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Filmrezension: Dokumentarfilm "Tonotwiyat"

Der "Frauenwald" erstreckt sich über 8 Hektar entlang der Youtefa-Bucht, in der Nähe der schwimmenden Dörfer Tobati und Enggros. © Yulika Anastasia Indrawati
Der "Frauenwald" erstreckt sich über 8 Hektar entlang der Youtefa-Bucht, in der Nähe der schwimmenden Dörfer Tobati und Enggros. © Yulika Anastasia Indrawati

Der Dokumentarfilm "Tonotwiyat" von Yulika Anastasia Indrawati erzählt die bewegende Geschichte von Frauen aus Westpapua, Indonesien.

2019 kreierte Yulika Anastasia Indrawati "Tonotwiyat," einen unkonventionellen Dokumentarfilm, der ohne festes Drehbuch, Interviews oder direkte Interaktion mit den Protagonistinnen auskommt und stattdessen auf aufgezeichneten Gesprächen zwischen den Frauen beruht.

Die Frauen aus der Youtefa-Bucht in Westpapua haben eine seit Generationen eine enge Bindung zu einem Mangrovenwald, der ihre wirtschaftliche Grundlage darstellt. Sie sammeln Muscheln und Meeresfrüchte sowie Brennholz, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Der Wald dient auch als zentraler Treffpunkt, der den Frauen einen ungestörten Austausch ermöglicht, da Männern der Zutritt verboten ist. Dies gleicht ihren Ausschluss von Dorfentscheidungen aus. Jedoch ist der Mangrovenwald gefährdet durch Infrastrukturprojekte und Umweltverschmutzung, was nicht nur die Lebensgrundlage der Frauen bedroht, sondern auch die ökologische Stabilität der Küstenregion gefährdet. Jüngere Frauen suchen nach alternativen Einkommensquellen, während ältere Frauen bemüht sind, ihr Wissen und ihre Traditionen weiterzugeben.

Leona Pröpper hat die Dokumentation "Tonotwiyat (Der Wald der Frauen)" rezensiert. Der Beitrag "Einladung in den Frauenwald" wurde am 9. Oktober 2023 in unserem Online-Magazin südostasien veröffentlicht.
 

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