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Elena Castrucci erhält das Anke-Reese-Stipendium 2026

Elena Castrucci
Elena Castrucci erhält das Anke-Reese-Stipendium in 2026 (Foto: privat).

Die Studentin der Umweltwissenschaften wird ein Praktikum, das eng mit ihrer Masterarbeit verknüpft ist, auf Palawan (Philippinen) machen.

Elena Castrucci studiert aktuell den „International Master of Environmental Science” (IMES) an der Universität zu Köln und hat zuvor einen Bachelorabschluss in Geographie erworben. Ihr fachliches Interesse liegt an der Schnittstelle von Umwelt, Gesellschaft und Politik. Sie versteht den interdisziplinären Ansatz ihrer Studiengänge als zentrale Grundlage für die Auseinandersetzung mit komplexen Umwelt- und Naturschutzfragen.
Neben ihrem Studium ist sie seit mehreren Jahren im sozialen Bereich tätig und arbeitet aktuell bei der Lebenshilfe Köln in der Eingliederungshilfe. Dort unterstützt sie erwachsene Menschen mit geistigen Behinderungen im Alltag sowie bei der gesellschaftlichen Teilhabe und Inklusion. Diese Arbeit prägt ihren Blick für Fragen von Verantwortung, Gerechtigkeit und sozialer Vielfalt.

Ein erster Aufenthalt auf den Philippinen im Jahr 2019 im Rahmen eines Volontariats bei der Katala Foundation Inc. weckte ihr anhaltendes Interesse an dem Land. Seither war sie mehrfach vor Ort und konnte persönliche Kontakte knüpfen und Freundschaften aufbauen. Dabei lernte sie sowohl die außergewöhnliche Natur als auch die kulturelle Vielfalt der Menschen auf den Philippinen kennen. Zudem erhielt sie Einblicke in die ökologischen und sozialen Herausforderungen, die den Naturschutz in dieser Region prägen.

Schutzprojekt auf Palawan

Im Rahmen des vom Anke-Reese-Stipendium geförderten Praktikums arbeitet Elena Castrucci bei der Katala Foundation Inc. in Puerto Princesa (Philippinen, Palawan) im neu entstehenden Projektzweig zum Schutz des Japanischen Pfeilschwanzkrebses (Tachypleus tridentatus). Pfeilschwanzkrebse existieren seit rund 450–500 Millionen Jahren nahezu unverändert und stehen heute weltweit unter starkem Druck. Auf den Philippinen liegen bislang nur wenige wissenschaftliche Daten zu dieser Art vor.

Das Praktikum ist eng mit ihrer Masterarbeit verknüpft, in der sie Habitatbedingungen und abiotische Einflussfaktoren auf die lokale Population des Krebses untersucht. Zu ihren Aufgaben gehören die Datenerhebung im Feld, ökologische und räumliche Analysen sowie die Mitwirkung beim Aufbau eines Datensatzes für zukünftige Schutz- und Monitoringmaßnahmen. Darüber hinaus unterstützt sie die Katala Foundation bei Umweltbildungsaktivitäten und der Projektarbeit.

Das Praktikum ermöglicht ihr somit einen erfolgreichen Abschluss ihres Studiums und einen vertiefenden Einblick in die Arbeit einer NGO. Besonders die partizipative Arbeitsweise der Katala Foundation, die enge Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung und der Fokus auf Umweltgerechtigkeit entsprechen ihren ethischen Vorstellungen von nachhaltigem Naturschutz.

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