10.08.2020

Nationale Friedensverhandlungen gehen in die nächste Runde

Myanmars Regierung kündigte noch rechtzeitig vor den Wahlen im November die vierte Runde der "21st-Century Panglong Union Peace Conference" (UPC) an. Vom 19.-21. August werden Regierung, Militär und bewaffnete ethnische Gruppen erneut zusammen kommen um in den Friedensverhandlungen voran zu schreiten.

Zu den Verhandlungen wuden dieses Mal auch jene Gruppen eingeladen, die das landesweite Waffenstillstandsabkommen bisher noch nicht unterzeichnet haben. Darunter etwa die United Wa State Army, die Kachin Independence Army oder Ta’ang National Liberation Army. Die Ausnahme bildet hier die Arakan Army, die zuvor seitens der Regierung als terroristische Vereinigung deklariert wurde. Myanmars Friedensprozess war in den letzten Jahren zunehmend ins Stocken geraten. Die Erwartungen an die anstehenden Verhandlungen sind hoch. Der Fokus der Gespräche wird insbesondere auf der Implementierung des Wffenstillstandsabkommens, grundlegenden föderalen Leitlinien und auf der Zukunft des Friedensprozesses nach 2020 liegen. Aufgrund von Einschränkungsmaßnahmen bezüglich COVID-19 ist die Delegiertenzahl jedoch auf 200 Personen beschränkt, also um zwei Drittel gekürzt im Vergleich zu den vorherigen Verhandlungen.  

The Irrawaddy: Non-Signatories to Myanmar’s Nationwide Ceasefire Agreement Yet to Decide on Attending Peace Conference (10.08.20)

Termine

26.09.2020 | Online-Event
13.11.2020 |

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