Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit

Themenschwerpunkte der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sind aktuelle politische Entwicklungen auf den Philippinen, Menschenrechte, Entwicklungsaggression, die Landreform, ökologische Fragen, Armut und Verschuldung, Friedensbemühungen und indigene Bevölkerungsgruppen. Deutsch-philippinische Beziehungen und deutsche Entwicklungsprojekte bilden weitere Themenbereiche.

Mit Seminaren und Vorträgen, zu denen das philippinenbüro deutsche und philippinische Referentinnen und Referenten einlädt, wird breitgefächerte Bildungsarbeit angeboten. Darüber hinaus beraten die Mitarbeiter/innen des Büros auch Organisationen bei entwicklungspolitischer Bildungsarbeit und Informationsveranstaltungen. Dabei werden Materialien zur Verfügung gestellt und Kontakte zu Organisationen auf den Philippinen vermittelt.

Das Büro versteht sich außerdem als Anlaufstelle für philippinische Gruppen und interessierte Einzelpersonen. Für sie organisiert das Büro Besuchsprogramme in Deutschland und vermittelt Kontakte zu philippinischen Migrantenorganisationen.

Hintergrundinformationen zu (vergangenen) Veranstaltungen finden Sie weiter unten.

Jahresseminar 2015: „On the road to Disaster? Klimawandel in den Philippinen"

Vom 11. bis 12. April 2015 fand das vom philippinenbüro e.V. organisierte Seminar zu dem Thema Klima- und Energiepolitik auf den Philippinen in Köln statt. Wir blicken zurück auf ein interessantes Seminar mit spannenden Diskussionen rund um eine aktuelle Thematik.

An dem zweitägigen Seminar, welches in der Kölner Südstadt stattfand, nahmen etwa 30 Interessierte mit unterschiedlichsten Hintergründen und  Ambitionen teil. So waren neben durch ihre beruflichen Tätigkeiten bereits mit der Thematik vertraute Personen auch Studierende und Privatpersonen anwesend. 

Inhaltlich wurde das Seminar sowohl von Vorträgen von Almuth Schauber von Misereor und Jan Pingel als auch von Video Botschaften und aufgezeichneten Skype Gesprächen mit Gerry Arances von Philippine Movement for Climate Justice und Reuben Muni von Greenpeace Philippines bereichert.

Parallel zu dem Seminar fand an der Uni Köln eine Internationale Klimakonferenz statt. Da sich auch diese Veranstaltung mit den Auswirkungen des Klimawandels und den möglichen Alternativen beschäftigte, wurde  diese am Samstagabend geschlossen als Gruppe besucht. Das philippinenbüro bot dort einen Workshop gemeinsam mit Lidy Nacpil aus Manila an, da diese aber krankheitsbedingt ausfiel, gab es alternativ eine angeregte Diskussion, bei der die Energiepolitik der Philippinen und ihre eigene „Täterschaft“ auf den Klimawandel durch den Ausbau von Kohlekraftwerken thematisiert wurden.

Am Sonntag wurden die am Vortag aufgenommenen Eindrücke erneut thematisiert und es wurde darüber diskutiert, was man als zivilgesellschaftliche Organisation beitragen könnte, um über die Problematik zu informieren bzw. um den Klimawandel und dessen verheerende Auswirkungen auf den Klimawandel zu stoppen. 

Insgesamt war das Seminar ein voller Erfolg, da der Austausch und die Diskussionen in der Gruppe, aber auch die vorangegangenen Vorträge sehr informativ waren und dazu anregten, sich intensiver mit dem Klimawandel und den Auswirkungen in den Philippinen zu beschäftigen.

Wir danken den Gästen und Referent_innen herzlich für ihr Mitwirken und blicken schon voller Freude einem zukünftigen Seminar entgegen.

