In Asien sind die Philippinen nach Burma das Land mit dem prozentual höchsten Anteil an indigener Bevölkerung. Doch die Situation der indigenen Gruppen und ethnischen Minderheiten in den Philippinen ist prekär: Sie müssen mit Diskriminierung, erschwertem Zugang zu Bildung und schlechter Gesundheitsversorgung sowie Landraub kämpfen. Anderen droht der Verlust ihrer kulturellen Identität und ihres tradierten Wissens, da diese in der Gesellschaft nicht geschätzt und im Bildungssystem nicht berücksichtigt werden.

Die Entwicklungsländer leiden global am stärksten unter den Auswirkungen des Klimawandels, haben aber oft am wenigsten zu diesem beigetragen.
Die Philippinen belegten 2012 den zweiten Platz der weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder.
Der philippinische Klimawandel hat viele Gesichter: Heftige Regenfälle und starke Taifune nehmen deutlich zu, Meeresspiegel und Wellengang steigen und der Ozean erwärmt sich. So sind Menschenleben, Kulturgüter, Tier- und
Pflanzenarten sowie ganze Ökosysteme bedroht.
Der Taifun Haiyan (ph. Yolanda) mit seinen verheerenden Auswirkungen hat im
November 2013 die Debatte um Auswirkungen des Klimawandels in den internationalen Fokus gerückt.

Das Recht auf Gesundheit lässt sich für die Mehrheit der philippinischen Bevölkerung nicht verwirklichen. Zwar zeigen aktuelle Statistiken, dass sich die Gesundheitssituation in den letzten Jahren insgesamt verbessert hat, trotzdem führen vor allem Armut, Mangelernährung, schmutziges Wasser, das Bevölkerungswachstum und fehlende staatliche Infrastruktur dazu, dass sich für große Teile der philippinischen Bevölkerung die Gesundheitssituation katastrophal darstellt.

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28.09.2017 | Köln

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von Südostasien-Informationsstelle / philippinenbüro / Stiftung Asienhaus

Anhörung vor dem Internationalen Volkstribunal in Den Haag