Election and Restauration of Democracy

Der Workshop wird die aktuelle politische Lage in Thailand aufgreifen sowie die Rolle der Zivilgesellschaft die Regierung Thailands aufzufordern, ihre Versprechen zu halten. Forderungen der Zivilgesellschaft sind die Wiederherstellung der Demokratie, der Stopp von Menschenrechts- und Meinungsfreiheitsverletzungen, sowie das Abhalten von gerechten, sicheren und freien Wahlen garantieren. Der Workshop wird zudem unterschiedliche Strategien diskutieren, inwieweit die EU unter Druck gesetzt werde kann. Sie sollte multilaterale Meetings, wie zum Beispiel ASEM, oder bilaterale Meetings zwischen der EU und Thailand nutzen, um den Übergang zu einer demokratischen Zivilregierung zu unterstützen. In dem Workshop soll auch die verstärkende Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der Demokratieförderung thematisiert werden. Bisher hat ein großer Teil der Zivilgesellschaft dazu beigetragen, den Weg für die Militärdiktatur zu ebnen. Das Seminar sollte hervorheben, dass gerechte Wahlen mehr als nur einen Wahltermin brauchen, sondern auch in einem politischen Kontext stattfinden müssen, in dem alle Bürger*innen über die Möglichkeit verfügen, ihre freie Meinung zu äußern und ohne Angst an dem politischen Prozess teilnehmen zu können.

Der Workshop wurde von Praphakorn Wongratanawin für die Stiftung Asienhaus konzipiert und mitorganisiert. Weitere Mitorganisatoren sind Thailand Human Rights Campaign UK (United Kingdom), Thai Democrats without Borders (France) und Assembly of the Poor (Thailand).

China's Belt and Road Initiative

Dieser Open Space Workshop verfolgt das Ziel ein gemeinsames Verständnis der Belt und Road Initiative (BRI) zu erarbeiten. Das soll durch das Teilen von Analysen und Aktivistenerfahrungen sowie durch den Dialog zwischen sozialen Bewegungen geschafft werden.

Die vier zur Verfügung stehende Stunden werden gleichermaßen zwischen interaktivem Diskussionsforum, kleinen Diskussionsgruppen und einem „Fish bowl“ aufgeteilt. Verteilt auf vier Sitzungen fokusieren sich die Teilnehmendenauf die Themen: BRI als Initiative, lokale Aktivistenerfahrungen- und Perspektiven über die BRI, die fünf prioritären Bereiche der BRI und Reaktionsmöglichkeiten auf die BRI.

In der letzten Stunde werden sich die Teilnehmer darüber auszutauschen, inwieweit soziale Bewegungen auf die BRI reagieren können, inklusive Mechanismen für gemeinsame Reaktionen.

Nora Sausmikat, Leiterin des China-Programms der Stiftung Asienhaus, wird im Workshop mitwirken. Mitorganisatoren sind TNI, GJN und Monitoring Sustainability of Globalisation (MSN).

Hier geht es zur Webseite des AEPF.

Hier kann man das Programm des AEPF downloaden.