Jahresseminar 2014: "Zankapfel Südchinesisches Meer"

Vom 16. bis 18. Mai 2014 fand das Seminar des philippinenbüros mit dem Thema: Zankapfel Südchinesisches Meer - Gespannte Geopolitik in Südostasien in Bonn statt.
35 Personen aus verschiedensten Hintergründen und mit verschiedensten Ambitionen kamen zusammen um sich über die territorialen Konflikte im und um das Südchinesische Meer zu informieren.
Besonders im Fokus standen die Auswirkungen des Konflikts auf die Lebenswirklichkeit von Filipin@s, Konfliktlösungsmöglichkeiten und die Gefahren von aufkommenden Nationalismen und zunehmender Militarisierung.

Fotos und Film am Freitag
Das Programm begann Freitagabend etwas legerer mit einer Präsentation von Fragmenten verschiedenster Medien. Behandelt wurden kürzlich davor stattgefundene Proteste in Vietnam, USA und den Philippinen, konfliktreiche Vorkommnisse im Südchinesischen Meer und radikalnationale Positionen von Gruppierungen die auf die Gefahren vom aufkommenden Nationalismus und antichinesischen Positionen in der philippinischen Gesellschaft hinweisen. Anschließend gab es eine Filmvorführung die einleitend die Umrisse des Konflikts vermittelte.

Nach den Eindrücken die uns Bilder und Film vermittelten wurde das Programm Samstag sehr viel theoretischer und zielte darauf ab, die Dynamiken, Positionen und Interessen des Konflikts zu beleuchten. Das Programm sah vier Inputs mit anschließender Diskussion und eine abschließende Diskussionsrunde vor.

Konflikt und Kooperation in der Südchinesischen See
Als erster Referent hielt Gerhard Will, langjähriger Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik ein umfassendes Referat zu Konflikt und Kooperation in der Südchinesischen See. Inhalt waren die verschiedenen Konfliktdimensionen, die Ebenen der Konfrontation und mögliche Lösungsvorschläge. Gerhard Will gab uns einen Eindruck in die historische Rolle des Südchinesischen Meers, dessen geopolitische Wichtigkeit in puncto Rohstoffe und Handelsrouten, sowie zur innerpolitischen Lage verschiedener Konfliktparteien. Die Konfrontationsebenen begrenzen sich nicht nur auf (para-)militärische Zusammenstöße verschiedener Konfliktparteien sondern umfassen zudem propagandistische Aktivitäten, als auch juristische Prozesse, auf die im Anschluss genauer eingegangen wurde.

Chinas Sicht auf die Dinge
Es folgte Andreas Seifert von der Informationsstelle Militarisierung dessen Input Chinas Außenpolitik in Südostasien behandelte. Er vermittelte einen fundierten Einblick in die chinesische  "Sicht der Dinge", die stark von Ressourcen, Handelspolitik, Innenpolitischen Problemen und Aufrüstung geprägt sind. Wie sich China den Zugriff auf Ressourcen sichern will zeigte sich in der Politik des Faktenschaffens und in der Veränderung der Grenzziehung je nach Ressourcenhotspot. So wurden beispielsweise Konzessionen für Ölplattformen in umstrittene Gebiete vergeben und dort auch gebaut. Die zunehmende Militarisierung Chinas hat ihre Gründe in der Sicherung von Handlungsrouten und in anderen Konfliktlinien mit Japan oder Indien. Als weiteren wichtigen Punkt brachte Andreas Seifert das Stabilisierungspotenzial von außenpolitischen Konflikten in Verbindung mit Nationalismus für innerpolitische Problemlagen ein. Er schloss mit der Einschätzung das es nicht zu einem gewaltsamen, offenen Konflikt kommen wird, da das Meer in Hinblick auf Ressourcen und der Handelsrouten eine viel zu wichtige Rolle spiele.

