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Blickwechsel: Schleichende Eindämmung von Freiheiten - Ausbau von autoritären Strukturen während der Corona-Krise in Südostasiens Regimen; Köln, 2020

Christina Grein, Raphael Göpel, Christina Keppel, Mirjam Overhoff und Praphakorn Wongratanawin

Unter dem Deckmantel der Corona-Pandemie nutzen einige südostasiatische Regierungen den Ausnahmezustand, um Grundrechte weiter einzuschränken und ihren Einfluss und ihre Kontrolle weiter auszubauen. Notverordnungen und Gesetze werden willkürlich angepasst oder angewandt, um politische Gegner*innen, Journalist*innen und Kritiker*innen auszuschalten oder mundtot zu machen.

Seit Anfang 2020 hält die Corona-Pandemie die Welt in Atem. Neben den unmittelbaren Auswirkungen auf Erkrankte und Gesundheitssysteme wurde die Weltwirtschaft drastisch getroffen. Die sozioökonomischen Folgen verdeutlichen und verstärken bereits existierende soziale Ungleichheiten: Corona trifft nicht alle gleich und auch nicht jede*n.

Während auch in demokratischen Staaten nach einer Abwägung unterschiedlicher Rechtsgüter Grundrechte teilweise zugunsten der Gesundheitsfürsorge eingeschränkt wurden, lässt sich in autoritären Staaten beobachten, dass die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens genutzt wurden, um Medien, kritische Stimmen und Oppositionen weiter zu unterdrücken. Dies zeigt sich auch in Südostasien.

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Sprache: deutsch
Schlagworte: Coronavirus, Corona-Pandemie, Meinungsfreiheit, Südostasien

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