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Ländliche ArbeitsmigrantInnen - eine Manövriermasse

Veröffentlichung des Projekts 'Arbeitswelten China-Deutschland'

'Tausende WanderarbeiterInnen haben erleben müssen, wie ihre Arbeitgeber verschwinden, ohne ihnen die ausstehenden Löhne zu bezahlen. Sie müssen darum kämpfen, wenigstens einen Teil der Löhne noch zu bekommen.

Straßenblockaden und Demonstrationen sind kein seltenes Bild. Wenn ihre Aktionen groß genug sind, gelingt es den ArbeiterInnen häufig, die lokalen Behörden dazu zu zwingen, ihnen zumindest genug für die Heimreise in ihre Dörfer zu bezahlen. Damit kommen die Behörden allerdings nicht nur den Forderungen der Beschäftigten nach, sondern handeln auch zum eigenen Vorteil: Schließlich ist es viel sicherer, die WanderarbeiterInnen nach Hause zu schicken, als ganze Reservearmeen arbeitsloser und mittelloser Menschen in den Städten zu behalten.

Schon zu Beginn des ökonomischen Abschwungs hatten die Zentralregierung sowie die Provinzregierungen hastig angekündigt, ökonomische Anreize schaffen zu wollen, um die entlassenen WanderarbeiterInnen dazu zu bewegen, nach Hause zurückzukehren und auf ihren kleinen Parzellen Landbau zu betreiben oder kleine Unternehmen zu gründen' - so beginnt der Artikel 'ArbeiterInnen als verfügbare Masse — Chinesische Beschäftigung im wirtschaftlichen Abschwung' von Au Loong Yu vom 5. Januar 2009, der mit seinen Ausführungen das chinesische Wirtschaftsmodell insgesamt einer Kritik unterzieht.
 au_2009_migrantinnen

Autor:inneninformation

Au Loong Yu

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