Statement der Philippinischen Botschaft
Frau Azela Arumpac sprach als dritte Referentin für die Botschaft der Philippinen und stellte die Hintergründe und Inhalte des von den Philippinen eingeleiteten Verfahrens am internationalen Seegerichtshof (The West Philippine Sea Arbitration) vor. Während China den Anspruch auf die Südchinesische See mit historischen Rechten belegt, bezieht sich die philippinische Regierung auf das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS). Konkret wurde auf den von den Philippinen offiziell benutzen Sprachgebrauch, die Seerechtskonvention, die Antragsformulierung und die erwarteten Folgen der Verhandlung eingegangen. Der Titel des Seminars machte bereits den offiziellen Sprachgebrauch deutlich. So ist die Südchinesische See aus philippinischer Sicht größtenteils die West Philippine Sea - um so territoriale Ansprüche auch von sprachlicher Seite her zu untermauern. Neben Erläuterungen zum internationalen Seerechtsübereinkommen erläuterte Frau Arumpac warum und wie der Antrag für das Verfahren gestellt wurde. Da China UNCLOS unter Vorbehalten beigetreten ist hat sich die philippinische Regierung dazu entschlossen mit dem Antrag auf das Verfahren nicht auf Klärung in Territorialfragen hinzuwirken, sondern grundlegend nach den Nutzungsrechten zu Fragen um die tatsächliche Nutzung mit der nationalen und internationalen Jurisdiktion in Einklang zu bringen. Die Philippinen erwarten, dass der Schiedsspruch die Ansprüche Chinas delegitimiert und höhere Legitimation ihrer Position seitens der internationalen Gemeinschaft.

Von Chinyos und Sanglays
Rainer Werning, Südostasienexperte gab den letzten Input des Tages zum Thema Chinoys - Rolle und Wahrnehmung von Chinesen in den Philippinen. Der Vortrag zeigte die jahrhundertelangen wechselseitigen Einflüsse der Philippinen und Chinas und Veränderung der Beziehung der philippinischen Gesellschaft zu ChinesInnen bzw. Chinesischstämmingen unter dem Kolonialregime auf. Rainer Werning schloss mit der Annahme, dass aufgrund der besonderen Ortsspezifika die Gefahr gewaltvoller Aktionen gegenüber ChinesInnen bzw. Chinesischstämmingen, wie sie sich beispielsweise in Vietnam vor kurzem abspielten und mehrere Menschenleben forderten, auf den Philippinen derzeit nicht bestehe.

Was können wir hier tun?
Nach einer Abschlussrunde die Eindrücke von allen Inputs und zurückgestellte Diskussionsfragen behandelte, wurde der durch Inputreferate gefüllte Samstag von Gruppenarbeit abgelöst. Eine Gruppe beschäftigte sich intensiv mit den Möglichkeiten durch friedliches zivilgesellschaftliches Engagement in Deutschland und in den Philippinen den Konflikt zu adressieren. Eine zweite Gruppe diskutierte verschiedene (internationale) Konfliktlösungsmöglichkeiten.

Insgesamt war das Seminar ein Erfolg, wir haben viel gelernt, konnten unsere Perspektiven wechseln, angeregt diskutieren und sogar neue Mitglieder im philippinenbüro begrüßen.

Jahresseminar 2013: "Recht auf Stadt: Hamburg - Manila im Austausch"

Seminar 2013 - „Recht auf Stadt: Hamburg – Manila im Austausch“
Thema des Seminars ist die Stadt als Lebensraum für alle. Die Veranstaltung richtet einen genaueren Blick auf zwei Städte: auf der einen Seite die philippinische Megastadt Manila auf der anderen Seite die Hansestadt Hamburg. In beiden Metropolen findet ein Kampf um Wohn- und Lebensraum statt, in unterschiedlichen Dimensionen. Wo die Verdrängung in Hamburg unter dem Einfluss höherer Mietpreise und dem Prozess der Gentrifizierung abläuft, passiert sie in Manila unter Zwangsräumungen informeller Siedlungen, die oft mit physischer Gewalt einhergehen. In beiden Städten aber regt sich auch Widerstand gegen die anhaltenden Verdrängungsprozesse. Über ihre Arbeit zum Thema „Recht auf Stadt“ berichten Involvierte und Engagierte aus Hamburg und Manila. Die Veranstaltung geht Fragen nach, wie: Wo fängt das Recht auf Stadt an und wo hört es auf? Wer entscheidet über öffentlichen Raum und wie können wir ihn gestalten?

