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Timor-Leste

Über uns

Focus-Timor Leste

Unser Programm rückt die gesellschaftspolitische und menschenrechtliche Entwicklung in Timor-Leste in den Focus. Der Aufbau einer tragfähigen Demokratie, Prozesse von Aufarbeitung der Vergangenheit, die Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt und Armut sowie soziale Gerechtigkeit  sind Herausforderungen, vor denen das Land steht. Eine aktive Zivilgesellschaft in Timor-Leste hat die Stärke diesen zu begegnen.

In Verbundenheit mit den Menschen und im Eintreten für eine globale, gerechte Welt nimmt die Stiftung Asienhaus eine brückenbauende Funktion ein.

  •  Wir arbeiten im Austausch mit osttimoresischen Nichtregierungsorganisationen sowie mit Institutionen und Hilfswerken, die zu Timor-Leste tätig sind.

  • Wir unterstützen über das AAE Stipendienprogramm bedürftige Studierende in Timor-Leste, die ein Studium ohne Beihilfe nicht absolvieren könnten, und leisten so über die Realisierung beruflicher Perspektiven einen Beitrag zur Entwicklung des Landes.

  • Mit Publikationen und Veranstaltungen informieren und sensibilisieren wir zur entwicklungspolitischen und menschenrechtlichen Entwicklung in Timor-Leste.

  • Wir laden zivilgesellschaftliche Partner aus Timor-Leste zu politischen Besuchsreisen ein und stärken die Zusammenarbeit.

  • Unsere Expertise bringen wir in Lobbygespräche ein: wie geben Empfehlungen an die Politik und machen auf Defizite, wie auch Entwicklungspotential in der Entwicklungszusammenarbeit aufmerksam.

  • Wir beobachten und analysieren die Entwicklung durch Recherche, Interviews und den intensiven Austausch mit Akteur*innen in Timor-Leste.  

Über Timor-Leste

Timor-Leste, oder Timor-Lorosa´e, wie es in der Landessprache Tetun heißt, hat nach einer langen Kolonial- und gewaltgeprägten Besatzungszeit die Unabhängigkeit errungen und beschreitet seitdem den Weg in einen demokratischen Staat. 

24 Jahre lang, von 1975 – 1999, hielt Indonesien die ehemalige portugiesische Kolonie Osttimor völkerrechtswidrig besetzt.  Das Militär ging erbittert gegen den Widerstand vor und führte ein Regime von Angst und Terror. Trotz schwerer Menschenrechtsverletzungen fand der Konflikt nicht die nötige Beachtung der Staatengemeinschaft. Erst der erzwungene Rücktritt von Diktator Suharto im Mai 1998 machte den Weg frei zu einer politischen Lösung des Konfliktes mit den Vereinten Nationen. 1999 stimmte die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung für die Loslösung von Indonesien. Daraufhin zerstörten Milizen mit Unterstützung des indonesischen Militärs das Land zu 70% und vertrieben eine große Zahl der Menschen. Erst durch den Einsatz der multinationalen Friedenstruppe INTERFET konnte das Wüten des Militärs und der Milizen beendet werden. Bis zur Unabhängigkeit 2002 unterhielten die Vereinten Nationen eine Übergangsverwaltung.

Nach Jahrhunderten der Fremdherrschaft durch Portugal und Indonesien ringt Timor-Leste nun mit der Aufgabe, seine Identität als Staat und Nation zu festigen. Zwar verfügt das Land über Öl- und Gasvorkommen, doch gehört es zu den am wenigsten entwickelten Ländern weltweit. Nach wie vor ist die soziale Lage geprägt von struktureller Armut, politischer Unsicherheit und bleibenden traumatischen Erfahrungen der Vergangenheit. 

Dennoch ist in den jüngsten Jahren die Entwicklung deutlich sichtbar geworden, die Stimmung ist getragen von Aufschwung und Veränderung. Mitgestaltet wird dieser Prozess von einer aktiven Zivilgesellschaft, die sich zu einem breiten Spektrum an Themen auf ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern erfolgreich engagiert: Nichtregierungsorganisationen und kirchliche Einrichtungen unterbreiten zum Beispiel Angebote zur friedlichen Konfliktlösung und Friedenserziehung, arbeiten mit der Gesellschaft an einer Transformation von gewalttätigen Verhaltensweisen und leisten de-eskalierende Jugend- und Sozialarbeit. Sie prangern Korruption an, beobachten kritisch das Justizwesen und decken Missstände in Politik und Wirtschaft auf. Sie treten geschlechterspezifischer Gewalt entgegen und sind aktiv in der Förderung von Frauenrechten und Gleichberechtigung. Die Förderung und Umsetzung von Menschenrechten, die Aufarbeitung der belasteten Vergangenheit sowie Traumabewältigung sind zentrale Anliegen.