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Hintergrundinformationen: 100 Tage Ernüchterung: Indonesiens neuer Präsident startete als Hoffnungsträger und findet sich in der Realpolitik wieder; Köln, 2015

Timo Duile

Indonesiens neuer Präsident Joko Widodo, der von vielen Indonesiern einfach „Jokowi“ genannt wird, startete als Hoffnungsträger, doch die bisherige Bilanz gibt Anlass zur Ernüchterung.

Bereits im Wahlkampf war zu beobachten, dass die Hoffungen, die viele Menschen in Jokowi setzten, wohl kaum erfüllt werden konnten. Nach 100 Tagen mehren sich die Stimmen, die sich fragen, ob Jokowi wirklich die Person ist, die dafür Sorge trägt, dass Indonesien den langen Schatten der Neuen Ordnung unter Suharto wirklich hinter sich lassen kann: Dazu wäre nämlich ein Paradigmenwechsel in einigen Politikfeldern notwendig. Gefordert wird eine Politik, die sich aktiv für eine Verbesserung der sozialen Lage der ärmsten Indonesierinnen und Indonesier einsetzt, die sich aktiv für Presse- und Meinungsfreiheit stark macht, sowie die Opfer der Menschenrechtsverletzungen unter Suharto anerkennt und entschädigt.

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Schlagworte: Wirtschaft, Politik, Menschenrechte, Demokratie