 

 

Jahresseminar 2012: Reproductive Health Gesetz - Bedeutung für feministische und entwicklungspolitische Arbeit

Die Diskussion um das philippinische Reproducitve Health Gesetz - Ursachen und die Bedeutung für feministische sowie entwicklungspolitische (Bildungs-) Arbeit

Thema des Seminars ist der Gesetzentwurf des „Reproductive Health Bill“, der vor allem Mutterschutz, sexuelle Aufklärung und Zugang zu Verhütungsmitteln umfasst und in den Philippinen kontrovers diskutiert wird. Dass die Diskussion auch in Deutschland kontrovers werden könnte, hätten wir in dem Umfang nicht erwartet. Setzt das philippinenbüro das falsche Thema zur falschen Zeit? Sind wir unserer Zeit voraus oder Jahre zurück? Sind feministische Diskussionen im Rahmen einer Kontroverse mit der katholischen Kirche auch in Deutschland nicht denkbar? Wie steht das philippinenbüro-Umfeld, wie stehen die Filipin@s in Deutschland zu dem Thema? Wie wird die Diskussion z.B. in den Niederlanden geführt?

Wir danken der Stiftung Umverteilen und dem AKE-Bildungswerk für die finanzielle Unterstützung.

 

 

Jahresseminar 2011: Bergbau und Unternehmensverantwortung in den Philippinen

Die Philippinen sind reich an Bodenschätzen. Gold, Kupfer, Silber, Nickel und andere Metalle werden seit vielen Jahrzehnten gefördert. Doch seit dem „Mining Act“ aus dem Jahr 1995 erlebt der Sektor einen neuen Boom. Nationale und internationale Konzerne werden von der Politik gefördert, obwohl sich in den lokalen Gemeinschaften häufig Proteste formieren.

Das Seminar wird zum einen eine allgemeine Einführung zum Bergbau in den Philippinen und dessen Auswirkung auf Umwelt, Menschenrechte und die Rechte Indigener Gemeinschaften geben. Zum anderen werden die internationalen Verflechtungen und die menschenrechtlichen Verpflichtungen von Unternehmen in den Vordergrund gestellt. 

Welche Rolle spielen dabei unter anderem die deutsche und die europäische Rohstoffstrategie? Wie sind deutsche und europäische Akteure (Bergbaukonzerne, Banken, Logistikkonzerne) am Bergbau in den Philippinen beteiligt? Was sind die Auswirkungen dieser unternehmerischen Tätigkeiten?

Wir danken dem BMZ, Misereor und dem AKE-Bildungswerk für die finanzielle Unterstützung.

 

 

 

Jahresseminar 2010: Kaya Yan! Yes We Can - Die Präsidentschaftswahlen in den Philippinen

Die Wahlen im Mai 2010 in den Philippinen – bei denen neben einem neuen Präsidenten auch zwölf SenatorInnen gewählt und die 265 Sitze im Repräsentantenhaus vergeben werden – polarisieren und bewegen die philippinische Gesellschaft in überdurchschnittlichem Maße.

Angesichts Korruption, Nepotismus, politischen Morden und Wahlbetrug stellen die Neubesetzungen von Machtpositionen einen kritischen Moment im Lauf der Demokratie dar. Das hat nicht zu letzt auf erschütternde Weise das Massaker in Maguindanao im November 2009 gezeigt. 

