06.04.2020

Die Folgen von Covid-19 in Timor-Leste

Ein Ausbruch des Coronavirus würde in Timor-Leste nicht nur das Gesundheitssystem überfordern, sondern auch die Armut des Landes vertiefen, warnt Guteriano Neves in seinem Beitrag in The Interpreter vom 3. April 2020: Die bestehenden sozialen und wirtschaftlichen Probleme werden verstärkt.

Gemeinsam können wir COVID-19 bekämpfen, Dili April 2020, Foto: Anemi Wick

Die Regierung hat eine Reihe von Präventionsmaßnahmen ergriffen und für die Dauer von 4 Wochen (28.3. - 24.4.2020) den Ausnahmezustand verhängt.

Aufgrund der innenpolitischen Krisen - vorgezogenen Neuwahlen in 2018 und einem Auseinanderbrechen der Regierungskoalition im Januar 2020, begleitet von einer Nicht Verabschiedung von Haushaltsplänen – erlebte das Land seit 2017 deutliche Einbrüche im Wirtschaftswachstum. Mit der Covid-19-Pandemie wird Timor-Leste in die Rezession zurückkehren. Das jüngste World Bank East Asia and Pacific Economic Update prognostiziert für 2020 eine Wachstumsrate von minus 2,8%.

Dies wird sich unweigerlich auf die Beschäftigung, das Einkommen und das allgemeine Wohlergehen der Menschen auswirken. Es gibt nur wenig Arbeitsplätze im formellen Sektor. Rund 250.000 Menschen droht der Verlust ihrer Einkommensquelle. Die Armut im Land wird sich weiter verschärfen.

Link zum Beitrag Timor-Leste: The Consequences of Covid-19 von Guteriano Neves in The Interpreter, 3. April 2020

 

Schlagworte: Osttimor, Coronavirus, Wirtschaft, Gesundheitswesen, Armut