Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen (AMP)

Das Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen verfolgt das Ziel, durch Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit auf Entscheider/innen und Multiplikator/innen in Deutschland und der EU zu wirken, um zu einer Verbesserung der Menschenrechtssituation in den Philippinen beizutragen.

Trägerorganisationen des Bündnisses sind Amnesty International, Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst, Misereor, International Peace Observers Network (IPON), Missio-München, das philippinenbüro e. V. im Asienhaus und die Vereinte Evangelische Mission (VEM).
Der Fokus der Arbeit liegt auf den thematischen Schwerpunkten extralegale Hinrichtungen und erzwungenes Verschwindenlassen.

Politische Morde, Entführungen und Repressionen
Die Philippinen haben zwar alle wichtigen internationalen Menschenrechtsabkommen unterzeichnet. Diese werden jedoch nur unzureichend umgesetzt. Schwere Menschenrechtsverletzungen, wie politische Morde, Folter, unrechtmäßige Verhaftungen und Entführungen von Aktivist/innen, Journalist/innen, Kirchenleuten und Lokalpolitiker/innen, sind in den Philippinen weit verbreitet. Auch erfundene Anklagen sowie weitere Einschüchterungsversuche dienen dazu, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen.

Klima der Straflosigkeit
Eine Hauptursache der Verletzung von Menschenrechten liegt in der strukturellen Straflosigkeit. Menschenrechtsverletzungen werden kaum polizeilich untersucht oder vor Gericht gebracht. Auf eine Verhaftung bzw. Verurteilung mutmaßlicher Täter/innen
oder Drahtzieher/innen, die oft unter Sicherheitskräften, Großgrundbesitzer/innen oder Politiker/innen zu suchen sind, warten die Opfer in der Regel vergeblich.
Das Vertrauen der Bevölkerung in den Rechtsstaat ist dadurch nachhaltig erschüttert. Die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen und Kirchen für Gerechtigkeit und Entwicklung wird durch die unaufgeklärten Morde an ihren Mitarbeiter/innen und an Aktivist/innen von Bürgerinitiativen stark beeinträchtigt. Allerdings begehen auch nichtstaatliche Akteure Menschenrechtsverletzungen; z. B. verüben Mitglieder der kommunistischen New People’s Army (NPA) politische Morde als Mittel zur „revolutionären Gerechtigkeit“.

Ein dramatisches Beispiel politischer Morde
Einen grausamen Höhepunkt von offensichtlich politisch motivierten Morden stellte das sogenannte Ampatuan-Massaker in der Provinz Maguindanao am 23. November 2009 dar, bei dem im Zusammenhang mit einer Kandidatur zum Gouverneursposten über
50 Personen ermordet wurden, mindestens 30 unter ihnen Journalist/innen. Unterstützung bei diesem entsetzlichen Massaker bekam der einflussreiche Ampatuan-Klan dabei von seiner Privatarmee, sowie der lokalen Polizei.

Was wir tun

  • Beobachtung der Menschenrechtssituation in den
    Philippinen auf der Grundlage direkter Informationen unserer Partner, durch eigene Reisen und über Medienberichte
  • Information von Öffentlichkeit und Politik über Fälle schwerer Menschenrechtsverletzungen
  • Schreiben von Aktions- und Lobbybriefen Briefing von politischen Entscheidungsträger/innen, Parlamentarier/innen sowie Missionen und Delegationen in die Philippinen
  • Organisation von Veranstaltungen zum Thema politische Morde und Verschwindenlassen

Was wir bieten

  • Bereitstellung von Kontakten und politischen Analysen über die Philippinen und die dortige Menschenrechtssituation
  • Monatliche Newsletter und regelmäßige Pressemitteilungen zu philippinischen Menschenrechtsthemen
  • Dokumentation von Fällen außergerichtlicher Hinrichtungen und erzwungenem Verschwindenlassen

 

Kontakt:

Johannes Icking, Koordinator

Fon: +49 221. 716121-22
Fax: +49 221. 716121-10
E-Mail: amp@asienhaus.de
johannes.icking@asienhaus.de

 

Mehr Informationen auf der Homepage des Aktionsbündnis

Menschenrechte - Philippinen (AMP):

www.menschenrechte-philippinen.de

 

 

 

 

 

 

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