Ziel des Seminars war es die Situation vor Ort, Alternativen und mögliche Folgen der Wahlen vorzustellen und zu diskutieren. Niklas Reese stellte mit seinem Situationer die politischen Systeme, Parteien und Kandidaten der Philippinen vor. Zur internationalen Einordnung gab es einen Vergleich mit Indonesien und den anstehenden Wahlen in NRW von Patrick Ziegenhain. Die Vorträge von Philipp Bück und Eric Gutierrez über Politische Gewalt und "grassroot democracy" rundeten das Thema ab und gaben zahlreiche Anknüpfungspunkte für weitere Diskussionen. Während die Teilnehmer der diesjährigen Wahlbeobachtung von Heiko Meinhardt in die Vorgehensweisen internationaler Wahlbeobachtung eingeführt wurden, konnten in den beiden Workshops die Wahlen aus Sicht der in Deutschland lebenden Filipin@s sowie generelle Fragen und Ansichten dazu vertieft werden.

Seminar 2009: Power to the People? Erneuerbare Energien in den Philippinen

Die Philippinen haben kaum nennenswerte Vorkommen fossiler Energieträger, jedoch ein großes Potential an erneuerbaren Energien. Im Dezember 2008 wurde daher das Renewable Energy Law, das philippinische Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) unterzeichnet. Aktivisten/innen hatten dies zuvor seit vielen Jahren gefordert. Vor diesem Hintergrund gab das Seminar einen differenzierten Einblick in die Diskussionen um erneuerbare Energien in den Philippinen.

Mit Cathrine Maceda war eine wichtige Persönlichkeit der philippinischen Umweltbewegung eingeladen.Wir wollten jedoch nicht an der bloßen Diskussion um Klimawandel und Energieversorgung halt machen. Denn Maßnahmen, die zwar die klimapolitischen Zielvorgaben erfüllen und auch wirtschaftliche Entwicklung bedeuten, können durchaus auch negative soziale Auswirkungen und Konsequenzen haben. Wir kamen deshalb in Workshops auch auf die berüchtigten Agrotreibstoffe und die Reiskrise, sowie Probleme im Zusammenhang mit globalen Klimaschutzmechanismen in Entwicklungshilfeprojekten zu sprechen.

Konferenz: Politische Morde und Rechtsstaatlichkeit. Das Beispiel Philippinen

Über sechzig Zivilgesellschafter/innen, Regierungsvertreter/innen, Kirchenvertreter/innen und interessierte Personen nahmen vom 8.-9. Mai an der Konferenz „Politische Morde und Rechtsstaatlichkeit – das Beispiel Philippinen“ in Berlin teil.
Die Fachtagung war seit vielen Jahren die größte gesellschaftspolitische Tagung zu den Philippinen in Deutschland und wurde vom Aktionsbündis Menschenrechte – Philippinen veranstaltet.

Die Berichterstattung über das Thema im deutschsprachigen Raum beschränkte sich bisher auf wenige Artikel in Tageszeitungen, sowie vereinzelte Radioberichte. Die Rolle Deutschlands und Europas, über Entwicklungs- und Außenpolitik auf die politischen Verhältnisse in den Philippinen Einfluss zu nehmen, blieb jedoch bisher unbeachtet. Die Fachtagung schuf hier Abhilfe und stellte vielfältige Interventionsmöglichkeiten und -ebenen für Fachleute und Interessierte aus der Menschenrechtsarbeit, Politiker/innen, Journalist/innen und Multiplikator/innen vor. Referent/innen waren unter anderem Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Lea Biazon, Günter Nooke, Bischof Pascua, Bischof Pueblos und Max de Mesa.

Jahresseminar 2008: Machos on the Loose? Männlichkeit und Entwicklungszusammenarbeit - ein blinder Fleck?

Beim Jahreseminar des philippinenbüro ging es um aktuelle Gender- und Männlichkeitskonzepte in der Entwicklungszusammenarbeit im Allgemeinen als auch kulturelle Männlichkeitsmuster und der Umgang mit ihnen in den Philippinen im Besonderen. 34 Teilnehmende disktutierten mit den Referentinnen und Referenten.

