03.12.2020

Trotz massiver Sicherheitsbedenken: Bangladesch siedelt Rohingya auf entlegene Insel um

Bangladesch hat begonnen, geflüchtete Rohingya per Schiff auf die Insel Bhasan Char umzusiedeln. Menschenrechtsorganisationen bezeichnen die bisher unbewohnte Insel aufgrund ihrer isolierten Lage als schwimmendes Gefängnis.

Zudem ist diese tief gelegen und steht damit während der Monsunzeit häufig in Teilen unter Wasser. Es ist fraglich, ob die bereits auf die Insel gebrachten Rohingya der Umsiedelung zugestimmt haben, ob sie dazu gezwungen oder mit finanziellen Anreizen gedrängt wurden. Die Behörden argumentieren, dass das Lager Kutupalong in Cox’s Bazar hoffnungslos überfüllt sei. Mit geschätzen 850.000 Einwohner*innen stellt das Lager das größte Geflüchtetenlager der Welt dar.

Amnesty International: Bangladesh: Halt relocation of Rohingya refugees to remote island (03.12.2020)

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