Konflikte um Ressourcen in Asien – Europa in der Verantwortung

Der weltweite Hunger nach Rohstoffen führt in Asien zu wachsenden Ressourcenkonflikten. Kontroverse Formen der Landnahme (Landgrabbing), die Expansion der Palmölindustrie und des (Tiefsee-)Bergbausektors, Konflikte um REDD+ und der voranschreitende Klimawandel haben weitreichende negative Auswirkungen auf lokale Gesellschaften. Vielerorts formiert sich in den Ländern Asiens sozialer Protest.

Europäische Konsumenten sind nicht nur Endverbraucher vieler Güter, die aus den asiatischen Rohstoffen gefertigt werden, auch bei der Finanzierung und Förderung von Rohstoffen und der Erschließung neuer Energiereserven in Asien sind europäische Interessen beteiligt. Auch in den Ländern Asiens selbst besteht eine wachsende Nachfrage nach Rohstoffen.

Mit dieser Arbeit will die Stiftung Asienhaus Zusammenhänge erläutern, zivilgesellschaftliche Ansätze diskutieren und den transnationalen Austausch zwischen Asien und Europa anhand von strategischen Fragen voranbringen.

Darüber hinaus beschäftigt sich das Philippinenbüro mit Bergbau in den Philippinen und gab, in Kooperation mit der Südostasien Informationsstelle, Hintergrundpapiere zu China, Malaysia, Indonesien und den Philippinen heraus.
Das China-Programm der Stiftung Asienhaus hat ebenfalls einen besonderen Fokus auf das Thema Rohstoffe.

Übersicht

Positionspapiere

Als aktive Mitglieder beteiligen sich die Stiftung Asienhaus und das Philippinenbüro an der Arbeit des AK Rohstoffe.

Im September 2013 wurde so in Kooperation mit 36 anderen NROs ein Positionspapier mit Forderungen an die Bundesregierung und den Bundestag veröffentlicht, dass ein Umsteuern der Rohstoffpolitik erreichen sollte.

Im Juli 2015 veröffentlichten 26 NROs ein Positionspapier, dass Politik und Wirtschaft aufforderte ihre Verantwortung für Umstände, auch in Zuliefererregionen, anzuerkennen. Unterstützt wird diese Forderung durch die EU Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und eine Auseinandersetzung mit den Argumenten der Industrie.

Informationspapiere

Die Stiftung Asienhaus hat in diesem Zusammenhang eine Reihe von Informationspapieren veröffentlicht.

 

2016:

REDDheads: Die Menschen hinter REDD und der Klima-Betrug in Südostasien - von Chris Lang

(Deutsch - Englisch) Zum Download!

     

 

Das Paradox vom Wohlstand ohne Entwicklung: Papua-Neuguinea und der Bergbau - von Roland Seib

(Deutsch) Zum Download!

 

2015:

Das extraktivistische Wachstumsmodell in Vietnam - von Nadja Charaby

(Deutsch) Zum Download!

 

ArbeiterInnen in der Palmölindustrie -Ausbeutung, Widerstand und transnationale Solidarität - von Oliver Pye, Ramlah Daud, Kartika Manurung und Saurlin Siagan

(Deutsch - Englisch) Zum Download!

Kohleförderung in Kalimantan — Konflikte, sozio-ökologische Auswirkungen und aktuelle Debatten - von Michaela Haug

(Deutsch) Zum Download!

 

Ressourcenabbau in Indien — Konflikte um Rechtsstaat und Menschenrechte - von Theodor Rathgeber

(Deutsch) Zum Download!

 

2014:

Indonesiens Regierung unterstützt weiterhin Rohstoffkonzerne - von Bosman Batubara

(Deutsch) Zum Download!

 

Die EU und der Kampf gegen illegalen Holzeinschlag in Indonesien - von Manuel Schmitz

(Deutsch) Zum Download!

 

Indonesian government continues to serve extractive industries - von Bosman Batubara

(Englisch) Zum Download!

