Publikationen

China Going Nuclear, 2010

Eva Sternfeld

Die internationale Atomindustrie empfängt ermutigende Signale aus China. Während andere Länder ihre Atomenergie-Programme zurückführen, verfolgt China eine massive Entwicklung ihrer Atomindustrie. 2009 veränderte die chinesische Regierung ihre Energieentwicklungspläne und strebt nun eine zehnfache Erhöhung ihrer Nuklearkapazitäten bis 2020 an. Damit sollen die Probleme bei der Energieversorgung in Chinas östlichen Provinzen gelöst und gleichzeitig die Umweltqualität verbessert und der Ausstoß an Treibhausgasen reduziert werden. Die chinesische Regierung hat in den vergangenen Jahren Atomenergie neben erneuerbaren Energien als eine „saubere“ Energiequelle gepriesen, die frei ist von C0-2-Emissionen.

Nuclear powerplant in Greece. Photo by Jason Blackeye via unsplash

Trotzdem fragen sich Kritiker, ob China hinreichend vorbereitet ist, diese schnelle Erweiterung der Atomkapazitäten zu managen und ob es in der Lage ist, sowohl das potentielle Risiko von Atomunfällen wie der Endlagerung nuklearen Abfalls zu beherrschen.

Die chinesische Öffentlichkeit ist bisher weitestgehend über die Risiken dieser Entwicklung im Dunkeln gelassen worden. Eine Folge davon ist, dass sich nur wenige Umweltaktivisten bisher den Fragen der Sicherheitsrisiken in Kraftwerken wie in Uranminen, Anreicherungsanlagen und Endlagerungsstätten gewidmet haben.

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Sprache: english
Materialform: artikel
Schlagworte: Interview, Konsumwelten, Klimawandel, Gesundheitswesen, Energie & Rohstoffe

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