südostasien - Vier Mal im Jahr starke Argumente

Titelseite der Ausgabe 2/2013 "Gier nach Rohstoffen"

südostasien versammelt Stimmen aus und über Südostasien zu aktuellen Entwicklungen in Politik, Ökonomie, Ökologie, Gesellschaft und Kultur. Zu vier Schwerpunkthemen im Jahr erscheinen Beiträge über die Region und die Länder Südostasiens sowie deren globale/internationalen Beziehung(en). südostasien versteht sich als pluralistisches Forum eines herrschaftskritischen und solidarischen Dialogs, als Raum für Diskussionen zwischen Akteur*innen in Südostasien und Deutschland mit Nähe und Kenntnissen zu sozialen Bewegungen. südostasien beschäftigt sich mit Möglichkeiten transnationaler Solidaritätsarbeit angesichts ungleicher Machtverhältnisse zwischen dem globalen Norden und Süden. südostasien möchte Denkanstöße für das Handeln in Europa bzw. in Deutschland liefern. 

 

Die Zeitschrift südostasien wird herausgegeben von: Südostasien Informationsstelle, philippinenbüro e.V. und Stiftung Asienhaus

Aktuelle Ausgabe der südostasien

Südostasien-Informationsstelle / philippinenbüro / Stiftung Asienhaus: südostasien 4/2017: Klima, Kohle und Konzerne; Köln, 2017

Klimapolitik in Südostasien.

Brennende Wälder in Sabangau, Indonesien.

Das wichtigste Ergebnis der diesjährigen Klimakonferenz in Bonn (COP23) war vermutlich die Teilnahme indonesischer und anderer internationaler TeilnehmerInnen an der Besetzung des Hambacher Tagebaus im rheinischen Kohlerevier. Sie schlossen sich über 4.000 AktivistInnen an, die mit zivilem Ungehorsam für den Ausstieg aus der Kohleindustrie protestierten. Die Aktion von Endegelände zeigt die Heuchelei, die die Klimaverhandlungen der COP kennzeichnen. Während sich die deutsche Regierung als führender Klimaretter darstellt, geht die Polizei mit Tränengas und Pferden gegen friedliche DemonstrantInnen vor. Tatsächlich sind die Emissionen in Deutschland in den letzten Jahren wieder gestiegen. Die bescheidenen Klimaziele werden voraussichtlich bis 2020 nicht erreicht. Dies wird unmittelbare Konsequenzen für Südostasien haben, das heute schon unter den Folgen der Klimaerwärmung zu leiden hat.

Um eine wirksame Reduktion von Klimagasen zu erreichen, müssen in den Sektoren Energie, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Mobilität und industrielle Produktion radikale Veränderungen vorgenommen werden. Die Alternativen liegen auf der Hand und sind sowohl technisch als auch praktisch erprobt. Die meisten Länder Südostasiens haben sowohl die natürlichen als auch die technischen und finanziellen Voraussetzungen, um diese Veränderungen anzupacken. Energiepolitisch verfügen sie mit Sonnen-, Wellen- und Geoenergie über Potentiale, die den Bedarf bei weitem übersteigen. Die industrielle Basis ist vorhanden, um Bahnen zu bauen und die Staus und Verkehrsprobleme der urbanen Zentren zu lösen. Und Millionen von landlosen Bauern würden zu gerne selber Landwirtschaft betreiben und Ernährungssouveränität praktizieren. Mit öffentlichen Investitionen in diesen Bereichen und einer klaren Umkehr der politischen Vorgaben könnten Länder wie Indonesien, Singapur oder Thailand Entwicklungsprobleme des Nordens überspringen und zu Vorreitern einer sozial-ökologischen Transformation werden.

Dafür müssen sich aber die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse ändern. Diese letzte Printausgabe der südostasien soll dazu beitragen, dies zu erreichen. Neben Analysen zu den aktuellen klimapolitischen Entwicklungen, vor allem in Indonesien, wurden auch noch Artikel der letzten Schwerpunktausgabe zu Open Data und Sozialen Medien (3/2017) hier abgedruckt.

Die vorliegende Ausgabe stellen wir ebenfalls online komplett zur Verfügung. Sie kann hier heruntergeladen werden.

Ab 2018 wird die südostasien dann hier zu finden sein: www.suedostasien.net

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Brennende Wälder in Sabangau, Indonesien.

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von Bastian Bretthauer, Susanne Lenz und Jutta Werdes für die Stiftung Asienhaus