10.08.2020

Chinas ambivalente Rolle in Myanmars Bürgerkrieg

Die Regierung in Peking betont, dass sie sich für die Beendigung des 70-jährigen Bürgerkriegs in Myanmar einsetzt. 2017 unterstützte sie den Friedensprozess mit 1 Mio. US-Dollar. Gleichzeitig steht sie in enger Verbindung mit einer der stärksten bewaffneten ethnischen Gruppen, der United Wa State Army (UWSA).

Der Konflikt zwischen Myanmars Regierung bzw. Militär und den bewaffneten ethnischen Gruppen ist das Resultat der jahrzentelangen Unterdrückung ethnischer Minderheiten zu Zeiten der britischen Kolonialherrschaft und der anschließenden Militärdiktatur. Einige der Gruppen fordern Autonomie, so auch die UWSA, die bereits eine autonome Regierung im nördlichen Shan-Staat etabliert hat. China unterstützt die UWSA wirtschaftlich durch Waffen, Ressourcen und Geldtransfer. So ermöglicht sie es der UWSA im Shan-Staat ihre Machtposition zu sichern. Chinas Glaubwürdigkeit, dass es tatsächlich an einem Friedensabkommen zwischen der Wa-Miliz und der myanmarischen Regierung interessiert sei, bleibt fraglich.

New Mandala: China won’t end Myanmar’s conflict with the United Wa State Army (28.07.20)

Termine

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