07.05.2018

Bericht zum Bildungswesen Timor-Lestes

„Education Matters“ - mit dieser Aussage beginnt der Bericht zum Bildungswesen Timor-Lestes. Der UN Population Fund, UNICEF und die Regierung Timor-Lestes haben 2018 gemeinsam einen Bericht zum Bildungsstand der Bevölkerung herausgegeben. Er entstand auf Grundlage der Volks- und Haushaltszählung 2015.

Bildung sei, laut des Berichts, ein zentraler Einflussfaktor der sich auf alle Aspekte des Lebens auswirke. Sie habe nicht nur eine hohe Relevanz für den allgemeinen Wohlstand der Bevölkerung, sondern sei auch für das individuelle Wohlbefinden, die Gesundheit und die Lebensqualität jedes Einzelnen entscheidend.

Das Bildungssystem Timor-Lestes ist vierstufig und reicht von der Vorschule, die ab dem 3. Lebensjahr beginnt, bis zur Universität die im Alter von 18 bis 23 absolviert wird. Insbesondere gibt es in der wichtigen Früherziehung der Primär- und Sekundärstufe Mängel. Mehr als 11 Prozent der 6 - 14 Jährigen besuchen keine Schule. Es zeichnet sich jedoch ein positiver Trend ab. Zunehmend mehr Kinder erhalten Zugang zu einer schulischen Ausbildung und die Anzahl der Menschen ohne jedweden Bildungsabschluss ist seit der Volkszählung 2004 fast halbiert worden, von ursprünglich 49 Prozent der Bevölkerung auf aktuell 26 Prozent.

Eines der Hauptprobleme ist allerdings, dass Schüler oft das empfohlene Alter für ihren Bildungsgrad überschreiten. Eine frühzeitige Förderung der schulischen Laufbahn und ein gleichberechtigter Zugang zur Bildung, wie es sich die Regierung Timor-Lestes durch die Agenda 2030 zum Ziel gesetzt hat, sind daher noch nicht erreicht. Große Defizite gibt es auch bei benachteiligten Personengruppen. Dort ist beispielsweise die Alphabetisierungsrate sehr gering.

Hier geht's zum Bericht: Analytical Report on Education

Schlagworte: Bildung, Timor-Leste, Osttimor