Publikationen

AEPF 10: Towards a Just and Inclusive Asia and Europe: Building States of Citizens for Citizens: Five challenges for Social Movements and Civil Society; Köln, 2014

Anuradha M. Chenoy

Beim Eröffnungspodium des 10. Asia-Europe People’s Forum in Mailand (10. bis 12. Oktober 2014) analysierte Anuradha Chenoy, Professorin an der Jawaharlal Nehru University in New Delhi, fünf neue Herausforderungen für soziale Bewegungen und Zivilgesellschaften in Asien angesichts der aktuellen Globalisierungsdynamiken und der Bedrohungen für Demokratie und Menschenrechte.

Ein roter Faden sind dabei die wachsenden Angriffe auf säkulare Politik, religiöse und ethnische Minderheiten sowie auf sozialen Bewegungen und zivilgesellschaftliche Organisationen selbst.

Erstens weist sie auf eine enge Wechselwirkung zwischen der neoliberalen Globalisierung und gewaltbereiten Bewegungen hin.

Zweitens sieht sie die Notwendigkeit, durch breite Unterstützung in der Bevölkerung die Agenda von Regierungen und Institutionen zugunsten von “bürgerfreundlichen Staaten” zu verschieben.

Drittens müsse das Prinzip des säkularen pluralistischen Staates angesichts wachsender Intoleranz gegenüber religiösen und ethnischen Minderheiten gestärkt sowie

viertens Ansätze für ein alternatives System von Sicherheit und Außenpolitik entwickelt werden, durch die ein unabhängiger Entwicklungsweg gesichert wird. Dazu gehört auch die Analyse, ob die BRICS-Staaten die Chance für eine solche Alternative bieten.

Schließlich dürfe der Kampf für die Idee, dass ein Alternative möglich ist, nicht aufgegeben werden, denn davon hängt auch die eigene Existenz ab, die zunehmend durch die Bestrebungen eines militarisierten Neoliberalismus bedroht sei. (Uwe Hoering)

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Sprache: english
Schlagworte: Religion, Politik, Interview