Jahresseminar 2007: Alles eine Frage von Beziehungen. Solidarität und Partnerschaft im Zeitalter der Globalisierung

Das Jahreseminar des philippinenbüro, das auch das 20-jährige Bestehen des Vereins feierte, nahm dieses Jubiläum zum Anlass, zurückzuschauen, innezuhalten und auszublicken. Kurz: Es ging um die Zukunft von Partnerschaft und Solidarität. Folgende Fragen beschäftigten die Seminarteilnehmer/innen: Wo steht die Solidaritätsbewegung heute und vor allem: Was sind ihre Perspektiven? Ist länderbezogene Solidarität in Zeiten der Globalisierung noch zeitgemäß? Oder bedeuten die regionalen Kompetenzen und das Verständnis für die konkreten Lebenssituationen gerade jetzt eine große Chance? Diese Fragen wurden von den Referent/innen und den über 50 Teilhnemenden angeregt diskutiert.

Seminar: Paradies im Aufruhr - Menschenrechte in den Philippinen

Lynchjustiz, Auftragsmörder lokaler Fürsten, politische Morde an Journalisten und Aktivisten – die Menschenrechtssituation in den Philippinen ist, trotz fortschrittlicher Gesetzgebung auf dem Papier, Besorgnis erregend.

Ein Beispiel: Zahlreiche Bauernorganisationen setzen sich für ihre verbrieften Rechte, wie das auf Nahrung, ein. Die Antwort sind massive Bedrohungen. Seit dem Amtsantritt von Präsidentin Arroyo hat die Zahl an Mordanschlägen gegen politische Aktivisten/innen zugenommen und nach dem Irak sind die Philippinen das Land mit der höchsten Anzahl von Morden an Journalisten.
Der Demokratie werden Steine in den Weg gelegt - Drohungen, Morde, Wahlfälschungen standen an der Tagesordnung bei den Wahlen im Mai. 

Referenten: 
Philipp Bück (Geschäftsführer des philippinenbüro e.V.), war im Mai/Juni 07 u.a. als Wahlbeobachter auf den Philippinen
Christian Syrbe (IPON) war Anfang 2007 für drei Monate Menschenrechtsbeobachter auf den Philippinen

Jahresseminar 2006: Gen-Saaten-Patent-Tomaten-Pharma-Piraten Wie geistiges Eigentum die Eigentumsverhältnisse ändern kann

In Zusammenarbeit mit BUKO, Attac und Gerechtigkeit Jetzt!

Das Jahresseminar des philippinenbüro e.V. hat aktuelle Entwicklungen bei der Züchtung/Entwicklung und Massenerzeugung von Nahrungs- und Arzneimitteln aufgegriffen, die vielen Erzeugern und Verbrauchern hierzulande, auf den Philippinen und weltweit Sorge bereiten.

Im Rahmen der „Grünen Gentechnik“ beginnt sich die Verwendung uniformen, manipulierten und patentierten Saatguts auszubreiten, welches die Artenvielfalt bedroht und die Abhängigkeit der Bauern hier und auf den Philippinen von global operierenden agro-industriellen Unternehmen erhöht.
Die Frage des geistigen Eigentums an Lebewesen oder ihren Bestandteilen stellt sich bei den derzeit in Ausformulierung befindlichen nationalen Gesetzen und internationalen Handelsabkommen. Noch bieten sie wenig Lösungen für das Phänomen der Biopiraterie, die sich auch auf den Philippinen als Ausbeutung traditionellen Heilwissens und als unverhandelte Patentierung einheimischer organischer Wirkstoffe durch ausländische Forschung manifestiert.
Eine weitere für die Philippinen zentrale Frage bei der Gesundheitsversorgung ist der Nachbau geschützter Medikamente (in Form von Generika).

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von Südostasien-Informationsstelle / philippinenbüro / Stiftung Asienhaus

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