 

 

 

Tiefseebergbau

Ein weiteres Tätigkeitsfeld der Stiftung in diesem Bereich ist der Tiefseebergbau.

Noch selten auf der öffentlichen Agenda, sind seine Folgen für Umwelt und Anrainer dennoch schwerwiegend und irreversibel. Dennoch soll 2018 mit dem Abbau vor Papua-Neuguinea begonnen werden.
In diesem Projekt arbeitet die Stiftung mit Dr. Roland Seib zusammen.
Im Factsheet 'If there is no ocean, there is no life' (2015) geht er vor allem auf gesetzliche Rahmenbedingungen, europäische Interessen und die möglichen Folgen ein. Aus diesem Factsheet entstanden sowohl eine Powerpointpräsentation auf Deutsch (Raubbau in den letzten Nischen: Tiefseebergbau – ein unkalkulierbares Risiko, 2016, 3,6 MB) und Englisch (Plundering Nature? Deep Sea Mining – An Incalculable Risk, 2016, 3,6 MB), wie auch die Informationsseite 'Tiefseebergbau: Fakten und Schlussfolgerungen' (2015).

Zusätzlich finden Sie hier eine internationale Presseschau zum Tiefseebergbau von 2009 - 2014.

Veranstaltungen und Veranstaltungsberichte

Der Arbeitskreis Asien, die Stiftung Asienhaus und die Rosa-Luxemburg-Stiftung haben gemeinsam die Fachtagung "Arbeitskämpfe entlang transnationaler Wertschöpfungsketten" abgehalten. Zusätzlich waren sowohl die Stiftung Asienhaus, wie auch das Philippinenbüro Kooperationspartner der Crashkurse Rohstoffpolitik 2014 und 2015, die von Powershift und Brot für die Welt veranstaltet wurden.

Im Rahmen der 2. Alternativen Rohstoffwoche haben die Stiftung Asienhaus, das Philippinenbüro und das Global South Studies Center der Universität Köln gemeinsam eine Fachtagung unter dem Titel "Ressourcenkonflikte in Asien — Europa in der Verantwortung" abgehalten. Hier kann ein Rückblick abgerufen werden und hier befindet sich eine Zusammenfassung von Joseph Purugganans Beitrag in englischer Sprache.

Weiterhin war die Stiftung Asienhaus einer der Kooperationspartner des Pazifik-Netzwerks e.V. und des West-Papua-Netzwerks e.V. in der Ausrichtung der Tagung "Umwelt und Ressourcen indigener Völker in der Asien-Pazifik-Region", zu der ein Rückblick verfasst wurde.

Ein Rückblick existiert auch zur Podiumsdiskussion "Wer stillt Chinas Rohstoffhunger? Südostasien im Fokus", die von der Stiftung in Kooperation mit dem China-Programm und dem Global South Studies Center der Universität Köln ausgerichtet wurde.

Studien & Broschüren

Neue Broschüre: Asien im Windschatten des Wachstums

2017, 68 S., deutsch,

Die Broschüre, herausgegeben von Stiftung Asienhaus und philippinenbüro e. V., wirft einen kritischen Blick auf das Wirtschaftswachstum in Asien und analysiert politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen in einzelnen Ländern der Region. Dabei kommen verschiedene lokale Stimmen zu den Entwicklungen zu Wort und fachliche Beiträge gehen vertiefend auf einzelne Themen ein.

Die Broschüre steht Online bereit.

 

Nicola Jaeger, PowerShift e.V.: Studie "Alles für uns!? - Der globale Einfluss der europäischen Handels- und Investitionspolitik auf Rohstoffausbeutung"; Berlin, 2016

Powershift und die Rosa-Luxemburg-Stiftung haben mit Unterstützung der Stiftung Asienhaus und des Philippinenbüros eine Studie über den Einfluss der europäische Handelspolitik auf die Rohstoffausbeutung weltweit veröffentlicht.

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von Südostasien-Informationsstelle / philippinenbüro / Stiftung Asienhaus

Anhörung vor dem Internationalen Volkstribunal in Den Haag