Der Widerstand in Myanmar richtet sich nicht nur gegen die Militärherrschaft. Im Rahmen der Frühlingsrevolution werden auch grundsätzliche gesellschaftliche Fragen aufgeworfen. Patriarchale und regressive Strukturen des Landes werden infrage gestellt. Frauenrechte, Minderheitenrechte und die Belange von LGBTIQ+-Personen sind nicht nur zentrale Forderungen, sondern auch Grundpfeiler der Revolution – weil sie auf diese Menschen angewiesen ist.
Doch wie wirkt sich diese Entwicklung auf Konzeptionen von Gender in der Diaspora aus? Der Konflikt hat erneut viele Menschen aus dem Land vertrieben. Diese Geflüchteten kommen teils in bereits seit Langem bestehende Strukturen von Camps, teils entstehen neue Gemeinschaften im Exil. Wie wirken sich diese unterschiedlichen Umstände auf die sozialen Konzepte der Menschen aus?
Unser Autor Henri Myrttinen hat verschiedene Orte besucht, an denen diese Gemeinschaften leben, und berichtet hier von seinen Erfahrungen.